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Gedanken zum Monatsspruch April 2017

 

 

Monatsspruch: Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, er ist auferstanden.

Lukas 24,5-6

 

 

Am frühen Morgen waren sie aufgebrochen, die Frauen, die den Leichnam des Gekreuzigten einbalsamieren wollten. Doch sie fanden das Felsengrab leer vor. Nun standen sie ratlos da. Auf einmal sind da zwei Männer bei ihnen. Sie haben glänzende Gewänder an. Die Frauen neigen voller Ehrfurcht den Blick nach unten. Sie hören etwas aus dem Mund eines der Männer. Was sie den Lebenden bei den Toten suchten? Der Gekreuzigte ist nicht mehr hier, denn er ist auferstanden.

 

Ein Irrtum, eine Verwechslung? Die Frauen gehen aus der Grabhöhle und machen das Geschehen anderen kund. Es kommt ihnen wie ein Märchen vor. Können sie glauben, dass Jesus auferstanden ist? Jesus hatte davon gesprochen, ja, sie können sich erinnern. Sollte das wahr sein?

 

Liebe Leserin, lieber Leser, an dieser Stelle frage ich dich und mich: Wie wäre es dir oder mir gegangen, wenn wir damals dabei gewesen wäre? Mir säße sicher noch der Schrecken im Nacken von den Ereignissen des vorgestrigen Tages. Mein Glauben wäre auf den Nullpunkt abgesunken und ich würde alles glauben, nur nicht, dass dieses Wunder geschehen sein sollte. Nach allen Erfahrungen, die einem das Leben so bereitet hat! Da wäre eine natürliche Erklärung noch die einleuchtendste: Man hat den Leichnam gestohlen, um das schlimme Ende des Lebens Jesu nachträglich zu kaschieren. Oder die Römer haben sich den Leichnam geholt und verschwinden lassen, aus Vorsicht, dass sich kein Aufstand zusammenbraut. Alles käme mir wahrscheinlicher vor als das: Jesus ist auferstanden.

 

Vielleicht wären du und ich ja sogar die Emmausjünger. Wir verlassen die Stadt Jerusalem und fühlen uns leer, verzweifelt. Nur weg von dieser Stadt. Hier ist es gefährlich, hier wurde unser geliebter Herr Jesus gekreuzigt. Hier wurde unser ganzes Hoffen auf das anbrechende Reich Gottes ins Grab gelegt. Der Fremde neben uns, keiner weiß woher der plötzlich kam, der scheint keine Ahnung zu haben. Das musste der einzige sein, an dem das Geschehen vorbei gegangen ist!

 

Doch dann, er ist genauso schnell wieder weg, wie er gekommen war, da begreifen wir: Jesus! Er war der Fremde, der uns jetzt eben die Schrift erklärte und sagte, dass alles genauso sein musste. Dass er sterben und auferstehen würde. Eine riesengroße Freude überwältigt uns! Jesus ist tatsächlich auferstanden. Wir fliegen der Stadt Emmaus entgegen, um diese frohe Botschaft den anderen zu sagen!

 

Diesen Moment der überschwänglichen Freude wollen wir uns bewahren. In unserem alltäglichen Leben, in unseren Zweifelszeiten und Anfechtungen. Denn das ist wahr: Unser Herr geht mit uns. Auch wenn wir es meist nicht wahrnehmen. Es gehört zu den Wundern, die er tut. Wir sind nicht allein! Unsere Gebete hört er und er antwortet auf unsere Fragen.

 

Für unseren Verstand ist es schwer zu begreifen. Wir suchen den Lebenden noch oft genug bei den Toten. Wir finden ihn dort nicht. Auch wenn die Naturgesetze ihn für tot erklären. Jesus als Schöpfer unseres Lebens und des Himmels und der Erde ist auch der Herr über die Naturgesetze. Unser Glaube soll fest stehen! Jesus selbst bezeugt sich in unserem Leben durch sein heiliges Wort. Er lebt und wirkt bei dir und mir.

 

Der Herr ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden!

 

Christian Lange.

 
 

 

 

 

 

Gedanken zur Jahreslosung 2017

 

 

 

Liebe Gemeindeglieder!

 

Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.

 

So hören wir es in der Jahreslosung für 2017.

 

 

 

 

 

Ein neues Herz und einen neuen Geist – haben wir die nötig?

 

Der Prophet Hesekiel verheißt in katastrophaler Zeit (als alle Versuche der Selbst-Befreiung und Selbst-Verbesserung fehlgeschlagen waren), dass Gott selbst eingreifen wird. 

Nicht menschliches Bemühen bringt die Wende, sondern Gott selbst. Inmitten aller Hartherzigkeit und Geistlosigkeit schafft er neue Lebensgrundlagen. Gott selbst will unser Leben erneuern und aus der Erstarrung befreien.

 

Denn unser altes Herz – das ist oftmals durch leidvolle Erfahrungen angeschlagen und aus dem Rhythmus gekommen, es ist durch schlimme Zeiten hart geworden, durch Enttäuschungen verbittert, es ist durch eigene Fehler belastet und auch in Schuld verstrickt. Und dieses Herz erneuert Gott und schenkt uns ein Herz, dass gesund und munter schlägt: voller Hoffnung, aufgeschlossen für das Leben, ein Herz, das von Gottes Geist durchströmt wird, liebt und verzeiht.

 

Auf dem Bild oben ist ein Bild der Künstlerin Ulrike Wilke-Müller abgebildet. Das irritiert: ein gelbes Herz? In unserer Welt sind Herzen doch Rot: frisch Verliebte malen sich rote Herzchen, Menschen bezeugen mit diesen, dass sie ein Herz für dieses oder jenes haben…

Die Künstlerin zeichnet das neue Herz in Gelb, weil das von Gott geschenkte neue Herz nicht betrübt, verdunkelt oder schwarz ist, sondern von seinem göttlichen Licht strahlt. Deshalb also ein gelbes Herz. Der Schlüssel dazu ist das Kreuz, was in der Mitte leuchtet. Es vertreibt alle Finsternis. Am Fuße des Kreuzes die offene Tür – der Zugang zu Gottes Leben.

 

Gott selbst will uns also ein neues Herz und einen neuen Geist schenken. Geben wir die Einwilligung, dass Gott unser Herz erneuert, uns ein Herz schenkt, dass für die Liebe und Gerechtigkeit, für den Frieden und Barmherzigkeit schlägt?

 

Ich wünsche uns allen, dass uns die Botschaft der Jahreslosung hilft, mit einem getrosten und zuversichtlichen Herzen durch das Jahr 2017 zu gehen und so Gottes Segen zu empfangen.

 

Ihr/Euer Pfarrer Andreas Merkel

 

 

 


 

 


Losung für 29.03.2017

Der HERR ist mein Teil, spricht meine Seele, darum will ich auf ihn hoffen.