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Berichte aus dem Gemeindeleben der letzten Zeit

 

Auf dieser Seite stehen Berichte, die aus dem Gemeindeleben erzählen, aber nicht mehr unter Aktuelles zu finden sind.

 

 

 


 

 

 

Alltagsrüstzeit der JG vom 13. - 17. 06.2016

 

Den Auftakt zu unserer Rüstzeit übernahm diesmal Pfarrer Seibt mit seinem Thema und machte das Ende des ersten Tages perfekt.

Unsere JG-WG hatte als wichtigsten Punkt, unseren Jugend-Gottesdienst, welcher von der ersten Stunde an geplant werden musste und sollte.

Und somit begann schon am Dienstag ein ziemlich reges Treiben in dem jeder seine Aufgaben erledigte und der Spaß natürlich auch nicht zu kurz kam.

Am Abend kam dann noch der KV zum Grillen vorbei. Am Mittwoch liefen die Vorbereitungen für den Gottesdienst weiter auf Hochtouren. Viele bastelten mit an Verskarten für die Besucher des Gottesdienstes und halfen auch in ihren Teams kräftig bei der Gestaltung mit.

 

Das Gestaltungsteam kümmerte sich schon einmal um die Gestaltung der Kirche für Freitag. Auch das Essen für diesen Höhepunkt der Alltagsrüstzeit wurde schon von einem Team geplant. Am Abend hörten wir ein Thema über Behinderung von Sophie und Laura. Damit haben wir diesen Tag dann ruhig ausklingen lassen.

Sharon hat dabei mit ihren Geschichten einen großen Beitrag geleistet.

Am Donnerstag ging es natürlich vormittags auch erst einmal wieder in die Schule. Im Mittelpunkt des letzten vollen Tages stand dann komplett unser Gottesdienst, welchen wir am Freitag Abend gestalten durften.

Die Woche gemeinsam mit Gleichaltrigen unter einem Dach war wieder ein perfektes Erlebnis, bei dem wir Gott immer wieder neu im Alltag erleben durften.

Wir möchten uns auch noch einmal bei allen bedanken, die diese wunderschöne Zeit möglich gemacht haben.

 

 

Sandy und Johanna

 

 


 

Bericht über die Hauskreisfreizeit Pfingsten 2016 in Königs - Wusterhausen

 

 

Hallo liebe Gemeinde, hallo liebe Leser,

 

an dieser Stelle wollen wir über unsere Rüstzeit zum Pfingstfest 2016 nach Königs Wusterhausen bzw. Berlin und unsere damit verbundenen Erlebnisse mit Gott und der Ausgießung des Heiligen Geistes zu Pfingsten berichten.

 

Unsere Pfingstrüstzeiten führen uns in Abständen, immer einmal wieder in das Ferienhaus eines Hohndorfer Kirchgemeindemitgliedes. Am Lankensee, nahe Königs Wusterhausen und somit in Hauptstadtnähe, können wir so die Ruhe des Brandenburger Umlands, aber auch den Trubel und das Treiben Berlins in homöopathischer Dosierung genießen.

 

In diesem Jahr hatten wir uns bereits zeitig für ein Thema entschieden.

„Gottes Reden Hören!“, sollte im geistlichen Sinne über unserem verlängertem Wochenende stehen. Wie klar und deutlich uns Gottes Handeln an diesem Wochenende gezeigt werden würde, wussten wir Anfang Februar noch nicht.

 

Wir, dass sind in diesem Jahr zwanzig Kinder, Jugendliche, und einige Erwachsenen, welche von den jungen Leuten oft die „Alten“ genannt werden und die damit Ihre Eltern, oder die Eltern Anderer meinen und ein Hund Namens Cora.

Wir, also die Älteren, angeblich so zart besaiteten, zogen in die beiden Bungalows ein, während für die Jugend „Hardcore-Campen“ auf dem Plan stand. Naja, Gott würde uns schon nicht hängen lassen und hatte somit zumindest passendes Wetter zugesagt, auch wenn die Wetterfrösche der Öffentlich-Rechtlichen wieder lieber im Keller Ihres Glases sitzen blieben.

 

„Hardcore-Campen“ heißt bei den Jugendlichen von Heute übrigens, dass die Eltern zumindest mal die Zelte aufstellen, Matratzen aufblasen, passend in die Zelte legen, 100 Decken dazu und Strom für Handys inklusive. Lange wach bleiben, quatschen bis weit nach Mitternacht, dann noch schnell ein paar Stunden schlafen und Morgens schlecht aus den Startblöcken kommen, konnte unsere Jugend dann wieder allein und selbständig. Das war aber früher auch nicht anders.

 

So starteten wir entspannt in den Samstag. Die Einen jagten beim Bäcker den ersten frischen Brötchen des Tages nach (in Brandenburg schläft auch der Bäcker eine Stunde länger aus, als in Sachsen), während andere beim Joggen erste Kalorien verbrannten.

 

Wie von Geisterhand, nein wie von liebevoller Frauenhand verwandelte sich währenddessen die Veranda zum Gemeinschaftsraum mit wunderbarer Frühstückstafel und allen erdenklichen Köstlichkeiten die das 21.Jahrhundert so bereithält. Die Sonne erwärmte schon früh die Natur und so konnte an allen möglichen Stellen, also vor dem Fernseher mit Kindertrickfilm, im Garten, am Teich oder wo auch immer gefrühstückt werden.

 

Direkt danach starteten wir in die erste Lobpreiszeit und den Impuls für den Tag, welchen uns unser junges Lobpreisteam vorbereitet hatte. Was für eine Wohltat für unsere Seelen, wenn uns die Jugend, wohlgemerkt aus eigenem Antrieb heraus, einen solchen Moment gestaltet. Wir „Alten“ durften lernen, wie wir den bescheidensten Lebenssituationen oder Streitigkeiten, immer noch etwas Positives abgewinnen können. Wie und wo wir das Positive speichern können.

Auch neu für uns: Poetryslam!!! Verständlich gerappte Gedanken in Gedichtform zu unserem Glauben an Gott,  seiner Gnade, seiner Fürsorge und seiner Liebe zu uns. In Anbetracht des älteren Publikums am Tisch, vorzugsweise in Deutsch. Da sollte man schon gut zuhören können, ist aber ein weiterer Beweis dafür, welche Power in der jungen Generation steckt. Danke dafür.

 

So starten wir zum Sightseeing in die Hauptstadt mit einer S-Bahntour, erst rund um und dann quer durch Berlin. Vom Bahnhof Zoo aus besuchen wir die Gedächtniskirche, in der uns vor allem der Versöhnungsgedanke unter den Völkern, Staaten und den Religion gemeinsam hinter Jesus Christus in Bildern, Exponaten und Texten vermittelt wird. Die Ruine mit Ihren Einschusslöchern zeugt noch heute vom dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte. Mit der Buslinie 100 geht es Dank des RundumSorglos Tickets für Lau, vorbei an vielen Sehenswürdigkeiten, wie der Siegessäule, dem Reichstag, dem Brandenburger Tor und vielen mehr. Gott malt mit der Sonne, Deutschlands wahrscheinlich größtes, sicher aber höchstes Kreuz auf die verspiegelte Kuppel des Fernsehturms und wir denken daran, welches Greul er damit wohl den Parteifunktionären der DDR beschert hat. Da kannst du Planen wie du willst, du kannst Verbieten, Abschaffen, Verhaften, Bestrafen.

Am Ende setzt Gott ganz einfach noch einen oben Drauf.

 

Neben der obligatorischen Currywurst und dem Döner der ja „schöner“ machen soll, was er aber defakto nicht tut, werden auch einige Shoppingtempel von den Erzgebirglern im Handstreich erobert. Klingt blöd, ist aber so, denn wir und die Kinder sind eben auch nur Menschen.

Vorbei an Weltzeituhr, Fernsehturm und Rotem Rathaus, geht es mit kurzem Fußmarsch dem Höhepunkt des Tages am Spreeufer entgegen. Dort befinden sich direkt in der Häuserzeile die Veranstaltungsräume der Jerusalemgemeinde Berlin. Unsere Glaubensbrüder und Schwestern sind messianische Christen, die Samstags Ihre Schabbatfeier zelebrieren. Auf Ihrer Internetseite findet sich ihre herrliche Gemeindevision, welche so gut zu uns und unserem Hauskreis passt, dass wir im Vorfeld Kontakt aufgenommen hatten.

 

Wir sind eingeladen und dürfen Teilhaber des Gottesdienstes werden. Neben einem unglaublich charismatischem Gottesdienst von reichlich 3 Stunden, die sich aber deutlich kürzer anfühlen, neben gewaltigen Lobpreis und der Bitte um das Wirken des Heiligen Geistes an Uns und vor allem in Uns, bekommen wir als Gruppe, ja auch als Gemeinde und Dorf, mittendrin auch noch eine Vision bzw. Verheißung zugesprochen. Diese könnt Ihr gern im Link anhören, vor allem unter dem Gesichtspunkt unseres Themas Gottes Reden Hören. Es sei vermerkt, dass wir niemanden vorher, weder gesehen noch gekannt haben, uns aber dennoch sofort zu Hause und angenommen fühlten. Alle Erlebnisse des Gottesdienstes zu schildern, würde diesen Rahmen sprengen und Ihr werdet sicher an anderer Stelle noch davon hören. Nur eines noch dazu.

Genau an diesem Samstag feiern die Juden die Übergabe der 10 Gebote damals am Berg Sinai. In diesem Zusammenhang wurden dem Volk, welches die Grenzen unten am Berg nicht halten konnte, 3000 Mann genommen.

Wir als Christen, feiern an diesem Tage Pfingsten, Damals wurde den ersten Judenchristen der Heilige Geist ausgegossen und 3000 neue Gläubige an diesem Tage wurden  hinzugefügt.

 

Genau an diesem Samstag feierte der Staat Israel seine Gründung und das 68jährige Staatsjubiläum und die Jerusalemgemeinde Berlin feierte ebenfalls die Hinzufügung weiterer Räumlichkeiten nach langen aufwendigem und teurem Brandschutzumbau.

Mitten in Berlin, genau zwischen dem Roten Rathaus als politischem Symbol, zwischen dem „Tempel des Humanismus“ dem Homboldtforum und zwischen dem babylonischem Symbol, dem Altar im Pergamonmuseum, hat Gott ein eigenes großes Zeichen gesetzt und die Jerusalemgemeinde wachsen und gedeihen lassen.

Beseelt und gestärkt von den Eindrücken geht es nach einer anschließenden Vesper mit unseren Gastgebern wieder zurück ins Ferienhaus am Lankensee.

Der Sonntag steht eigentlich im Zeichen der Pfingstpartie.  Mitten in die morgendliche Idylle platzt die Nachricht, dass bei einem Pflegedienst in Oelsnitz eingebrochen wurde und alle Schlüssel zu den Patientenwohnungen und Häusern verschwunden sind. Jeder kann sich ausmalen, was wohl die nächsten Gedanken der Täter sind. Noch schlimmer, ohne die Schlüssel können die Pfleger nicht mehr zu den Patienten. Eine schwierige Situation. Für meine Frau und mich besteht die Gefahr der Abreise, steht die Rüstzeit plötzlich auf der Kippe. Voller Vertrauen stürzen wir uns alle ins Gebet. Wir bitten darum das im Namen Jesus die Häuser verschlossen werden, das dem Pflegedienst geholfen und den Tätern das Handwerk gelegt wird. Freunde, Verwandte und Nachbarn werden derweil von Gott bereitgestellt. Jeder ist noch am frühen Sonntagmorgen erreichbar und hilft. Noch am Vormittag sind neue Schlösser verbaut, die neuen Schlüssel verteilt und die Oma zu hause schon lange versorgt.  Halleluja, Amen.

 

Wandern ist nun angesagt. Natürlich nicht einfach so, sondern der gemeinsame Marsch in die Kirche des Nachbarortes zum Gottesdienst. Hier findet neben der Andacht zum Pfingstsonntag auch die Konfirmation von 2 Konfirmanden statt.

Während an „normalen“ Sonntagen die Kirchgänger an 1-2 Händen abzuzählen sind, ist heute natürlich alles rammelvoll. Mit den Glockengeläut sind wir pünktlich vor Ort und finden gerade noch Platz auf der sonst geschlossenen Empore neben der Orgel und der Organistin.

 

Wir erleben einen schönen lutherischen Gottesdienst, in dem uns der Pfarrer ein ums andere mal mit völlig unerwarteten Redewendungen und Überleitungen das Lächeln ins Gesicht zaubert. Die Organistin ist inzwischen vor dem Altar angekommen und singt mit beeindruckender Stimme den Konfirmanden ein wunderschönes Lied. Als am Liedende die Kirche erstaunlicherweise ganz ruhig bleibt, gründen wir auf der Empore spontan die Firma „Applauskonzept Kablow“ und können so die ganze Kirchgemeinde mitreißen. Genauso spontan hatten wir beschlossen zwei unserer täglichen Impulsbücher „Leben ist mehr“ mehr in die Koffer zu packen. Nun können 2 Hohndorfer Konfirmanden den Neukonfirmierten gratulieren und das kleine Geschenk überreichen. Sowohl die Beschenkten als auch deren Eltern und Paten sind überrascht und erstaunt. Gemeinsam halten wir noch Abendmahl. Wieder sind wir in absoluter Hochstimmung, da erreicht uns die schlimme Nachricht vom Tod einer Schwiegermutter. Auch hier sind wir absolut sicher, dass die Situation nur im Gebet beherrschbar bleibt. Noch zu Himmelfahrt waren wir traurig, dass eine Schwester die Reise nach Berlin nicht mit antreten wird, weil Sie die Zeit nutzen und zu ihrer schwer kranken Mutter fahren wollte. Damals ahnten wir noch nicht, dass Gott Sie mit dem Verzicht auf die Rüstzeit bereits auf die schwierige und schmerzliche Lebensphase vorbereitet. Wir Beteten dafür, dass Gott sie in diesen Stunden ganz besonders trägt, dass die abberufene Mutter Ihren Platz im Paradies finden möge und das unser Bruder mit den beiden kleinen Kindern in dieser Stresssituation in Ruhe den Heimweg antreten kann, ebenso wohlbehalten zu Hause ankommt und seiner Partnerin unter die Arme greifen kann. Wir umrunden den Lankensee und bei allem Schmerz geht speziell bei den Kindern das Leben ja irgendwie weiter. Die Wetterfrösche hatten wieder keinen Bock auf „Leiter hoch, Leiter runter“. Das ist aber auch egal, denn es scheint die Sonne. Es ist nicht so heiß wie in der Wüste Gobi, aber zum Baden ist selbst der See nicht zu kalt. Die Kids testen das neue Paddleboard und drehen ihre Runden auf und im Wasser. Alle können scheinbar problemlos auf dem Board stehen und vor allem stehenbleiben. Da damit der erwartete Lacher beim Reinfallen ausbleibt, muss am Ende wieder mal der geneigte Berichtschreiber selbst aufs Brett, wo von Anfang an klar ist, dass aufgrund der Anatomie und des Körperbaus die Kräfte der Physik, dabei speziell die Anziehungskraft von kaltem Wasser, deutlich die Oberhand gewinnen wird.

 

Der Abend endet standesgemäß am Grill, mit allerlei Leckereien aus dem Thüringischen.

Das Lagerfeuer vertreibt die Kühle der beginnenden Nacht. Unser Lobpreisteam ist mit der Gitarre wieder am Start und wir mit unseren Stimmchen immer mit dabei. Noch einmal reflektiert eine Gebetszeit die Geschehnisse vom Tage. Ein Segenslied für den Nachbarn, der auch schon 60 Jahre aus seiner Jungen Gemeindezeit raus ist, beschließt das Ganze knapp vor Mitternacht.

 

Am Pfingstmontag ist morgens noch einmal gemeinsame Zeit und das vorbereitete Thema ist natürlich wieder passend zum ganzen Wochenende und den gemeinsamen Erlebnissen. Die Wortmeldungen lassen erkennen, wie vielfältig die gemachten Erfahrungen mit Gott und dem Wirken des Heiligen Geistes an diesem Wochenende waren. Sie sind genau so unterschiedlich wie die Menschen und Charaktere die dieses Wirken erlebten. Entsprechend unterschiedlich laut, hat vermutlich der ein oder andere, Gott in dieser Rüstzeit reden gehört. Gemeinsam und in Gemeinschaft freuen wir uns schon jetzt auf die kommende spannende Zeit, zusammen hinter Jesus Christus unserm Herrn. Natürlich mussten noch die Zelte abgebaut, die Autos beladen, das Grundstück beräumt, noch einmal mit dem Kanu quer über den See gepaddelt, beim Lieblingslibanesen gemeinsam gegessen und die knapp 300 Kilometer heimgefahren werden.

 

Danke Vater für diese Zeit in der Gemeinschaft der Gruppe und der Gemeinschaft mit Dir.

Jetzt haben wir „Alten“ sogar eine gemeinsame Whats App Gruppe. Wer hätte das gedacht.

 

Gruß Andy

 

 

Linkliste

 

JerusalemGemeinde:    http://www.jerusalemgemeinde.de

Ferienhaus:                 http://ferienhausamlankensee.de/

Kirchegemeinde:          http://www.kirche-oderland-spree.de/gemeinden/region-storkow/friedersdorf-kablow

Vision:                        https://youtu.be/AflcMstyFak

 

 


 

Rüstzeit des offenen Kreises 2016

 

Unsere Rüstzeit über Pfingsten (13. - 16. Mai 2016) führte uns dieses Jahr in die Evangelische Tagungsstätte „Kreuzbergbaude“ in Jauernick-Buschbach bei Görlitz.

Die Anreise am Freitag verlief für die meisten etwas schleppend, da es die Verkehrslage nicht unbedingt gut mit uns meinte. Gott sei Dank waren wir alle wohlbehütet angekommen! In der Kreuzbergbaude wurden wir herzlich aufgenommen und bezogen unsere Zimmer. Nach dem Abendessen konnten wir gemeinsam mit einer Lobpreiszeit starten - für fröhliche sowie bewegende Musik während unserer Rüstzeit sorgte unser kleines Lobpreisteam. Den Abend ließen wir mit Spielen und Gesprächen ausklingen.

 

Einige starteten am nächsten Morgen bereits bewegt mit Frühsport oder einer kleinen Andacht in den Tag. Für alle anderen begann der Samstag mit einem leckeren und reichhaltigen Frühstück. Das Thema unserer Rüstzeit war „Befreit zum Leben“ und wurde durch unsere Referentin Annelie Weiser aus Crottendorf begleitet. Im ersten Themenblock ging es darum, wie Sorgen und Nöte unser Leben belasten und wie befreiend das Loslassen sein kann. Abschließend sangen wir ein Lied von Sefora Nelson, welches sehr gut zu diesem Thema passte: „Lege deine Sorgen nieder, leg sie ab in meiner Hand. Du brauchst mir nichts zu erklären, denn ich hab dich längst erkannt. [,..]Lege sie nieder, lass einfach los. Lass alles falln, nichts ist für deinen Gott zu groß.“

Den freien Nachmittag am Samstag verbrachten viele am nahegelegenen See. Die „Jugendlichen“ wagten sich zuvor auf die Landeskrone, dem Hausberg der Stadt Görlitz. Der 420 Meter hohe Berg bietet einen schönen Ausblick auf Görlitz und die nähere Umgebung.

 

Am Abend trafen sich alle zum gemeinsamen Abendessen mit anschließendem Segnungsabend, den unsere Referentin für uns vorbereitet hatte. Diese Zeit war bewegend und befreiend und so nutzten viele den Abend, um sich von anderen segnen zu lassen oder anderen Gottes Segen zuzusprechen. Der zweite Tag endete wieder mit einem gemeinsamen Beisammensein und dem letzten Platz der deutschen Sängerin beim Eurovision Song Contest, den einige sich anschauten. Aber das konnte nach so einem gelungenen Tag keinem mehr die Laune verderben.

 

Nach dem Frühstück am Sonntag ging es zum Gottesdienst in eine kleine Kapelle, die durch uns förmlich aus allen Nähten platzte. Trotzdem fanden alle Platz und der Pfarrer führte uns durch einen lebendigen Gottesdienst, an dem auch einige Rüstzeitteilnehmer mit kleinere Aufgaben beteiligt waren. Am Nachmittag konnten wir uns während einer Stadtrundfahrt und eines anschließenden Rundgangs Görlitz, die östlichste Stadt Deutschlands, anschauen. Die sanierte Altstadt war absolut sehenswert. Auch wenn es an diesem Tag etwas regnerisch war, können wir sehr dankbar für das Wetter an diesem Wochenende sein, denn die Wetterprognosen der vorherigen Tage waren alles andere als vielversprechend. So konnten wir uns abends sogar auf leckeres Essen vom Grill freuen.

Am letzten Abend wurden alle kreativ. Ob beim Schnitzen am Kaminfeuer, beim Basteln oder Tüfteln - hier war wirklich für jeden etwas dabei.

Zusätzlich gab es die Möglichkeit bei einigen Entspannungsübungen die Seele baumeln zu lassen.

 

 

Am Pfingstmontag ging es vormittags um das Thema Vergebung, welche uns häufig nicht leicht fällt, aber notwendig ist, um befreit leben zu können. Leider war unsere Rüstzeit wieder viel zu schnell vorbei. Nach dem Mittagessen und der anschließenden Abschlussrunde haben sich alle wieder auf den Heimweg gemacht. Es konnte sicherlich jeder etwas von der tollen gemeinsamen Zeit mitnehmen. So können wir uns jetzt schon auf die nächste Rüstzeit des Offenen Kreises freuen und gehen bis dahin mit Gottes Segen durch unseren Alltag

 

 

 

 


 

Freizeit 2015 in Donndorf im Kyffhäuserkreis

 

03.05.2015

 

Der Offene Kreis aus Hohndorf im Erzgebirge, eine Gruppe aus Familien und Jugendlichen, der evangelischen Kirche ist über den 1. Mai 2015 zu seiner jährlichen Rüstzeit aufgebrochen.

 

Dieses Jahr ging es in die ländliche Heimvolkshochschule Thüringen (im ehemaligen Kloster in Donndorf im Kyffhäuserkreis).

 

Da wir schon im letzten Jahr in dieser Region waren und ich wieder mit einem absoluten Funkloch für jeglichen Internetzugang gerechnet hatte, war ich sehr positiv überrascht, als ich zum einen KOSTENFREIEN Zugang zum WLAN und zusätzlich auch eine teilweise stabile UMTS Verbindung bekommen habe. (Teilweise braucht man eine externe UMTS/LTE Antenne) Ich möchte diesen Beitrag auch direkt als Empfehlung für dieses Haus schreiben, da wir/Ich voll und ganz zufrieden waren und jederzeit wiederkommen würde.

 

Wir sind am Abend des 30.04. in Donndorf angekommen, was dank der sehr gut ausgebauten Straßen und Beschilderung in der Region überhaupt kein Problem war. Nur die Anfahrt zum Parkplatz hätte, dank eines unglücklich angelegten Regenablaufs, manch tiefer gelegtem Auto Probleme bereitet.

Unser Zimmer war schnell gefunden und, oh Wunder, es hatte sogar einen Balkon, der auf dem Bild sehr gut zu erkennen ist.

 

Bild2-Donndorf  Quelle: klosterdonndorf.de

 

Die Ausstattung der Zimmer war absolut in Ordnung und für eine solche Einrichtung ausreichend. Pro Zimmer 1-3 Betten und jeweils ein Bad mit Dusche. Sogar ein Schreibtisch war vorhanden.

 

Gestartet sind wir dann direkt mit dem Abendbrot, das, wie alle Mahlzeiten, absolut super und auch ausreichend vorhanden war.  Wir wurden direkt von Beate Stöckigt begrüßt, die im Haus angestellt ist und uns mit einer lockeren Art und Weise an den beiden Tagen einige gute Impulse zum Thema “Glaube gibt Kraft” gegeben hat.

 

Da der Arbeitstag an diesem Tag immer noch vielen in den Knochen steckt, gab es am Abend nur ein paar Lieder mit unserem kleinen Lobpreisteam und danach Zeit für Gespräche, Spiele und Ruhe.

 

Das war und ist auch immer einer der Hauptgründe, weshalb sich eigentlich alle Teilnehmer jedes Jahr wieder auf diese kurze Auszeit aus dem Alltag freuen.

Hier verbringen grundverschiedene Menschen 3 Tage miteinander, die sich ansonsten nur selten sehen und treffen. Man kann sich miteinander über Themen der Weltgeschichte und Religion austauschen und bekommt dabei manchen Impuls der evtl. nur unbequem mit der eigenen Meinung zu vereinbaren ist. Das Ganze aber in einer freundlichen Atmosphäre, in der jede Meinung willkommen ist. Besonders die große Alterspanne von ~6 bis ~60 Jahren zeigt schon, dass hier viel Lebenserfahrung vorhanden ist, die aber auch von jüngeren Menschen “auf den aktuellen Stand” gebracht wird, ohne zu kränken.

 

Am folgenden Tag der Arbeit, dem 1.Mai gab es bei dem Autor einige Verwirrung mit dem Frühstück, sodass unser Zimmer 30 Minuten zu zeitig aufgestanden ist. Dank der Sonne auf dem Balkon und der zu erforschenden Klosteranlage war das aber überhaupt kein Problem.

 

Nach dem Frühstück gab es dann direkt die erste Einheit mit Beate Stöckigt und dem Lobpreisteam. Letzteres hat uns zuerst mit 30 Minuten ruhigen und schönen christlichen Liedern richtig ankommen lassen.

 

Unser Rüstzeitlied “Ich folge dir” von Anja Lehmann hat und von da an jeden Tag begleitet. Unsere Referentin hat an diesem Tag über die Kraftquellen unseres Glaubens gesprochen und ist dabei das Thema aus ganz verschiedenen Richtungen angegangen.

 

Bild1-Donndorf  Quelle: klosterdonndorf.de

 

Da ich kein Mensch für Kleingruppen bin, habe ich gegen Ende einen ausgedehnten Spaziergang in die unglaublich schöne Thüringer Natur unternommen. Dabei habe ich wieder festgestellt, dass man für einen Urlaub nicht erst nach Bayern oder an die Nordsee fahren muss. Direkt vor der Haustüre ist es auch sehr ruhig und damit gut zum Entspannen geeignet. So bin ich über Felder, durch Wald und eine gerade blühende Kirschbaum Plantage gelaufen, ohne einen weiteren Menschen zu treffen. Unglaublich!

 

Als Mittagessen gab es an diesem Tag Spaghetti Bolognese und man konnte den Eindruck gewinnen, die Küche hat schon lange nicht mehr für Jugendliche Spaghetti gekocht. Nachschlag war kein Thema, aber die Schüsseln zum Transport waren arg klein.smily

 

Nachmittags konnte man sich dann verschiedenen Gruppen anschließen, die jeweils eine Sehenswürdigkeit der Region besucht haben. Ich habe mich für das Kyffhäuser Denkmal entschieden, welches wir dann auch, nachdem wir den Kyffhäuser einmal umrundet und dann von hinten befahren haben, erreicht haben. Ein Höhepunkt war dabei auch die Kassiererin die mich mit meinen 29 Jahren fragte: ”Verdienen Sie wirklich schon richtiges Geld?”.

 

Das Kyffhäuser Denkmal ist unglaublich eindrucksvoll, wenn man direkt davor steht. Es ist zwar etwas kleiner als unser Völkerschlachtdenkmal in Leipzig, aber dank der Reiterstatue von Wilhelm I, nicht weniger imposant.

Nach dem Abendbrot hieß es dann “Alt gegen Jung” und die jüngere Generation ist zum bunten Abend in verschiedenen Spielen gegen Ihre Eltern angetreten. Gewonnen hat zwar knapp das Team Jung, aber alles andere hätte unsere Eltern auch stark an Ihrer Erziehung zweifeln lassen. Zum Abschluss hat dann ein Tanzlehrer alle zusammen bis lang in die Nacht zum Tanzen und Schwitzen gebracht.

 

Am zweiten Tag, dem 02.Mai 2015, hieß es dann früh, den eigenen Gottesdienst für den folgenden Sonntag zu planen, da wir den in der Klosterkapelle für uns selbst veranstalten wollten. Danach haben wir noch einiges über das Leben von Dietrich Bonhoeffer erfahren, der unheimlich viel Kraft aus seinem Glauben zu Gott gezogen hat, um in der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland auf Seiten des Widerstandes für den Glauben zu kämpfen.

 

Das Programm am Nachmittag dieses Tages bestand aus einem gemeinsamen Ausflug zur Barbarossahöhle im Kyffhäuser. Hier konnten wir sehen, was die Natur für erstaunliche Gesteinsformationen erschaffen kann. Besonders die “Gipslappen” werden uns sicherlich in Erinnerung bleiben.

 

Am Abend wurde die letzte “richtige” Bewohnerin des ursprünglichen Klosters, die Äbtissin Felicitas von Hacke, wieder lebendig und führte uns durch Ihr Leben und den damaligen Klosteralltag. Auf witzige Art und Weise hat unsere Referentin hier durch die Anlage geführt. Besonders die Aussage “Dieser Brunnen muss irgendwann nach meinem Tod hier entstanden sein, wir mussten noch ‘runter in das Tal.”, zeigt sicherlich, wie diese Führung ablief.

 

Am 03. Mai 2015 war die ganze Veranstaltung dann schon wieder vorbei und wir sind nach dem vorbereitetem Gottesdienst und dem Mittagessen alle wieder in unsere jeweilige Heimat nach Leipzig, Hohndorf, Hessen, … gefahren und haben mit großer Sicherheit jeder etwas von der tollen Zeit mitgenommen.

 

Auch bis zur nächsten Rüstzeit 2016 in der Region um Görlitz werden sich viele Leben verändern. Einige werden neue Jobs beginnen, die Schule beenden oder in den Ruhestand gehen. Ich werde heiraten und ansonsten aber meine selbstständige Arbeit fortführen. Gott hat für jeden von uns einen Plan, der  gute bzw. schlechte Zeiten, aber auch Veränderungen beinhaltet. Wir müssen nur Vertrauen haben.

Ich bin mir sicher, dass wir zu Pfingsten 2016 alle wieder zusammen kommen und uns über die Dinge austauschen, die dann geschehen sind.

 

Ich wünsche allen Lesern Gottes Segen und Freude am Leben! Versteckt euch nicht!

 

Stefan

 


 

Rüstzeit des Offenen Kreises vom 6. Bis 9. Juni 2014

 

 

 

Dieses Jahr verbachte der Offene Kreis über Pfingsten eine sehr schöne Rüstzeit in Alterode, einem Ortsteil von Arnstein im Südharz.

Dieser war für alle nicht nur durch fehlendem Handy- und Internetempfang einen Ort der Ruhe und Erholung.

 

Nachdem am Freitag die rund 60 Teilnehmer im Bildungshaus am Harz angekommen waren, konnten alle ein leckeres Abendessen genießen. Anschließend gab es den ersten Themenabend mit unserem Pfarrer Andreas Merkel.

Nach einer kurzen Lobpreiszeit stiegen wir in das Thema der Rüstzeit „Zu mir kannst du kommen, so wie du bist – unser Glaube zwischen Gesetz und Gnade“ ein. Es ging am ersten Abend vor allem und Zwänge und Ängste der verschiedenen Generationen, die auf unserer Rüstzeit vertreten waren.

 

Am Samstagvormittag, nach dem Frühstück, ging es thematisch weiter mit dem Weltgericht, wie es in der Offenbarung beschrieben wird. In Gruppen diskutierten wir unter anderem darüber, was man tun muss, um Gott näher zu kommen. Nachmittags stand ein Ausflug nach Quedlinburg auf dem Programm. Dort konnten wir an einer interessanten Stadtrundfahrt mit einer kleinen „Bimmelbahn“ teilnehmen.

Da das Wetter am Samstag, wie auch an den anderen Tagen, sommerlich heiß war, nutzen viele die Zeit, um ein Eis zu essen und sich die Stadt weiter anzuschauen. Mit einigen Spielen und gemütlichem Beisammensein ließen wir den Samstag ausklingen.

 

Am Sonntag besuchten wir eine Nachbargemeinde, um dort gemeinsam Gottesdienst zu feiern.

Der Sonntagnachmittag stand zur freien Verfügung. Einige von uns nutzten das schöne Wetter im Freibad, relaxten im Liegestuhl oder erkundeten die schöne Umgebung. Abends haben wir in unserem Rüstzeitheim gegrillt und im Anschluss gemeinsam am Lagerfeuer gesessen und gesungen. Am letzten Tag gab es noch einmal aufbauende Worte zum Thema „Gottes Gesetze und die Freiheit, zu der uns Christus befreit hat“ mit abschließendem Agape-Mahl. Nach dem Mittag und einer gemeinsamen Abschlussrunde traten alle den Heimweg an.

 

Wie jedes Jahr bot die Rüstzeit eine sehr schöne Gelegenheit, sich auszutauschen, miteinander Zeit zu verbringen und Gottes Wort zu hören.

 

Rebecca Seefeld

 

 

 

 


 

 

 

 

 

Familiengottesdienst zum Ostersonntag 2013

 

 

Da war es wieder, dieses unruhige Getöse, allen wollen noch irgend etwas von allen, die Kinder wuseln aufgeregt hin und her, die Techniker basteln noch am guten Ton,

die Musiker wollen noch einmal „in Ruhe“ proben, der Diakon hat den Kopf voller Dinge und muss noch einmal schnell etwas kopieren......

 

Da sind Menschen in der Sakristei, die die Hände zur Gebetsgemeinschaft falten. Eine Wohltat! Und ich merke wie der Frieden Gottes in die Kirche zum Gottesdienst einzieht. Ich lasse mich noch einmal segnen und spüre, wie nah mir Gott ist.

 

Dann geht es los. Natürlich begrüßen wir uns mit dem alten Ostergruß: „Der Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden! Halleluja!“

Damit ist eigentlich alles klar uns jeder weiß, warum wir hier in der Kirche sind.

 

Am Anfang singen die Kinder des Kindergartens „Saatkorn“ zwei Osterlieder mit der Gemeinde. Danke! Das habt ihr ganz klasse gemacht. Und dann?

 

Nun, ich muss gestehen das Thema des Ostergottesdienstes wirkte nicht gerade einladend: „Das Ostergericht“ Wir wollen doch feiern und nicht im Gerichtssaal sitzen! Ach so, sie meinen es geht um den Osterbraten. Nein, da muss ich sie enttäuschen. Es kommt wirklich zu einer Gerichtsverhandlung: Ein Richter aus der Gegenwart, soll das Geschehen der Auferstehung aufklären. Dazu holt er sich Personen aus der Vergangenheit, die die Auferstehung erlebt haben oder einfach näher am Geschehen waren.

 

Die Hauptperson ist Maria Magdalena die aus dem kleinen Dorf Magdala in der Nähe von Tiberias am See Genezareth stammt. Von ihr hatte Jesus sieben böse Geister ausgetrieben und sie hat die Auferstehung aus nächster Nähe erfahren. Der Richter will ihr nachweisen, dass sie hysterisch gewesen sei. Da muss sie ihm erzählen, was sie mit Jesus erlebt hat. Zum Schluss wird ein Jugendlicher aus der Gegenwart befragt, für den die Auferstehung selbstverständlich ist.

 

„Das lernt man doch in der Christenlehre und von den Eltern.“  Der Richter ist sich unschlüssig und kommt zu dem Fazit: „Obgleich wir manches rührendes Zeugnis gehört haben, denke ich doch, dass mit hundertprozentiger Sicherheit es niemand feststellen kann, dass Jesus von Nazareth tatsächlich auferstanden ist.“

Da drehen sich alle von ihm Verhörten noch einmal zu ihm um und sagen es ihm ganz deutlich: „Der Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden! Halleluja!“

 

Dann  hören wir Musik:; „Für Elise“ in dem Fall vielleicht eher für Maria Magdalena.

 

Ach ja, Gott hat noch einmal Glück gehabt. Er hat nachgelegt, denn diesmal sind es nicht die Männer die im Vordergrund stehen also  Adam, Abraham, Mose, Jesus sowieso und Paulus um nur einige zu nennen. Nein diesmal sind es die Frauen, die die alles entscheidende Entdeckung machen. Maria, Salome und Maria Magdalena. Sie kommen als erste zum leeren Grab und erfahren die Auferstehungsbotschaft. Maria Magdalena erlebt das ganze katastrophale Ende mit, sie ist bei der Kreuzigung dabei, beobachtet, wie Jesus ins Grab gelegt wird und sie gehört – wie schon gesagt - zu den ersten, die nach der Sabbatruhe zum leeren Grab kommen. Und dann ist Jesus auch noch weg, wahrscheinlich geklaut!

 

Also wenn man so etwas Unerwartetes durchmacht, da kann es einem schon übel werden. Oder ich sage es anders: Da hast du einen Kloß im Hals und dir schmeckt kein Essen mehr. Du bist zu nichts mehr fähig zu nichts mehr zu gebrauchen. Du bist völlig verzweifelt. Da kommst du an eine Stelle wo der Weg scheinbar nicht mehr weitergeht. Du hast kein Ziel mehr. Alls ist aus.

Aber Jesus hängt am Kreuz und sagt nicht „Alles ist aus!“ sondern er sagt “Es ist vollbracht!“ Und das bedeutet, dass eben nicht alles aus ist sondern dass es weitergeht, dass der Tod eben nicht das Letzte ist sondern, dass es ein Leben danach gibt.

 

Das erfährt auch Maria Magdalena als sie am leeren Grab steht und weint. Da steht plötzlich ein Mann hinter ihr der sie anspricht: Vers 15: „Frau, was weinst du? Wen suchst du?“ Und da bricht es aus ihr heraus und sie fragt ihn in ihrer Verzweiflung: „Herr, hast du ihn weggetragen, so sage mir wo du ihn hingelegt hast, dann will ich ihn holen! Sie meint es sei der Gärtner, der vielleicht alles aufgeräumt hat.

 

Und da passiert in dieser Geschichte eine einzigartige Wende: Der Gärtner spricht sie an und sagt nur ein Wort. Und das verändert die ganze Weltgeschichte.

Jesus sagt zu ihr „Maria“ und als sie das hört weiß sie: Das ist wirklich Jesus. Und sie antwortet ihm und sagt „Meister!“ Und nun versteht sie wirklich, warum das Grab leer ist: Jesus ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden.

 

Jesus sagt nicht nur “Maria“ sondern er spricht jeden Einzelnen von uns an. Und so verändert er unser Leben. Er stellt alles auf den Kopf. Und eins ist sicher: Mit allem was er uns zumutet, will er immer noch das Beste für uns, auch wenn wir es manchmal nicht verstehen. Und deshalb können auch wir ihm - wie Maria Magdalena -  antworten: „Meister!“.

 

Jesus eröffnet uns eine großartige Möglichkeit. Wir können all unsere Lasten unter dem Kreuz ablegen. Wir können ihm alles bringen, was unser Leben schwer macht. Und dann ruft Jesus „Es ist vollbracht!“ Und das bedeutet.: Jesus hat all unsere Lasten mit ans Kreuz genommen. Er hat sie getilgt. Er hat sie für uns unerreichbar gemacht. Und der Auferstandene ruft uns. Er will auch dein Retter sein. Er will auch dein Heiland sein. Er steht mit offenen Armen da und will auch dich in seine Arme schliessen. Und da kannst du die Osterfreude spüren.

 

Ja ich weiß: Jetzt wird der Text langsam zu lang, aber es war wichtig, diese Osterbotschaft noch einmal  ins Gedächtnis zu rufen. Der Gottesdienst schloss mit vielen Ansagen und Musik und die Kinder rutschten schon aufgeregt auf ihren Bänken hin und her, denn draußen vor der Kirche war inzwischen der Osterhase vorbei gehoppelt und hatte einige Überraschungseier fallen lassen. Alles in allem war es ein Gottesdienst, in dem wir spüren konnten, dass Gott uns ganz nahe ist.

 

Ein herzliches Dankeschön all denen die den Gottesdienst mit ausgestaltet haben mit Musik, Liedern Anspiel und Gebet. Vor allem aber wollen wir Gott für diesen schönen und abwechslungsreichen Gottesdienst danken (auch wenn er ein kleines bisschen zu lang war) und Ihm allein die Ehre geben!

 

 

Lutz Riedel, Diakon

 


 

 

 

Verabschiedung von Pfarrer Holger Bartsch am 15.07.12

 

Gott segne dich, behüte dich, erfülle dich mit Geist und Licht.

Gott segne dich! Erhebe dich und fürchte nichts,

denn du lebst vor seinem Angesicht, Gott segne dich.

 

Ich wünsch dir Gottes Segen, entfalte alles, was du in dir spürst.

Wag neue Wege, probier dich einfach immer wieder aus,

lass dich nicht verbiegen, lebe mutig, offen, geradeaus.

Ich wünsch dir diesen Segen.      Martin Pepper

 

Es war ein bewegender Moment, als im Verabschiedungsgottesdienst von Pfarrer Bartsch dieses Lied erklang. Alle Generationen Lobpreismusiker und -sänger unserer Hohndorfer Kirchgemeinde hatten sich zusammengefunden, um Holger Bartsch und seiner Familie diese Segenswünsche mit auf den Weg zu geben. Und die Gottesdienstbesucher klinkten sich mit ein.

 

Viele waren gekommen. Eine festliche Spannung machte sich breit. Dankbarer Rückblick auf das intensive, segensreiche Wirken von Pfarrrerehepaar Bartsch, die beeindruckende Vielfalt der gewachsenen Gemeinde und Werke und ein Stück Hinüberbegleiten in die neue Aufgabe lösten sich in diesem Lied auf. Weil Gottes Führung und SEIN Segen über uns stehen, wurde die Verabschiedung zu einer Abschiedsfeier!

 

Ein Gottesdienst, eigentlich wie immer und doch ganz anders. Festlicher Einzug mit Orgelmusik, Aussegnung durch Superintendenten Johannes Jenischen und das Pfarrerkollegium sowie eine besondere Ausgestaltung durch die Bläser und Liedbeiträge von Kindergottesdienst, Junge Gemeinde, Projektchor und Lobpreisteam mit guten Wünschen und Geschenken.

 

Danach ging der Gottesdienst in eine Grußstunde über. Sie wurde von Mitgliedern des Kirchenvorstandes moderiert und begann mit der Laudatio des KV.

Eine Fotoshow unterlegte die Würdigung mit vielen bildhaften Eindrücken. In lockerer Atmosphäre - repräsentativ, aber aus Zeitgründen lange nicht vollständig-  kamen anschließend Gemeindekreise, Dienstgemeinschaften und Werke mit ihren Beiträgen über die gemeinsame Zeit zu Wort. Viele originelle Abschiedsgeschenke - bezogen auf den alten und neuen Lebensabschnitt von Pfarrer Bartsch und Familie - wurden überreicht. Zwischendurch gab es ein gemeinsames Kaffeetrinken mit Filmbeiträgen.

 

Das letzte Wort hatte Pfarrer Bartsch. Er bedankte sich für die Abschiedsfeier und alle Zusammenarbeit, hob seine Zeit als Hohndorfer Gemeindepfarrer als auch für ihn und seine Familie bedeutsam hervor und stellte sie, wo notwendig unter die Vergebung durch das Blut Jesu Christi.

 

Am 31.08.12 wird Pfarrer Bartsch seinen Dienst in Hohndorf beenden. Seine Einführung als Jugendfparrer in Chemnitz erfolgt am 02.09.12, 18.00 Uhr in der Johanniskirche. Wir als Kirchenvorstand erhielten dazu eine herzliche Einladung, die wir gern weitergeben möchten.

 

 


 

Einweihung der Friedhofshalle
 
Am 20.11.11 konnte unsere Friedhofshalle feierlich eingeweiht werden und ihrer Bestimmung übergeben werden!
 
 
 
An diesem "Ewigkeitssonntag" war die neue Friedhofshalle zur Besichtigung geöffnet. Viele Hohndorfer aber auch Gäste nutzten diesen Tag, nicht nur um die Gräber der Verstorbenen aufzusuchen, sondern auch um die neue Friedhofshalle zu betrachten.
 
 
Die Friedhofshalle ist gut geworden, so die Meinung der Gäste!
Die Festredner, Pfr.H. Bartsch, sein katholischer Kollege Kutschke und Bürgermeister M.Groschwitz bedankten sich u.a. bei den Handwerkern, den Sponsoren , dem Gemeinderat und dem Kirchenvorstand sowie den Architekten und Projektanten für das gute Miteinander und das Gelingen!
 
Großer Dank gilt auch unserem Gott, der das ermöglichte! Musikalische Umrahmung, biblische Worte, Gebet und der Segen rundeten die Einweihung ab!
 
Im Anschluss wurden die Besucher zu einem Imbiss und guten Gesprächen eingeladen! Mögen die noch folgenden Bauarbeiten am Gebäude und am Grundstück des "Friedhofmeisterhauses" auch so gut gelingen!
 
 
 

31.Januar 2009 (?)

 

Menora in der Lutherkirche feierlich geweiht

 

 

Juden und Christen werden von der gleichen Wurzel getragen

 

 

 

Von Frank Walenszus

 

Hohndorf. Ein siebenarmiger Leuchter, die Menora, steht seit dem 31. Januar in der Lutherkirche Hohndorf. Dem vorausgegangen waren eine intensive Arbeit in der Gemeinde und die Aufarbeitung der Vergangenheit. Hieraus wurde der Gedanke geboren eine große handgeschmiedete Menora als ein Symbol der Verbundenheit mit Israel anfertigen zu lassen und im Altarraum aufzustellen. Im Handwerksbetrieb von Werner Ludwig in Kolkwitz bei Crimmitschau wurde sie gefertigt. Mit einem feierlichen Gottesdienst wurde die Menora geweiht. Geleitet wurde der Gottesdienst vom Superintendent Peter Heß, Glauchau. Die Predigt hielt Pfarrer Winfried Amelung, Chemnitz. Roman Rinberg von der Messianischen Jüdischen Gemeinde Neuer Wein Chemnitz sprach über die Bedeutung, die der siebenarmigen Leuchte für das jüdische Volk hat.

 

 

Pfarrer Amelung bekannte in seiner Predigt, noch vor 40 Jahren keine Sicht auf Israel gehabt zu haben. Doch als er Gelegenheit hatte, das Heilige Land zu besuchen öffnete ihm Gott die Augen. Er habe sich, so der jetzt fast 76-Jahrige, an manchem Tag gefühlt als sei er frisch verliebt. An die Gemeinde wendend, sagte er: „Ihr habt euch mit eurer Vergangenheit beschäftigt. Das ist nicht selbstverständlich.“ Die Neubesinnung auf die ursächlichen Wurzeln sei eine Umkehr, denn die Menschen lebten heute in einer Zeit fast ohne Orientierung. Israel bleibe der Augapfel Gottes. Wer dieses Volk antaste, legt sich mit dem einzigen wahren lebendigen Gott an, der Israel als sein Volk auserwählt habe.

 

Amelung verwies darauf, dass  die Welt mit Riesenschritten ihrer Endzeit entgegen gehe. „Jesus Christus unser Herr kommt“, sagte er. „Wir wissen nur nicht wann das sein wird.“ Auf die jüngste Vergangenheit des Kommunismus weisend, sagte der Prediger: „Wer Klassenkampf säht, wird keine Freundschaft zwischen den Völkern ernten.“ Den wuchernden Turbokapitalismus werde Gott richten.

 

 

Mahnend sagte Amelung, „wir haben keine Berufung Israel etwas über den Messias zu erzählen. Der Holocaust hat uns sprachlos gemacht. Es ist für mich das größte Wunder, Juden und Christen werden zusammengehen und am Ende der Tage den Willen Gottes erfüllen.

Israel müsse sich jedoch den Hass der Völker erwehren. Es sei von islamischen Ländern umringt, die die Hand nach dem Heiligen Land ausstreckten. Der Predige erinnerte an den Propheten Sacharja 12,2-4 in der Bibel: „Siehe, ich mache Jerusalem zu einer Taumelschale1 für alle Völker ringsum. Und auch über Juda: Es wird in Bedrängnis geraten zusammen mit Jerusalem2. 3 Und es wird geschehen an jenem Tag, da mache ich Jerusalem zu einem Stemmstein3 für alle Völker; alle, die ihn hochstemmen4 wollen, werden sich wund reißen. Und alle Nationen der Erde werden sich gegen es versammeln. 4 An jenem Tag, spricht der HERR5, schlage ich alle Pferde mit Scheuwerden und ihre Reiter mit Wahnsinn.“

 

 

Der Redner verwies dabei auch auf die UNO, die gegen das Heilige Land Beschlüsse gefaßt haben. Realität sei, daß in den islamischen Länder Millionen Christen verfolgt, geschändet und verbrannt werden. „Selbst in unserem noch sicheren Land, gehen Atheisten rigoros gegen Christen vor. Die Menschen werden mit Nachrichten ohne Inhalt manipuliert. Wir können jedoch aus der Zuversicht des jüdischen Volkes lernen, nicht unsere Stärke ist es, die letztlich zum Sieg führt, sondern weil Gott uns führt.“

 

 

 

Roman Rinberg von der Jüdischen messianischen Gemeinde Chemnitz, sagte, daß es nicht alltäglich sei, dass Christen in ihrer Kirche eine Menora, den ewigen Leuchter des Herrn, weihen. Gott selbst habe im 2. Buch Mose die Anweisungen für die Anfertigung eines solchen Leuchters gegeben. Die sieben Leuchten seien die Augen Gottes, die auf die Welt gerichtet seien. Vor ihnen bliebe nichts verborgen. „Nun liegt es an der Gemeinde, wie weit das Licht des Herrn hineindringen kann. Die Menora steht für die Gemeinde wie es im 1. Kapitel der Offenbarung beschrieben wird. Sie ist kein Schmuckgegenstand, sondern ein sichtbares Zeichen der Veränderung der Sichtweisen der Gemeinde auf das jüdische Volk.“ Diese Veränderung sollte jeden ergreifen, so Roman Rinberg. „Der Herr möge euch weiter führen.“


Losung für 22.06.2017

Wenn du nun isst und satt wirst, so hüte dich, dass du nicht den HERRN vergisst.