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Gedanken zum Monatsspruch Dezember 2021

 

Freue Dich und sei fröhlich du Tochter Zion! Denn siehe, ich komme und will bei Dir wohnen, spricht der Herr.

 

Sacharja 2,14

 

 

Liebe Gemeinde,

 

Die Freude steht vor der Tür, lassen wir sie rein?!
Mein Fazit, nachdem ich mir viele Hintergrundgedanken zu diesem Vers gemacht und diese auf zwei A4-Seiten zu Papier gebracht hatte.
Gottes Gegenwart, mit IHM „im Reinen“ zu sein, SEIN Handeln zu erleben, macht froh.
Dies erfuhr Gottes auserwähltes Volk auf eindrucksvolle Weise, wie das Alte Testament berichtet.
In Nehemia 8,10 heißt es: „Seid nicht bekümmert, denn die Freude am HERRN ist eure Stärke“.
Uns bahnt Jesus diesen Weg zur Freude. Als Sohn Gottes wurde ER auf unserer Erde Mensch.
Das dürfen wir zum Christfest bald wieder feiern. ER kam als Licht der Welt, als Brot des Lebens und als Liebe Gottes in Person.
„Also hat Gott die Welt geliebt, dass ER SEINEN eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an IHN glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben“. (Johannes 3,16). Diesen bedeutsamen Bibelvers sagten mal alle Spieler am Ende eines Krippenspieles gemeinsam, erinnere ich mich (Es war noch unter Leitung von Hans Warnat).
Das ist nicht mit dem Kopf fassbar, sondern nur mit einem glaubenden Herz.
Und wenn wir Jesus in unser Herzen aufnehmen, kommt mit IHM die große Freude. „Denn das Reich Gottes ist Friede und Freude im Heiligen Geist.“ (Römer 14,17). Aber da gibt es ein Platzproblem in unseren Herzen, so ähnlich wie auch damals in Bethlehem, als Maria und Joseph Herberge für das ankommende Christuskind suchten. Nicht umsonst gibt es im Kirchenjahr vor dem Christfest eine Vorbereitungszeit, den Advent (erst 1, dann 2, dann 3, dann 4 ...). Nutzen wir diese Zeit, um in uns zu gehen und dem HERRN voller Vorfreude Platz zu machen.
Diese Entrümpelungsaktion bezeichnet die Bibel als Buße (Umkehr). „Bereitet dem HERRN den Weg, denn siehe, der HERR kommt gewaltig.“, ermuntert uns der Prophet Jesaja
(Jes. 40,3/ Wochenspruch zum 3. Advent.) Und wenn dann am Heiligabend der Engel „Die große Freude, denn euch ist heute der Heiland geboren“ verkündigt, dann lasst uns die Herzenstüren weit aufreißen und die Freude einziehen, die auch in der Nacht scheint.
Unser HERR Jesus segne uns dabei!

Ich wünsche allen eine besinnliche Adventszeit.

Sylvia Tiesies, Hohndorf

 


 

 

Gedanken zum Monatsspruch November 2021

 

Der Herr aber richte eure Herzen aus auf die Liebe Gottes und auf das Warten auf Christus.

 

2. Thessalonicher 3,5

 

 

 

 

Liebe Gemeindeglieder,

 


überall, wo Menschen zusammenleben, gibt es unterschiedliche Meinungen und Auffassungen. Von einem „Richtungsstreit" ist dann die Rede, wenn es um grundlegende Dinge geht. Egal ob bei der Bundestagswahl oder im Stadtparlament, ob in Parteien oder Kirchen: um die Richtung, in die wir gehen wollen, wird immer wieder gerungen.

Unterschiedlichste Vorstellungen und Erwartungen prallen oft heftig aufeinander. „Wohin soll ich gehen, Herr, ich frage dich. Kann das Ziel nicht sehn, Herr, ach führe mich " sangen wir vor ...zig Jahren in der Jungen Gemeinde.
 

Der Monatsspruch für November gibt uns eine klare Richtung an: „Der Herr aber richte eure Herzen aus auf die Liebe Gottes und auf das Warten in Christus."
Mit dem Blick auf Gottes Liebe und einem Leben in der Gegenwart Christi lassen sich politische, kirchliche und private Entscheidungen treffen. Denn die Richtung, in die wir uns als Christen bewegen, ist klar.

 

Wenn ich mich wirklich von der Liebe Gottes leiten lasse und so lebe, dass Jesus in einem jeden Moment wiederkommen kann, habe ich ein klares Ziel. Dann nutze ich meinen Handlungsspielraum, um Gottes Liebe im Alltag wirken zu lassen.
 

Der Monatsspruch spricht uns zu, dass Gott uns diese Zielvorgabe ins Herz hineinlegt. Denn jegliches Leben mit anderen Zielen wäre Zielverfehlung. (Bei seiner Bibelübersetzung übersetzte Luther das griechische Wort für „Zielverfehlung " mit dem Wort „Sünde "). Lasse ich mich also von Gottes Liebe leiten? Sind Barmherzigkeit, Nächstenliebe und Weitherzigkeit bei mir eine Selbstverständlichkeit? Lebe ich heute so, dass Jesus in jedem Moment wiederkommen könnte?
 

Ich wünsche uns allen Offenheit, uns von Gott begeistern zu lassen und im Richtungsstreit den Weg des Lebens zu wählen.


Ihr/ Euer Pfarrer Andreas Merkel

 


 

Gedanken zum Monatsspruch Oktober 2021

 

 

Lasst uns aufeinander achthaben und einander anspornen zur Liebe und zu guten Werken.

Hebräer 10, 24

 

 

Liebe Gemeinde,

wir wohnen ja hier im ländlichen Raum, man könnte auch sagen: „auf dem Dorf“. Es ist eine gängige Meinung, dass man auf dem Dorf mehr aufeinander achtet als in der Stadt oder gar Großstadt.

Bestimmt haben viele von uns diesbezüglich schon gewisse Erfahrungen gemacht. Da gäbe es sicher einiges an Gutem zu berichten, aber vermutlich nicht nur Gutes. Oftmals bedeutet das „aufeinander achten“ eben auch, dass da „getratscht“, gelästert, verleumdet oder sogar angeschwärzt wird.

Nun richtet der Verfasser des Hebräer Briefes seine Worte aber nicht an irgendeine dörfliche Kommune, sondern an eine christliche Gemeinde. Und in einer solchen leben wir heute ja auch! Also, denke ich, können wir diesen Bibelvers durchaus auch für uns in Anspruch nehmen.

Der bekannte amerikanische Schriftsteller Mark Twain hat einmal gesagt: „Mir bereiten nicht die Bibelstellen Bauchweh, die ich nicht verstehe, sondern die, die ich verstehe.“

Und bei längerem Nachdenken komme ich zu dem Schluss, dass dieser eigentlich recht einfach klingende Bibelvers auch in diese Kategorie fallen könnte...

Na ja, der erste Teil der Aufforderung fällt uns/ mir vielleicht noch nicht mal so schwer. Sicher sind wir guten Willens, uns „umeinander zu kümmern“ (= Übersetzung der Guten Nachricht), und vieles gelingt uns dabei bestimmt auch.

Aber der zweite Teil des Verses ist mir echt ein wenig suspekt. Da ist zum einen das Wort „anspornen“: Das klingt für mich eher nach Sport als nach Liebe! Und steckt da nicht auch ein bisschen „Druck machen“ mit drin?

Wie passt das denn zur Liebe? Liebe kann doch nur aus dem Herzen kommen! Selbst eine gute Tat „auf Befehl“ - verliert die nicht an Wert?

Ok, vielleicht interpretiere ich das Wort „anspornen“ jetzt auch falsch. Könnte man stattdessen nicht „ermutigen“ nehmen? Das klingt doch gleich viel positiver!

Aber egal, welches Wort ich benutze, das Ziel ist das gleiche: Ich soll mich meiner Schwester/ meinem Bruder zuwenden und sie/ ihn zur Liebe und zu guten Taten ermuntern. Das ist aber ganz schön viel verlangt! Die- oder derjenige könnte ja glatt antworten: Und du, was tust du selber? Tja, da haben wir den Salat.

Also habe ich mal im Text noch ein bisschen über den Vers 24 hinaus gelesen. Und da steht (It. Gute Nachricht): „Einige haben sich angewöhnt, den Gemeindeversammlungen fern zu bleiben. Das ist nicht gut.“ Aha, hier haben wir also ein konkretes Beispiel dafür, wo Ermutigung oder auch Ermunterung gebraucht wird.

Ich denke, wir sollen uns vom Heiligen Geist die Augen öffnen lassen für solche Situationen, in denen wir durchaus gefragt sind, auf unsere Geschwister zuzugehen und ihnen ganz liebevoll einen kleinen „Schubs“ zu geben.

Denn mal ehrlich, neigen wir nicht alle des Öfteren zur Trägheit? Und ist unsere Liebe zu Gott und zum Nächsten nicht manchmal am erkalten? Also: Lasst uns aufeinander achthaben und einander anspornen zur Liebe und zu guten Werken!

Heike Zirnstein, Rödlitz-Heinrichort

 


 

Gedanken zum Monatsspruch Juli 2021

 

Gott ist nicht ferne von einem jeden unter uns. Denn in ihm leben, weben und sind wir.

Apg. 17.27

 


 

Liebe Gemeinde,

 

In der Metropole Athen versammelten sich in der Antike Menschen aus aller Welt, um sich über Neuigkeiten, aktuelle Ereignisse und politische Dinge auszutauschen. Da vermischten sich Neugierde, Wissensdurst und Informationsbedürfnis.

 

Als der Apostel Paulus in Athen war, hatte er Gelegenheit, das Evangelium zu verkündigen. Die Athener waren richtig neugierig auf die „neue Lehre“. Und so sprach Paulus zu den Athenern. Dabei knüpfte er bei dem an, was seine Zuhörer verstanden und begriffen.

 

In einer Umwelt, in der verschiedenste Götter verehrt wurden (die jeder für sich einen Teilbereich des Lebens repräsentierten), sprach Paulus von dem einen und einzigen Gott, der alles in allem ist. Und er sprach seinen Zuhörern die Gottesnähe zu. Im Monatsspruch lesen wir seine Worte: „Gott ist nicht ferne von einem jeden unter uns. Denn in ihm leben, weben und sind wir.“

 

Die Athener zu Paulus Zeiten opferten den Göttern Zeus, Athene, Aphrodite, Apollo und vielen anderen, um ein glückliches Leben zu erlangen. Wir heute opfern den Götzen Karriere, Gesundheit, Macht, Ansehen, Wohlstand und anderen, um gut durchs Leben zu kommen...

 

Deshalb ist die Frage des Paulus damals wie heute aktuell: Wer ist der Geber der Gaben? Was ist Ursprung und Ziel gelingenden Lebens? Erkennst du nicht, dass der lebendige Gott dir ganz nahe ist? Begreifst du nicht, dass Gottes Liebe dich hält und du dadurch leben, lieben und handeln kannst?

 

Eines finde ich in dem Vers besonders beachtlich: Paulus grenzt keinen Menschen aus. „Gott ist nicht ferne von einem jeden unter uns.“ Dieser Gott ist für alle Menschen erfahrbar. Wer offen ist und nach Sinn und Ziel im Leben sucht, wird Gott finden - auch ohne den Umweg über die Götzen der jeweiligen Zeit.

 

Pfarrer Andreas Merkel

 

 


 

 

Gedanken zum Monatsspruch Juni 2021

 

 

Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.
APOSTELGESCHICHTE 5,29

 

 

 

Liebe Gemeinde,

zugegeben, oft sagen mir einzelne Sätze oder Sprüche wenig. So auch hier. Für den, der bekennt „Ich glaube an Gott, .. .Schöpfer des Himmels und der Erden ...“ ist dieser Satz, mit Verlaub, eine ganz simple Aussage. Ein Gott, der alles geschaffen hat, der der Ursprung allen Seins und aller Weisheit ist, sollte der nicht in und über seiner Schöpfung sein, auch über den Ansichten und dem freien Willen seiner Geschöpfe, die allemal irren können? Die spannende Frage allerdings ist, was ist Gottes Wille, dem ich gehorchen soll?
Die Jünger Jesu, die dem Missionsbefehl folgten und die wir nun Apostel nennen, zogen nach dem Pfingstereignis voller Begeisterung und Furchtlosigkeit los und begannen in Jerusalem die neue Lehre, das Evangelium zu verkündigen. Sie traten als wahre Augen- und Zeitzeugen mutig auf und hatten großen Erfolg im Volk, was natürlich die etablierten religiösen Führer auf den Plan rief. Die Apostel wurden ins Gefängnis geworfen, kamen über Nacht auf wundersame Weise frei und standen doch tatsächlich am nächsten Tag wieder im Tempel und lehrten das Volk. In der Auseinandersetzung mit den Prophezeiungen und Verheißungen der Schrift, die auf Jesus

deuteten und den sie hautnah erlebt hatten. Natürlich fürchteten die Hohepriester um ihre Macht, hatten sie doch gehofft, diesen religiösen Aufrührer Jesus endlich losgeworden zu sein. Da fiel der bedeutungsschwere Satz von Petrus und den Aposteln: „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen“. Sie stellten damit ihre Zeugenschaft zu Jesus mit allem, was sie von ihm gelehrt bekommen und mit ihm erlebt hatten, mit allen Sinnen und Verstand, Kraft des Heiligen Geistes gegen die Auffassungen des Hohen Rates. In der Endkonsequenz wären die Apostel wohl nach den Buchstaben des Gesetzes gesteinigt worden. Einer der Pharisäer, der angesehene Gamaliel gab zu bedenken: Wenn es Menschenwerk ist, was sie verkünden, wird es untergehen. Ist es aber von Gott, dann widersetzt ihr euch Gott. Der Satz der Apostel hatte ihn zum Denken, zum Gebrauch seines Verstandes gebracht. So kamen die Apostel frei, nachdem sie bedroht und geschlagen worden waren. Für mich erfüllt sich der Wille Gottes im Denken und Handeln der Menschen nicht im bloßen Befolgen der Buchstaben, sondern im Befolgen des Geistes, der daraus hervorgeht. Der Buchstabe tötet - der Geist belebt.

Peter Epperlein, Hohndorf

 

 


 

 

 

Gedanken zum Monatsspruch Mai 2021

 

Öffne deinen Mund für den Stummen, für das Recht aller Schwachen!
Sprüche 31,8

 

 

Liebe Gemeinde,

 

Stumme, also Menschen, die organbedingt nicht sprechen können, begegnen uns nicht so oft. Schon deutlich öfter kommt es vor, dass es „jemandem die Sprache verschlagen“ hat. Vielleicht traut sich jemand nicht, vernehmlich seine Fragen und Wünsche oder Bedenken zu äußern. Vielleicht meint jemand, seine Meinung (und er/sie selbst) sei nicht wichtig. Vielleicht ist jemand verstummt, weil er/sie den Eindruck hat:

was mich bewegt und belastet, mag niemand mehr hören.

Lasst uns von Jesus lernen! ER, der Meister - unser Lehrmeister - hat immer jeden Einzelnen im Blick. ER sieht nicht nur mit den Augen, sondern mit dem Herzen = mit dem Herzen der Liebe Gottes.

So wollen wir unsere Herzen dem Heiland hinhalten, sie mit seinem Licht und seiner Liebe füllen lassen. Auch unsere Augen und HerzensAugen wollen wir dem Herrn Jesus

 

unterstellen, damit wir sehen, was Christus uns zeigen will. Damit wir wahrnehmen, wo ein Mensch neben uns leidet und ein offenes Ohr, ein liebevolles Wort oder eine helfende Hand nötig hat, wo jemand Mut und Hilfe und vielleicht auch Verteidigung braucht.

Ein Liedvers von Johann Baptist von Albertini fasst gut zusammen, was ich meine:

 

Mich hast du verbunden,

lehr mich andern hilfreich sein

und in fremde Wunden liebend gießen Öl und Wein.

Mir hast du vergeben,

Herr, so sei es nun meines Herzens Leben,

andern Gleiches tun.

 

Auf diese Weise lasst uns unserem Herrn Jesus folgen, auch die Schwachen im Blick behalten und einander beistehen.

Herzliche Grüße und Segenswünsche Euch/Ihnen allen

 

Annedore Lau, KG Rödlitz

 


 

Gedanken zum Monatsspruch April 2021

 

Christus ist Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene der ganzen Schöpfung.
Kolosser 1,15

 

Liebe Gemeinde,


Christus - das Bild des unsichtbaren Gottes. Ich glaube, hier drin steckt das große Problem vieler Menschen. Gott und seine Welt sind unsichtbar. Und zu allen Zeiten hat die Menschen diese Fragen beschäftigt: Wie kann ich mir Gott vorstellen? Wie sieht er aus?


Die Menschen im Altertum hatten ihre Götter und ihre Bilder und Statuen dazu. Gott hat sich das Volk Israel erwählt und ihm aber klar gesagt, dass sie sich keine Bilder von ihm machen sollen. So sehr wie wir uns das als Menschen auch wünschen, Gott können wir nicht von Angesicht zu Angesicht sehen. Unsere Augen sind nicht dafür geeignet.


Paulus musste das durch harte Realität am eigenen Leib erfahren. Er war ein religiöser und gesetzestreuer Mann, der seine eigenen Vorstellungen von Gott und der Welt hatte. Und ihm passte es da gar nicht, dass plötzlich eine Gruppe von Menschen auftauchte, die dieses Bild ins Wanken brachte. Diese Christen erzählten von einem Jesus, der der Sohn Gottes sein soll. Der die Menschen liebt und Schuld vergibt, und somit einen Weg zu Gott ermöglicht. Paulus kannte nur einen Weg, hatte nur ein Bild von Gott - Gesetzestreue. Deshalb wollte er auch diese Christen gefangen nehmen, denn sie rüttelten mit ihren Lehren an seinem Gottesbild. Dass es beim Rütteln nicht blieb erfuhr Paulus ganz konkret, als Jesus selbst sich ihm in den Weg stellt. Der bis dahin für Paulus unsichtbare Jesus wird sichtbar und hörbar.


Aber nur eingeschränkt sichtbar. Paulus und seine Männer sehen nur ein helles Licht. Mehr geht für ihre Augen nicht. Paulus wird selbst blind durch diese Begegnung. Aber etwas anderes passiert noch. Sein Bild von Gott und der Welt löst sich in Luft auf. Alle seine religiösen Ansichten sind auf einmal nichts mehr wert. Sein Gottesbild, das er im toten Gesetzestext suchte und glaubte, wurde ersetzt durch den lebendigen Christus.

 

Durch sein Erlebnis konnte Paulus später diesen Satz, diese Erkenntnis für sich und für die Kolosser in diesem Brief so formulieren. Jesus ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes.
Für mich heißt das, um mehr über Gott zu erfahren, muss ich auf das Leben und Handeln von Jesus schauen. Die Frage: “Wie muss ich mir Gott vorstellen?“, kann ich mit der Antwort: „So wie Jesus liebt, lebt und handelt!“ beantworten.

 

Vielleicht gibt es in unserem Umfeld Menschen, die diese Frage beschäftigt. Warum glaubst du an Gott? Lohnt sich das? Wer ist Gott überhaupt? Dann kann ich sie nur auf Jesus hinweisen. So wie Jesus jeden Menschen geliebt hat, dem er begegnet ist, so sehr liebt Gott uns alle, seine ganze Schöpfung. Diese gute Nachricht sollen wir weitergeben. Gefragt oder auch ungefragt. Jesus schenke uns Mut, Freude und Sehnsucht dazu.

 

Chris Illing, KV_Hohndorf

 


 

Gedanken zum Monatsspruch März 2021

 

 

Jesus antwortete: Ich sage euch:Wenn diese schweigen werden, so werden die Steine schreien.       Lukas 19,40

 

 

Liebe Gemeinde,

wann gebrauchen wir den Ausspruch, dass die Steine schreien werden? In katastrophalen Situationen, in denen niemand überlebt hat, wenn keiner mehr da ist, der das Geschehen bezeugen kann, das Offensichtliche aber für sich selbst spricht.
In unserem Monatsspruch verwendet Jesus diesen Vergleich etwas anders. Wir stehen kurz vor Ostern. Jesus zieht mit seinen Jüngern in Jerusalem ein, ihm wird ein triumphaler Empfang bereitet. Obwohl er auf einem einfachen Esel reitet, wird er wie ein König begrüßt und gefeiert.
Das passt einigen der am Rande Stehenden nicht, die lieber kein Aufsehen erregen wollen. Doch Jesus entgegnet ihnen, dass selbst wenn seine engsten Vertrauten, seine Jünger schweigen würden, Gottes Plan weiter geht, dass dann eben die Steine rufen würden.
Gott ist nicht auf unser unvollkommenes, menschliches Wirken angewiesen. Selbst wenn wir sprachlos sind, mit einer konkreten Situation gar nicht umgehen können, geht sein Wirken in und mit der Welt weiter, darauf können wir uns felsenfest verlassen.
Aber auch wenn wir eigene Pläne verfolgen möchten, die von Gottes Plan für seine Welt abweichen, werden wir diese Erfahrung machen.
Es kann sein, dass die Pharisäer am Rand, die Jesus ansprachen und seine Begleiter lieber stumm sehen wollten, Jesus aus menschlicher Sicht warnen und ihn schützen wollten. Aber das war eben nicht der Weg, der für Jesus vorherbestimmt war und ans Kreuz führte, damit auch unsere Schuld gesühnt werden kann.
Und zu diesem Weg gehört der ehrenvolle Einzug in Jerusalem genauso wie das rufen „Kreuzige Ihn“ vor Pontius Pilatus und das Tragen des Kreuzes auf den Weg nach Golgatha. Wir leben in einer Zeit, in der aus Rücksichtname auf andere Religionen und Kulturen viele, oft auch kritisch zu hinterfragende, Kompromisse gemacht werden. Aber wir brauchen darüber nicht zu verzweifeln! Gottes Wirken hier auf dieser Erde, unter uns, geht weiter! Er ist nicht auf menschliche Stärke Einzelner angewiesen! Er bleibt der Herrscher der Welt, ob wir Menschen schwach oder stark sind. Dann werden eben andere, uns unmöglich scheinende Zeugen auftreten, seinen Namen verherrlichen und seinen Plan für und in dieser Welt umsetzen.
Das nimmt Last von uns und befreit uns zu einem freudigen Glauben an einen Herrn, der uns liebt und uns Freiheit im wirklichen Sinne schenkt.

Gerhard Warnat, KV-Hohndorf


 


 

Gedanken zum Monatsspruch Februar 2021

 

 

Freut euch darüber, dass eure Namen im Himmel verzeichnet sind! (Lukas 10,20)

 


Liebe Gemeinde,
Jesus hatte 70 Jünger in die umliegenden Dörfer und Städte geschickt, um seine Botschaft weiter zu sagen. Als sie zurückkommen, sind sie alle glücklich und voller Freude. Die Jünger waren erfolgreich und hatten sogar Dämonen und böse Geister ausgetrieben. All das erzählen sie voller Stolz Jesus.
Doch Jesus reagiert nicht so, wie die Jünger oder wir das erwarten. Er sagt: „Freut euch vielmehr darüber, dass eure Namen im Himmel aufgeschrieben sind.“ (Lukas 10,20)
Es ist wichtig, wenn wir Dinge tun, die gut und vielleicht sogar noch erfolgreich sind. Wir dürfen und sollen uns auch darüber freuen! Aber noch mehr sollen wir uns darüber freuen, dass unser, mein Name im Buch des Lebens steht, im Himmel, wo keiner unseren Namen löschen kann. Denn GOTT selber hat ihn ins Buch geschrieben.
Darum lasst uns nicht nur über die Dinge freuen, die wir gut gemacht haben. Sondern Jesu Rat aus dem Monatsspruch befolgen. Freuen, freuen und nochmals freuen, weil unsere Namen im Himmel aufgeschrieben sind!!!
So lasst uns alle gemeinsam mit dieser Freude im Herzen in den Monat Februar gehen und andere damit anstecken.

Lutz Großmann, KV Rödlitz

 


 


 

Gedanken zur Jahreslosung 2021

 

 

Jesus Christus spricht: Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!  Lukas 6,36

 

 
Liebe Gemeinde,
 

das neue Jahr 2021 ist angebrochen - aber so richtig froh und fröhlich wird wohl keiner beim Jahreswechsel gewesen sein. Denn die bange Frage bleibt uns erhalten: wie wird sich angesichts von Corona das neue Jahr entwickeln? Wie wird es weitergehen? Viele Menschen werden an den Rand ihrer Existenz gedrängt, manche werden durch die Pandemie sogar ihre Existenz verlieren. Alte und Kranke vereinsamen, ganze Berufszweige stehen vor dem Ruin. In dieser Situation ist es umso wichtiger, wie wir miteinander umgehen. Die Jahreslosung für das neue Jahr kann uns dabei eine Hilfe sein:
 

„Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.“
Die Barmherzigkeit zählt nicht gerade zu den größten Tugenden unserer Tage. Da geht es eher um Macht und Geld, Glück und Spaß. Das war früher nicht anders als heute. Deshalb wirbt Jesus umso mehr um die Barmherzigkeit, damit wir unsere Leben nicht verderben.

Barmherzigkeit heißt: ich
überwinde das Denken „Wie du mir, so ich dir!“ Ich verzichte für den anderen auf mein Recht. Wer barmherzig ist, lässt Gnade vor Recht ergehen, weil er den anderen Menschen im Blick hat. Ein Barmherziger hat ein weites, großes Herz für den anderen Menschen und diese Herzenswärme ermöglicht ein Miteinanderleben in Liebe und Wohlwollen, auch in und nach einer Krise.


Grundlegend für unsere Barmherzigkeit ist aber die Barmherzigkeit, die wir von Gott erfahren. ER - der liebende Gott - macht es uns vor, was es heißt, barmherzig zu sein. Er vergilt uns nicht Auge um Auge, Zahn um Zahn unsere Schuld. Stattdessen steht er liebevoll - geduldig an unserer Seite. Egal was wir auch angestellt haben: zu ihm können wir immer wieder kommen. Seine offenen Arme heißen uns willkommen.

Pfarrer Andreas Merkel


Losung für 09.12.2021

Der Tag des HERRN ist groß und voller Schrecken, wer kann ihn ertragen? Doch auch jetzt noch, spricht der HERR, kehrt um zu mir von ganzem Herzen!