Lebensverändernde (Gottes)beziehungen durch Umkehr
Auf die richtigen Beziehungen kommt es an, das ist sicher jedem klar. Sie bestimmen unser Leben - das persönliche und auch das in unserer Gemeinde. Dabei kommt niemand an seiner Gottesbeziehung vorbei.
Gott, unser Schöpfer hat uns nach seinem Bilde geschaffen und nimmt uns als Partner ernst. Er hat uns große Verantwortung übertragen, unser Denken und Tun hat weitreichende Folgen. Deshalb findet der Apostel Paulus ernste Worte: „Irrt euch nicht, Gott lässt sich nicht verspotten! Denn was ein Mensch sät, das wird er auch ernten“ (Galaterbrief 6,7). Gleich am Anfang des Neuen Testamentes mahnt Johannes, der Täufer in Vorbereitung auf das Kommen Jesu: „Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen“ (Matthäus 3,2).
Oft werden uns dunkle Gedanken und das daraus folgende Tun bzw. Unterlassen zum Verhängnis. Sie wirken zerstörend und trennen uns von Gott. In seiner Liebe hat Gott uns durch Jesus Christus einen Weg zur Umkehr (Buße) geschaffen.
Dabei ist biblisch verstandene Buße nicht mit dem ständigen Gefühl der Minderwertigkeit, des „Büßenmüssens“ bzw. der Verdammnis zu verwechseln, sondern eine Tür zu neuer Freude, Freiheit und Spiritualität. Die Buße ist ein tiefgreifender Reinigungsprozess, der einen Sinneswandel und ein verändertes Herz mit sich bringt. Es entwickeln sich neue, positive Denk- und Herzenshaltungen.
Aufrichtige Buße bedeutet Betroffenheit, Bekenntnis und Neubesinnung. Im Licht der Liebe und Wahrheit Jesu werden Haltungen und Taten erkannt und bekannt, die gegen Gottes Gebote verstoßen haben und uns von ihm trennen (Sünde). Das geschieht im sogenannten Beichtgebet. Dabei entsteht eine Betroffenheit bzw. Reue über das Geschehene, die in die Bitte um Vergebung mündet. Jesus Christus vergibt uns unsere Sünde, denn ER hat mit seinem Tod am Kreuz das Lösegeld für uns bezahlt. So werden wir von den zerstörerischen Folgen unseres Denkens und Handelns freigesprochen (erlöst). Eine neue, vertiefte Gottesbeziehung entsteht, in der Heilung und Wiederherstellung geschehen - göttliches, ewiges Leben kann durchbrechen. Das hat auch gravierende Auswirkungen auf die Beziehungen untereinander.
Diese faszinierenden Prozesse haben wir seit 2008 verstärkt in unserer Gemeinde erlebt. Im Suchen nach Gottes Nähe und seinem Handeln entstanden dabei mehrere Beichtgebete, die wir hiermit vorstellen. Bei ihrer Einführung wurden sie meist in Vorbereitung auf das Heilige Abendmahl gesprochen, in dem wir dann die besondere Gegenwart und Gnade unseres Herrn Jesus Christus erfahren durften. Dank sei Gott und Ehre!
Da wir in einer gottesfernen (sündigen) Welt leben, darf Buße keine einmalige Sache sein, sondern ein in regelmäßigen Abständen zu wiederholendes Reinigungsgeschehen. Martin Luther sagte: „Ein Christenmensch ist ein bußfertiger Mensch in seinem ganzen Leben“ oder „Der alte Adam muss täglich ersäuft werden“.
Die vorgestellten Beichtgebete sollen dazu Ermutigung und Anregung sein.

