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Gedanken zum Monatsspruch Oktober 2017

 

Es wird Freude sein vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut.     Lukas 15,10

 

Haben Sie schon einmal etwas verloren?  Vermutlich waren Sie darüber  traurig. Egal ob wir einen Menschen oder einen Gegenstand vermissen, es tut weh.

 

Gott hat auch etwas verloren, nämlich die vielen Menschen, die nichts mit ihm zu tun haben wollen. Darüber ist er sehr traurig.

 

Gott hat alle Menschen ausgedacht und jeden einzelnen als Original geschaffen. Darum gehören wir ihm. Die Bibel sagt, dass Gott jeden Menschen liebt, wie ein guter Vater sein Kind. Darum möchte er mit uns eine gute Beziehung haben. Er möchte uns Gutes tun, uns helfen und raten.

In einer Menschen-Familie gibt es Regeln für das Zusammenleben. In der Gottes-Familie heißen diese Regeln „Die 10 Gebote“. Sie sollen uns helfen, gut mit einander umzugehen, gut und in einem geschützten Raum zu leben.

Dann kam der Böse und flüsterte dem Menschen, wie damals die Schlange der Eva, ins Ohr: Willst du wirklich immer die Wahrheit sagen? Willst du nie einfach etwas mitnehmen, weil es gerade so rumliegt? Willst du wirklich nie nach der Frau oder dem Mann eines anderen Menschen schielen? Willst du dein Leben nicht lieber nach deinen Maßstäben gestalten, statt nach Gottes Geboten?

 

Wie leicht stehen wir in der Gefahr solchen Einflüsterungen nachzugeben?

Wie schnell nehmen wir uns wichtiger als den Heiligen Gott?

 

Wenn wir gegen Gott rebellieren, also nur nach unserem Willen leben und nicht nach Gottes Willen fragen, diktiert uns der Böse seine Regeln auf.  Die Bibel nennt das „Sünde“. Darüber ist Gott sehr traurig. Er möchte, dass es uns gut geht in seiner Nähe, in einer vertrauensvollen Beziehung mit ihm. Darum sucht er nach uns, wie man etwas Verlorenes sucht. Er ruft und lockt uns auf verschiedene Weise zurück zu sich. Und wir dürfen zu ihm zurückkommen. Er wartet voller Sehnsucht auf uns wie ein guter Vater.

 

Wenn Sie etwas Verlorenes wiedergefunden haben, ist die Freude groß. Wenn die Beziehung zwischen Menschen wieder in Ordnung ist, gibt es vielleicht sogar ein Versöhnungsfest. So groß ist die Freude über den gemeinsamen Neuanfang.

 

 

Jesus erklärt: „ Ich sage euch: Genauso werden die Gottesengel voller Freude feiern wegen eines einzigen Menschen, der gegen Gottes Willen gelebt hat und sich dann zu Gott hinwendet.“        (Lk. 15,10 „Das Buch“ – Übersetzung von Roland Werner)

 

 

Annedore Lau


 

Gedanken zum Monatsspruch September 2017

 

Und siehe, es sind Letzte, die werden die Ersten sein, und sind Erste, die werden die letzten sein. Lukas 13, 30

 

 

Diese Worte aus dem Gleichnis von der engen und von der verschlossenen Tür sind eine erfreuliche Aussicht  für alle, die sich als Letzte, als „Zukurzgekommene“, als von der Gesellschaft  Abgeschnittene fühlen. Ihnen, die sich eigentlich darin sicher sind, dass sie niemals gleichberechtigt teilhaben können an Einkommen, Wohlstand, Bildung, ihnen wird gesagt: irgendwann werdet ihr die Ersten sein. Jesus bestimmt nicht die Zeit, er geht aber zumindest von einem aus: nichts auf dieser Erde ist für immer und ewig festgelegt.

 

Dieser Letzte kann zu den ersten gehören – er muss sein Leben nicht aufgeben, nicht wegwerfen, aber er ist aufgerufen, sich am Ringen um den richtigen Weg zu beteiligen.

Nun gilt aber auch das Umgekehrte: Und sind Erste, die werden die Letzten sein.

 

Manch einer, der jetzt an den Schalthebeln der Gesellschaft sitzt, oder sich oben wähnt und meint, auf die anderen nicht achten zu müssen, soll sich darüber im Klaren sein, dass er schnell unten sein kann und seine Existenz sich in Unkenntlichkeit auflöst.

Bei allem Zuspruch, den wir von Jesus erfahren – er entlastet uns nicht davon uns zu entscheiden, Ja und Nein zu sagen, über richtig und falsch zu urteilen. Jedoch sollen wir dies nicht aus der Position des Selbstgerechten oder des Zuschauers tun. Wir sind immer Beteiligte. Darum ist die mehr theoretische Frage des Mannes am Anfang des Gleichnisses eigentlich müßig: Herr, meinst du, dass nur wenige selig (gerettet) werden? Sie nutzt ihm genauso wenig wie eine Antwort Jesu im Sinne von Ja oder Nein.

 

Darum macht Jesus den Mann sofort zum Akteur des Geschehens:
Ringt darum, dass ihr durch die enge Pforte hineingeht.
Kümmere dich nicht um das, was die anderen tun oder lassen. Achte darauf wie du lebst und wirkst.

Ich verstehe die Rede Jesu so: Ringt um einen angemessenen Weg, den ihr selbst gehen wollt. Verschwendet keine unnötigen Energien darauf zu erkunden, ob ihr nun zu einem auserwählten Kreis gehört. Wer nur darauf starrt, alles richtig zu machen, und sich darum nur für die Fehler der anderen interessiert, wer sich nur im Blick auf die Letzten als Erster definieren kann, der wird sich draußen vor der Tür wiederfinden – und er wird durch den Spalt all die am Tisch des sitzen sehen, die er unten und draußen wähnte: Menschen aus Ost und West, Nord und Süd. Es ist erstaunlich, wie Jesus plötzlich von der engen Pforte ausgehend den Blick weitet auf die ganze Welt. Das möchte uns vor einem Missverständnis bewahren: Jesus plädiert hier nicht für den kleinen Kreis der Auserwählten, sondern er globalisiert ganz bewusst seine Botschaft. Ich habe den Eindruck: drinnen, am Tisch des Herrn, ist die ganze Welt versammelt.


Wenn wir die Geschichte so verstehen, dann geht es doch darum, dass wir den Gottesdienst, auch die Feier des Abendmahls nicht als religiöses Muss ansehen, sondern als die Chance wahrnehmen, durch den Türspalt, durch Brot und Wein einen Blick in die neue Welt Gottes zu werfen – in die Welt, in der aus den Wenigen ganz Viele werden und in der die anderen aus Ost und West, Nord und Süd genauso geachtet werden, wie wir es für uns selbst ersehnen.

 

Sylvia Heiland

 


 

 

 

Gedanken zum Monatsspruch Juli 2017

 

Ich bete darum, dass eure Liebe immer noch reicher werde an

Erkenntnis und aller Erfahrung.   Philipper 1,9

 

 

 

Liebe Gemeindeglieder!

Was ist das Wichtigste im Leben? Diese Frage stellen wir uns nicht nur zu Geburtstagen und Jubiläen. Was hält und trägt uns über alle Tage hin? Womit können wir leben und sterben?

Die ganze Bibel und dann noch verstärkt die Verkündigung von Jesus weist uns auf die Liebe: auf die Liebe zu Gott und die Liebe zu unseren Mitmenschen. Und wenn Jesus im Doppelgebot der Liebe betont, dass das ganze Gesetz und die Propheten in dem Liebesgebot gebündelt sind, wird das umso deutlicher.

 „Die Liebe“ – das sagt sich so einfach daher. Scheinbar ist die Liebe gerade unter Christenmenschen selbstverständlich. Von manchen wird das Christentum auch als die „Liebesreligion“ bezeichnet. Doch aus unserem Alltag wissen wir, wie hartherzig und lieblos wir manchmal miteinander umgehen: lieblos mit unserem Nächsten (der uns gerade nicht passt), lieblos mit uns selbst und unserem Körper und Geist (den wir oft als mangelhaft erfahren), lieblos auch im Blick auf Gott (den wir entweder anklagen oder besserwisserisch Vorschriften machen wollen, was er denn zu tun und zu lassen hätte, statt ihm zu vertrauen)…

Im Monatsspruch für Juli schreibt der Apostel Paulus den Christen in Philippi, dass er für sie betet, damit ihre Liebe noch größer wird. „Reicher an Erkenntnis und aller Erfahrung“.

Paulus selbst sitzt wegen seines Glaubens im Gefängnis – aber er denkt an seine Gemeinde und betet für sie. Er bittet Gott um das Wichtigste: er bittet Gott darum, dass die Liebe der Philipper immer stärker wird, damit sie das Beste für ihr Leben erkennen und so leben, dass ihr Leben vor Gott Bestand hat.

Auch wir können uns immer wieder darum bemühen, dass Gottes Liebe in uns mächtig wird und wir zur Liebe fähig werden: zur Liebe zu Gott, zur Liebe zu unseren Nächsten und zur Liebe zu uns selbst. Das Gebet füreinander ist dazu der erste Liebes-Schritt.

Ich wünsche uns allen, dass Gottes Liebe in uns Raum gewinnt und wir aus seiner Liebe heraus leben und Liebes-fähig werden. Liebes-würdig sind wir schon.

 

Ihr/euer Pfarrer Andreas Merkel

Gedanken zum Monatsspruch Juni 2017

 

 

Monatsspruch: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.       Apg. 5,29

 
 

Liebe Gemeindeglieder!

Ein Schlager-Oldie aus den 1960er Jahren besang es deutlich: „Meine Mutter, die sagt immer: ‚Du hast Bohnen in den Ohr‘n‘“. Bohnen in den Ohren haben – oder die Ohren auf Durchgang schalten. Das ist eine weit verbreitete Masche, um die Worte meines Gegenübers zu ignorieren.

Schon von frühesten Kindertagen werden wir dazu erzogen, auf andere zu hören und zu gehorchen: unseren Eltern, unseren Lehrern, unseren Vorgesetzten…

Gehorsam ist (besonders bei uns Deutschen) ein großer Wert. Und dennoch rebellieren nicht nur Kinder dagegen. Unterschiedlichste Gründe sprechen gegen den Gehorsam: Faulheit, Trägheit, Egoismus, die Unsinnigkeit des Befohlenen, andere Interessen…

 

Im Monatsspruch hören wir davon, dass wir Gott mehr gehorchen sollen als den Menschen. Das ist eine klare Gewissensentscheidung: auf wen höre ich, von wem lasse ich mir etwas sagen?

In der Apostelgeschichte wird davon erzählt, dass die Apostel von den Obersten in Israel Redeverbot hatten und nicht von dem auferstandenen Jesus predigen sollten. Und doch taten sie es voller Freude. Nun mussten sie sich vor dem Hohen Rat verantworten und Petrus sprach diesen bekannten Satz: „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.“

 

Wenn ich heute Gott wirklich gehorchen will, muss ich erst einmal auf ihn hören. Dann kann und darf ich nicht meine Ohren für sein Wort verstopfen und auf Durchgang schalten. Vielmehr muss ich mir Mühe geben, sein Wort aufzunehmen und danach zu leben. Das fällt manchmal schwer – gerade in Situationen, in denen ich selbst etwas ganz anderes will oder andere Menschen von mir etwas verlangen.  Und dennoch wird mir diese Entscheidung – auf Gott zu hören – letztendlich Segen bringen, weil ich dadurch Leben gewinne, was Bestand hat.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen gutes Hören und Befolgen des Wortes Gottes.                                                       

 

Ihr/euer Pfarrer Andreas Merkel

 
 

 

 

 

 

Gedanken zum Monatsspruch Mai 2017

 

 

Monatsspruch:Eure Rede sei allezeit freundlich und mit Salz gewürzt.       Kolosser 4, 6

 

 

 

 

Haben Sie schon mal Brot gegessen, bei dem der Bäcker das Salz vergessen hat? Das ist mir vor vielen Jahren mal passiert. Es schmeckt furchtbar!

Wie Stroh. Dabei hat das normale Mischbrot nur einen geringen Salzgehalt, pro 100g Brot sollen es nur ca 1,7 g Salz sein. Mehr ist schädlich, weniger schmeckt nicht.

 

 

Was also will Paulus den Christen in Kolossäa sagen?

 

1.   Seid freundlich, in dem was ihr sagt. Wir Christen haben allen Grund, den Menschen in unserer Umgebung in Freundlichkeit zu begegnen, denn Gott ist uns in Jesus entgegen gekommen. ER hat uns Wert geachtet und liebt uns, obwohl wir das nicht immer rechtfertigen. Also haben auch die Menschen um uns einen Anspruch, von Gottes Freundlichkeit zu erfahren.

 

2.    Tut das nicht in heuchlerischer Art und Weise. Wir brauchen uns nicht irgendwo oder bei irgendjemanden einkratzen oder einschleimen. Wenn Kritik nötig ist, soll sie ruhig auch gesagt werden, aber mit einer „Prise“ Salz, nicht mit einem Sack voll Pfeffer! Denn was an Salz fehlen kann, und das Gericht unappetitlich macht, kann auch eine Handvoll Salz verderben.

 

Eigentlich geht es im Textzusammenhang darum, wie wir mit Nichtchristen umgehen, mit ihnen reden sollen. Sie sollen klar erkennen, dass wir zu Jesus gehören, und einen Standpunkt haben, der von IHM geprägt ist. Klarheit und Werte sind in unserer heutigen Zeit und Welt ein rares Gut, versuchen wir immer wieder etwas davon an unsere Mitmenschen weiter zu geben.

 

Ich wünsche uns allen dazu Mut und Gottes Geist.

 

Amen

 

Ihr / Euer Andreas Planitzer

 

 


 

 

 

 

 

Gedanken zum Monatsspruch April 2017

 

 

Monatsspruch: Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, er ist auferstanden.

Lukas 24,5-6

 

 

Am frühen Morgen waren sie aufgebrochen, die Frauen, die den Leichnam des Gekreuzigten einbalsamieren wollten. Doch sie fanden das Felsengrab leer vor. Nun standen sie ratlos da. Auf einmal sind da zwei Männer bei ihnen. Sie haben glänzende Gewänder an. Die Frauen neigen voller Ehrfurcht den Blick nach unten. Sie hören etwas aus dem Mund eines der Männer. Was sie den Lebenden bei den Toten suchten? Der Gekreuzigte ist nicht mehr hier, denn er ist auferstanden.

 

Ein Irrtum, eine Verwechslung? Die Frauen gehen aus der Grabhöhle und machen das Geschehen anderen kund. Es kommt ihnen wie ein Märchen vor. Können sie glauben, dass Jesus auferstanden ist? Jesus hatte davon gesprochen, ja, sie können sich erinnern. Sollte das wahr sein?

 

Liebe Leserin, lieber Leser, an dieser Stelle frage ich dich und mich: Wie wäre es dir oder mir gegangen, wenn wir damals dabei gewesen wäre? Mir säße sicher noch der Schrecken im Nacken von den Ereignissen des vorgestrigen Tages. Mein Glauben wäre auf den Nullpunkt abgesunken und ich würde alles glauben, nur nicht, dass dieses Wunder geschehen sein sollte. Nach allen Erfahrungen, die einem das Leben so bereitet hat! Da wäre eine natürliche Erklärung noch die einleuchtendste: Man hat den Leichnam gestohlen, um das schlimme Ende des Lebens Jesu nachträglich zu kaschieren. Oder die Römer haben sich den Leichnam geholt und verschwinden lassen, aus Vorsicht, dass sich kein Aufstand zusammenbraut. Alles käme mir wahrscheinlicher vor als das: Jesus ist auferstanden.

 

Vielleicht wären du und ich ja sogar die Emmausjünger. Wir verlassen die Stadt Jerusalem und fühlen uns leer, verzweifelt. Nur weg von dieser Stadt. Hier ist es gefährlich, hier wurde unser geliebter Herr Jesus gekreuzigt. Hier wurde unser ganzes Hoffen auf das anbrechende Reich Gottes ins Grab gelegt. Der Fremde neben uns, keiner weiß woher der plötzlich kam, der scheint keine Ahnung zu haben. Das musste der einzige sein, an dem das Geschehen vorbei gegangen ist!

 

Doch dann, er ist genauso schnell wieder weg, wie er gekommen war, da begreifen wir: Jesus! Er war der Fremde, der uns jetzt eben die Schrift erklärte und sagte, dass alles genauso sein musste. Dass er sterben und auferstehen würde. Eine riesengroße Freude überwältigt uns! Jesus ist tatsächlich auferstanden. Wir fliegen der Stadt Emmaus entgegen, um diese frohe Botschaft den anderen zu sagen!

 

Diesen Moment der überschwänglichen Freude wollen wir uns bewahren. In unserem alltäglichen Leben, in unseren Zweifelszeiten und Anfechtungen. Denn das ist wahr: Unser Herr geht mit uns. Auch wenn wir es meist nicht wahrnehmen. Es gehört zu den Wundern, die er tut. Wir sind nicht allein! Unsere Gebete hört er und er antwortet auf unsere Fragen.

 

Für unseren Verstand ist es schwer zu begreifen. Wir suchen den Lebenden noch oft genug bei den Toten. Wir finden ihn dort nicht. Auch wenn die Naturgesetze ihn für tot erklären. Jesus als Schöpfer unseres Lebens und des Himmels und der Erde ist auch der Herr über die Naturgesetze. Unser Glaube soll fest stehen! Jesus selbst bezeugt sich in unserem Leben durch sein heiliges Wort. Er lebt und wirkt bei dir und mir.

 

Der Herr ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden!

 

Christian Lange.

 
 

 

 

 

 

Gedanken zur Jahreslosung 2017

 

 

 

Liebe Gemeindeglieder!

 

Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.

 

So hören wir es in der Jahreslosung für 2017.

 

 

 

 

 

Ein neues Herz und einen neuen Geist – haben wir die nötig?

 

Der Prophet Hesekiel verheißt in katastrophaler Zeit (als alle Versuche der Selbst-Befreiung und Selbst-Verbesserung fehlgeschlagen waren), dass Gott selbst eingreifen wird. 

Nicht menschliches Bemühen bringt die Wende, sondern Gott selbst. Inmitten aller Hartherzigkeit und Geistlosigkeit schafft er neue Lebensgrundlagen. Gott selbst will unser Leben erneuern und aus der Erstarrung befreien.

 

Denn unser altes Herz – das ist oftmals durch leidvolle Erfahrungen angeschlagen und aus dem Rhythmus gekommen, es ist durch schlimme Zeiten hart geworden, durch Enttäuschungen verbittert, es ist durch eigene Fehler belastet und auch in Schuld verstrickt. Und dieses Herz erneuert Gott und schenkt uns ein Herz, dass gesund und munter schlägt: voller Hoffnung, aufgeschlossen für das Leben, ein Herz, das von Gottes Geist durchströmt wird, liebt und verzeiht.

 

Auf dem Bild oben ist ein Bild der Künstlerin Ulrike Wilke-Müller abgebildet. Das irritiert: ein gelbes Herz? In unserer Welt sind Herzen doch Rot: frisch Verliebte malen sich rote Herzchen, Menschen bezeugen mit diesen, dass sie ein Herz für dieses oder jenes haben…

Die Künstlerin zeichnet das neue Herz in Gelb, weil das von Gott geschenkte neue Herz nicht betrübt, verdunkelt oder schwarz ist, sondern von seinem göttlichen Licht strahlt. Deshalb also ein gelbes Herz. Der Schlüssel dazu ist das Kreuz, was in der Mitte leuchtet. Es vertreibt alle Finsternis. Am Fuße des Kreuzes die offene Tür – der Zugang zu Gottes Leben.

 

Gott selbst will uns also ein neues Herz und einen neuen Geist schenken. Geben wir die Einwilligung, dass Gott unser Herz erneuert, uns ein Herz schenkt, dass für die Liebe und Gerechtigkeit, für den Frieden und Barmherzigkeit schlägt?

 

Ich wünsche uns allen, dass uns die Botschaft der Jahreslosung hilft, mit einem getrosten und zuversichtlichen Herzen durch das Jahr 2017 zu gehen und so Gottes Segen zu empfangen.

 

Ihr/Euer Pfarrer Andreas Merkel

 

 

 


 

 


Losung für 26.09.2017

Du unser Gott, du großer Gott, mächtig und schrecklich, der du Bund und Treue hältst, achte nicht gering all das Elend, das uns getroffen hat.