Gedanken zum Monatsspruch November 2017

 

 

Und Gott spricht: Ich will unter ihnen wohnen und will ihr Gott sein

und sie sollen mein Volk sein. Hesekiel 37, 27

 

 

Den Monatsspruch für diesen November finden wir im Buch des Propheten Hesekiel.

Er gehörte zu den weggeführten Juden, die in babylonischer Gefangenschaft leben mussten.

Im Buch Hesekiel (Kapitel 1 und folgende) wird uns berichtet, wie er dem lebendigen GOTT

begegnet und von IHM beauftragt wird, dem Volk Israel den Spiegel vor ihr Gesicht zu halten.

Dabei nimmt er kein Blatt vor den Mund und versucht die Dinge nicht zu entschuldigen

und nennt sie beim Namen.

GOTT will auch unter uns wohnen, uns nahe sein und durch seine Anwesenheit führen und

korrigieren.

Lassen wir es zu, dass ER uns korrigiert?

Oder sind wir der Meinung dies nicht nötig zu haben, weil wir recht gut sind?

Seine Vorschläge für unser Leben, was ER uns in der Bibel mitteilt und durch seinen Heiligen Geist

uns tagtäglich aktuell interpretieren will, sollten uns wichtiger sein als der Mainstream unserer Zeit.

Sein Wort und seine Verheißungen sind nicht verhandelbar!

Die Grundaussage Gottes ist: „Ich bin derselbe - gestern, heute und in alle Ewigkeit!“

Wir sollten uns heute nicht von denen irritieren lassen, die etwas anderes behaupten.

ER hat es sogar zugelassen, dass sein auserwähltes Volk Israel die babylonische Gefangenschaft

erleiden musste, weil es sein Wort und seine Gebote verlassen hat.

Unsere Zeit, die ich im Moment erlebe, ist oft sehr verwirrend und ohne wirkliche nachhaltige

Orientierung.

Viele gute biblischen Werte opfert man auf dem Altar des Fortschritts und spricht in diesem

Zusammenhang von Weltoffenheit und Toleranz.

GOTT hat den Menschen geschaffen, um mit ihm zusammen zu sein, sich auszutauschen und ihn

zu führen und zu helfen. Es gibt keinen vergleichbaren Ersatz für diese lebenswichtige Beziehung.

Ich wünsche mir für uns, unsere Gemeinde und unserer Kirche,

dass dieser Vers aus Hesekiel 37, 27

Und Gott spricht: Ich will unter ihnen wohnen und will ihr Gott sein

und sie sollen mein Volk sein

praktisch erfahrbar wird.

 

Frank Eisner

 

 


 

 

Gedanken zum Monatsspruch Oktober 2017

 

Es wird Freude sein vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut.     Lukas 15,10

 

Haben Sie schon einmal etwas verloren?  Vermutlich waren Sie darüber  traurig. Egal ob wir einen Menschen oder einen Gegenstand vermissen, es tut weh.

 

Gott hat auch etwas verloren, nämlich die vielen Menschen, die nichts mit ihm zu tun haben wollen. Darüber ist er sehr traurig.

 

Gott hat alle Menschen ausgedacht und jeden einzelnen als Original geschaffen. Darum gehören wir ihm. Die Bibel sagt, dass Gott jeden Menschen liebt, wie ein guter Vater sein Kind. Darum möchte er mit uns eine gute Beziehung haben. Er möchte uns Gutes tun, uns helfen und raten.

In einer Menschen-Familie gibt es Regeln für das Zusammenleben. In der Gottes-Familie heißen diese Regeln „Die 10 Gebote“. Sie sollen uns helfen, gut mit einander umzugehen, gut und in einem geschützten Raum zu leben.

Dann kam der Böse und flüsterte dem Menschen, wie damals die Schlange der Eva, ins Ohr: Willst du wirklich immer die Wahrheit sagen? Willst du nie einfach etwas mitnehmen, weil es gerade so rumliegt? Willst du wirklich nie nach der Frau oder dem Mann eines anderen Menschen schielen? Willst du dein Leben nicht lieber nach deinen Maßstäben gestalten, statt nach Gottes Geboten?

 

Wie leicht stehen wir in der Gefahr solchen Einflüsterungen nachzugeben?

Wie schnell nehmen wir uns wichtiger als den Heiligen Gott?

 

Wenn wir gegen Gott rebellieren, also nur nach unserem Willen leben und nicht nach Gottes Willen fragen, diktiert uns der Böse seine Regeln auf.  Die Bibel nennt das „Sünde“. Darüber ist Gott sehr traurig. Er möchte, dass es uns gut geht in seiner Nähe, in einer vertrauensvollen Beziehung mit ihm. Darum sucht er nach uns, wie man etwas Verlorenes sucht. Er ruft und lockt uns auf verschiedene Weise zurück zu sich. Und wir dürfen zu ihm zurückkommen. Er wartet voller Sehnsucht auf uns wie ein guter Vater.

 

Wenn Sie etwas Verlorenes wiedergefunden haben, ist die Freude groß. Wenn die Beziehung zwischen Menschen wieder in Ordnung ist, gibt es vielleicht sogar ein Versöhnungsfest. So groß ist die Freude über den gemeinsamen Neuanfang.

 

 

Jesus erklärt: „ Ich sage euch: Genauso werden die Gottesengel voller Freude feiern wegen eines einzigen Menschen, der gegen Gottes Willen gelebt hat und sich dann zu Gott hinwendet.“        (Lk. 15,10 „Das Buch“ – Übersetzung von Roland Werner)

 

 

Annedore Lau


 

Gedanken zum Monatsspruch September 2017

 

Und siehe, es sind Letzte, die werden die Ersten sein, und sind Erste, die werden die letzten sein. Lukas 13, 30

 

 

Diese Worte aus dem Gleichnis von der engen und von der verschlossenen Tür sind eine erfreuliche Aussicht  für alle, die sich als Letzte, als „Zukurzgekommene“, als von der Gesellschaft  Abgeschnittene fühlen. Ihnen, die sich eigentlich darin sicher sind, dass sie niemals gleichberechtigt teilhaben können an Einkommen, Wohlstand, Bildung, ihnen wird gesagt: irgendwann werdet ihr die Ersten sein. Jesus bestimmt nicht die Zeit, er geht aber zumindest von einem aus: nichts auf dieser Erde ist für immer und ewig festgelegt.

 

Dieser Letzte kann zu den ersten gehören – er muss sein Leben nicht aufgeben, nicht wegwerfen, aber er ist aufgerufen, sich am Ringen um den richtigen Weg zu beteiligen.

Nun gilt aber auch das Umgekehrte: Und sind Erste, die werden die Letzten sein.

 

Manch einer, der jetzt an den Schalthebeln der Gesellschaft sitzt, oder sich oben wähnt und meint, auf die anderen nicht achten zu müssen, soll sich darüber im Klaren sein, dass er schnell unten sein kann und seine Existenz sich in Unkenntlichkeit auflöst.

Bei allem Zuspruch, den wir von Jesus erfahren – er entlastet uns nicht davon uns zu entscheiden, Ja und Nein zu sagen, über richtig und falsch zu urteilen. Jedoch sollen wir dies nicht aus der Position des Selbstgerechten oder des Zuschauers tun. Wir sind immer Beteiligte. Darum ist die mehr theoretische Frage des Mannes am Anfang des Gleichnisses eigentlich müßig: Herr, meinst du, dass nur wenige selig (gerettet) werden? Sie nutzt ihm genauso wenig wie eine Antwort Jesu im Sinne von Ja oder Nein.

 

Darum macht Jesus den Mann sofort zum Akteur des Geschehens:
Ringt darum, dass ihr durch die enge Pforte hineingeht.
Kümmere dich nicht um das, was die anderen tun oder lassen. Achte darauf wie du lebst und wirkst.

Ich verstehe die Rede Jesu so: Ringt um einen angemessenen Weg, den ihr selbst gehen wollt. Verschwendet keine unnötigen Energien darauf zu erkunden, ob ihr nun zu einem auserwählten Kreis gehört. Wer nur darauf starrt, alles richtig zu machen, und sich darum nur für die Fehler der anderen interessiert, wer sich nur im Blick auf die Letzten als Erster definieren kann, der wird sich draußen vor der Tür wiederfinden – und er wird durch den Spalt all die am Tisch des sitzen sehen, die er unten und draußen wähnte: Menschen aus Ost und West, Nord und Süd. Es ist erstaunlich, wie Jesus plötzlich von der engen Pforte ausgehend den Blick weitet auf die ganze Welt. Das möchte uns vor einem Missverständnis bewahren: Jesus plädiert hier nicht für den kleinen Kreis der Auserwählten, sondern er globalisiert ganz bewusst seine Botschaft. Ich habe den Eindruck: drinnen, am Tisch des Herrn, ist die ganze Welt versammelt.


Wenn wir die Geschichte so verstehen, dann geht es doch darum, dass wir den Gottesdienst, auch die Feier des Abendmahls nicht als religiöses Muss ansehen, sondern als die Chance wahrnehmen, durch den Türspalt, durch Brot und Wein einen Blick in die neue Welt Gottes zu werfen – in die Welt, in der aus den Wenigen ganz Viele werden und in der die anderen aus Ost und West, Nord und Süd genauso geachtet werden, wie wir es für uns selbst ersehnen.

 

Sylvia Heiland

 


 

 

 

Gedanken zum Monatsspruch Juli 2017

 

Ich bete darum, dass eure Liebe immer noch reicher werde an

Erkenntnis und aller Erfahrung.   Philipper 1,9

 

 

 

Liebe Gemeindeglieder!

Was ist das Wichtigste im Leben? Diese Frage stellen wir uns nicht nur zu Geburtstagen und Jubiläen. Was hält und trägt uns über alle Tage hin? Womit können wir leben und sterben?

Die ganze Bibel und dann noch verstärkt die Verkündigung von Jesus weist uns auf die Liebe: auf die Liebe zu Gott und die Liebe zu unseren Mitmenschen. Und wenn Jesus im Doppelgebot der Liebe betont, dass das ganze Gesetz und die Propheten in dem Liebesgebot gebündelt sind, wird das umso deutlicher.

 „Die Liebe“ – das sagt sich so einfach daher. Scheinbar ist die Liebe gerade unter Christenmenschen selbstverständlich. Von manchen wird das Christentum auch als die „Liebesreligion“ bezeichnet. Doch aus unserem Alltag wissen wir, wie hartherzig und lieblos wir manchmal miteinander umgehen: lieblos mit unserem Nächsten (der uns gerade nicht passt), lieblos mit uns selbst und unserem Körper und Geist (den wir oft als mangelhaft erfahren), lieblos auch im Blick auf Gott (den wir entweder anklagen oder besserwisserisch Vorschriften machen wollen, was er denn zu tun und zu lassen hätte, statt ihm zu vertrauen)…

Im Monatsspruch für Juli schreibt der Apostel Paulus den Christen in Philippi, dass er für sie betet, damit ihre Liebe noch größer wird. „Reicher an Erkenntnis und aller Erfahrung“.

Paulus selbst sitzt wegen seines Glaubens im Gefängnis – aber er denkt an seine Gemeinde und betet für sie. Er bittet Gott um das Wichtigste: er bittet Gott darum, dass die Liebe der Philipper immer stärker wird, damit sie das Beste für ihr Leben erkennen und so leben, dass ihr Leben vor Gott Bestand hat.

Auch wir können uns immer wieder darum bemühen, dass Gottes Liebe in uns mächtig wird und wir zur Liebe fähig werden: zur Liebe zu Gott, zur Liebe zu unseren Nächsten und zur Liebe zu uns selbst. Das Gebet füreinander ist dazu der erste Liebes-Schritt.

Ich wünsche uns allen, dass Gottes Liebe in uns Raum gewinnt und wir aus seiner Liebe heraus leben und Liebes-fähig werden. Liebes-würdig sind wir schon.

 

Ihr/euer Pfarrer Andreas Merkel

Gedanken zum Monatsspruch Juni 2017

 

 

Monatsspruch: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.       Apg. 5,29

 
 

Liebe Gemeindeglieder!

Ein Schlager-Oldie aus den 1960er Jahren besang es deutlich: „Meine Mutter, die sagt immer: ‚Du hast Bohnen in den Ohr‘n‘“. Bohnen in den Ohren haben – oder die Ohren auf Durchgang schalten. Das ist eine weit verbreitete Masche, um die Worte meines Gegenübers zu ignorieren.

Schon von frühesten Kindertagen werden wir dazu erzogen, auf andere zu hören und zu gehorchen: unseren Eltern, unseren Lehrern, unseren Vorgesetzten…

Gehorsam ist (besonders bei uns Deutschen) ein großer Wert. Und dennoch rebellieren nicht nur Kinder dagegen. Unterschiedlichste Gründe sprechen gegen den Gehorsam: Faulheit, Trägheit, Egoismus, die Unsinnigkeit des Befohlenen, andere Interessen…

 

Im Monatsspruch hören wir davon, dass wir Gott mehr gehorchen sollen als den Menschen. Das ist eine klare Gewissensentscheidung: auf wen höre ich, von wem lasse ich mir etwas sagen?

In der Apostelgeschichte wird davon erzählt, dass die Apostel von den Obersten in Israel Redeverbot hatten und nicht von dem auferstandenen Jesus predigen sollten. Und doch taten sie es voller Freude. Nun mussten sie sich vor dem Hohen Rat verantworten und Petrus sprach diesen bekannten Satz: „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.“

 

Wenn ich heute Gott wirklich gehorchen will, muss ich erst einmal auf ihn hören. Dann kann und darf ich nicht meine Ohren für sein Wort verstopfen und auf Durchgang schalten. Vielmehr muss ich mir Mühe geben, sein Wort aufzunehmen und danach zu leben. Das fällt manchmal schwer – gerade in Situationen, in denen ich selbst etwas ganz anderes will oder andere Menschen von mir etwas verlangen.  Und dennoch wird mir diese Entscheidung – auf Gott zu hören – letztendlich Segen bringen, weil ich dadurch Leben gewinne, was Bestand hat.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen gutes Hören und Befolgen des Wortes Gottes.                                                       

 

Ihr/euer Pfarrer Andreas Merkel

 
 

 

 

 

 

Gedanken zum Monatsspruch Mai 2017

 

 

Monatsspruch:Eure Rede sei allezeit freundlich und mit Salz gewürzt.       Kolosser 4, 6

 

 

 

 

Haben Sie schon mal Brot gegessen, bei dem der Bäcker das Salz vergessen hat? Das ist mir vor vielen Jahren mal passiert. Es schmeckt furchtbar!

Wie Stroh. Dabei hat das normale Mischbrot nur einen geringen Salzgehalt, pro 100g Brot sollen es nur ca 1,7 g Salz sein. Mehr ist schädlich, weniger schmeckt nicht.

 

 

Was also will Paulus den Christen in Kolossäa sagen?

 

1.   Seid freundlich, in dem was ihr sagt. Wir Christen haben allen Grund, den Menschen in unserer Umgebung in Freundlichkeit zu begegnen, denn Gott ist uns in Jesus entgegen gekommen. ER hat uns Wert geachtet und liebt uns, obwohl wir das nicht immer rechtfertigen. Also haben auch die Menschen um uns einen Anspruch, von Gottes Freundlichkeit zu erfahren.

 

2.    Tut das nicht in heuchlerischer Art und Weise. Wir brauchen uns nicht irgendwo oder bei irgendjemanden einkratzen oder einschleimen. Wenn Kritik nötig ist, soll sie ruhig auch gesagt werden, aber mit einer „Prise“ Salz, nicht mit einem Sack voll Pfeffer! Denn was an Salz fehlen kann, und das Gericht unappetitlich macht, kann auch eine Handvoll Salz verderben.

 

Eigentlich geht es im Textzusammenhang darum, wie wir mit Nichtchristen umgehen, mit ihnen reden sollen. Sie sollen klar erkennen, dass wir zu Jesus gehören, und einen Standpunkt haben, der von IHM geprägt ist. Klarheit und Werte sind in unserer heutigen Zeit und Welt ein rares Gut, versuchen wir immer wieder etwas davon an unsere Mitmenschen weiter zu geben.

 

Ich wünsche uns allen dazu Mut und Gottes Geist.

 

Amen

 

Ihr / Euer Andreas Planitzer

 

 


 

 

 

 

 

Gedanken zum Monatsspruch April 2017

 

 

Monatsspruch: Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, er ist auferstanden.

Lukas 24,5-6

 

 

Am frühen Morgen waren sie aufgebrochen, die Frauen, die den Leichnam des Gekreuzigten einbalsamieren wollten. Doch sie fanden das Felsengrab leer vor. Nun standen sie ratlos da. Auf einmal sind da zwei Männer bei ihnen. Sie haben glänzende Gewänder an. Die Frauen neigen voller Ehrfurcht den Blick nach unten. Sie hören etwas aus dem Mund eines der Männer. Was sie den Lebenden bei den Toten suchten? Der Gekreuzigte ist nicht mehr hier, denn er ist auferstanden.

 

Ein Irrtum, eine Verwechslung? Die Frauen gehen aus der Grabhöhle und machen das Geschehen anderen kund. Es kommt ihnen wie ein Märchen vor. Können sie glauben, dass Jesus auferstanden ist? Jesus hatte davon gesprochen, ja, sie können sich erinnern. Sollte das wahr sein?

 

Liebe Leserin, lieber Leser, an dieser Stelle frage ich dich und mich: Wie wäre es dir oder mir gegangen, wenn wir damals dabei gewesen wäre? Mir säße sicher noch der Schrecken im Nacken von den Ereignissen des vorgestrigen Tages. Mein Glauben wäre auf den Nullpunkt abgesunken und ich würde alles glauben, nur nicht, dass dieses Wunder geschehen sein sollte. Nach allen Erfahrungen, die einem das Leben so bereitet hat! Da wäre eine natürliche Erklärung noch die einleuchtendste: Man hat den Leichnam gestohlen, um das schlimme Ende des Lebens Jesu nachträglich zu kaschieren. Oder die Römer haben sich den Leichnam geholt und verschwinden lassen, aus Vorsicht, dass sich kein Aufstand zusammenbraut. Alles käme mir wahrscheinlicher vor als das: Jesus ist auferstanden.

 

Vielleicht wären du und ich ja sogar die Emmausjünger. Wir verlassen die Stadt Jerusalem und fühlen uns leer, verzweifelt. Nur weg von dieser Stadt. Hier ist es gefährlich, hier wurde unser geliebter Herr Jesus gekreuzigt. Hier wurde unser ganzes Hoffen auf das anbrechende Reich Gottes ins Grab gelegt. Der Fremde neben uns, keiner weiß woher der plötzlich kam, der scheint keine Ahnung zu haben. Das musste der einzige sein, an dem das Geschehen vorbei gegangen ist!

 

Doch dann, er ist genauso schnell wieder weg, wie er gekommen war, da begreifen wir: Jesus! Er war der Fremde, der uns jetzt eben die Schrift erklärte und sagte, dass alles genauso sein musste. Dass er sterben und auferstehen würde. Eine riesengroße Freude überwältigt uns! Jesus ist tatsächlich auferstanden. Wir fliegen der Stadt Emmaus entgegen, um diese frohe Botschaft den anderen zu sagen!

 

Diesen Moment der überschwänglichen Freude wollen wir uns bewahren. In unserem alltäglichen Leben, in unseren Zweifelszeiten und Anfechtungen. Denn das ist wahr: Unser Herr geht mit uns. Auch wenn wir es meist nicht wahrnehmen. Es gehört zu den Wundern, die er tut. Wir sind nicht allein! Unsere Gebete hört er und er antwortet auf unsere Fragen.

 

Für unseren Verstand ist es schwer zu begreifen. Wir suchen den Lebenden noch oft genug bei den Toten. Wir finden ihn dort nicht. Auch wenn die Naturgesetze ihn für tot erklären. Jesus als Schöpfer unseres Lebens und des Himmels und der Erde ist auch der Herr über die Naturgesetze. Unser Glaube soll fest stehen! Jesus selbst bezeugt sich in unserem Leben durch sein heiliges Wort. Er lebt und wirkt bei dir und mir.

 

Der Herr ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden!

 

Christian Lange.

 
 

 

 

 

 

Gedanken zur Jahreslosung 2017

 

 

 

Liebe Gemeindeglieder!

 

Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.

 

So hören wir es in der Jahreslosung für 2017.

 

 

 

 

 

Ein neues Herz und einen neuen Geist – haben wir die nötig?

 

Der Prophet Hesekiel verheißt in katastrophaler Zeit (als alle Versuche der Selbst-Befreiung und Selbst-Verbesserung fehlgeschlagen waren), dass Gott selbst eingreifen wird. 

Nicht menschliches Bemühen bringt die Wende, sondern Gott selbst. Inmitten aller Hartherzigkeit und Geistlosigkeit schafft er neue Lebensgrundlagen. Gott selbst will unser Leben erneuern und aus der Erstarrung befreien.

 

Denn unser altes Herz – das ist oftmals durch leidvolle Erfahrungen angeschlagen und aus dem Rhythmus gekommen, es ist durch schlimme Zeiten hart geworden, durch Enttäuschungen verbittert, es ist durch eigene Fehler belastet und auch in Schuld verstrickt. Und dieses Herz erneuert Gott und schenkt uns ein Herz, dass gesund und munter schlägt: voller Hoffnung, aufgeschlossen für das Leben, ein Herz, das von Gottes Geist durchströmt wird, liebt und verzeiht.

 

Auf dem Bild oben ist ein Bild der Künstlerin Ulrike Wilke-Müller abgebildet. Das irritiert: ein gelbes Herz? In unserer Welt sind Herzen doch Rot: frisch Verliebte malen sich rote Herzchen, Menschen bezeugen mit diesen, dass sie ein Herz für dieses oder jenes haben…

Die Künstlerin zeichnet das neue Herz in Gelb, weil das von Gott geschenkte neue Herz nicht betrübt, verdunkelt oder schwarz ist, sondern von seinem göttlichen Licht strahlt. Deshalb also ein gelbes Herz. Der Schlüssel dazu ist das Kreuz, was in der Mitte leuchtet. Es vertreibt alle Finsternis. Am Fuße des Kreuzes die offene Tür – der Zugang zu Gottes Leben.

 

Gott selbst will uns also ein neues Herz und einen neuen Geist schenken. Geben wir die Einwilligung, dass Gott unser Herz erneuert, uns ein Herz schenkt, dass für die Liebe und Gerechtigkeit, für den Frieden und Barmherzigkeit schlägt?

 

Ich wünsche uns allen, dass uns die Botschaft der Jahreslosung hilft, mit einem getrosten und zuversichtlichen Herzen durch das Jahr 2017 zu gehen und so Gottes Segen zu empfangen.

 

Ihr/Euer Pfarrer Andreas Merkel

 

 

 


 

 

Gedanken zum Monatsspruch Dezember 2016

 

Meine Seele wartet auf den Herrn mehr als die Wächter auf den Morgen. Psalm 130,6

 

Haben Sie schon mal im Freien eine Nacht durchgemacht und dann auf den Morgen gewartet?

Wir haben das bei einer Paddel-Rüstzeit versucht. Wir verstauten abends alles Gepäck in unsere Boote, tranken kurz vor Mitternacht noch einen heißen Tee und dann sind wir losgepaddelt.

Über Seen und durch schmale Kanäle - immer in Richtung Rheinsberg. Nachts wurde es auf dem Wasser furchtbar kalt. Glücklicherweise kam ein Bootssteg, auf dem wir noch einmal einen heißen Tee zubereiten konnten. Am kältesten war es kurz vor Sonnenaufgang, den wir uns inzwischen schon sehnlichst herbeigewünscht haben.

Endlich war es soweit: Wir paddelten genau in Richtung Osten und die Sonne ging auf. Das war ein herrliches Erlebnis, welches wir nie vergessen haben.

Nun ist sie wieder da - die Advents- und Vorweihnachtszeit - die Zeit des Wartens. Besonders die Kinder fiebern hin zum Heiligen Abend. Ob sie es erwarten können, bis es die Geschenke gibt?

Uns Erwachsene lässt das ja kalt - oder doch nicht? Was erwarten wir? Wenn wir in die Welt schauen - ja da kann man wenig Gutes erwarten: Es gibt an vielen Orten Krieg. Menschen müssen unsäglich leiden, hungern oder sind auf der Flucht. Der Erderwärmung ist wohl nicht mehr Einhalt zu gebieten. Und was mit dem neuen Präsidenten der USA zu erwarten ist, das ist ungewiss (ich schreibe dies am9.11.2016).

Der Psalmist steckt in echten Schwierigkeiten! Er schreit aus tiefer Not zu Gott, weil er von ihm alles erwartet. “Denn bei dem HERRN ist die Gnade und viel Erlösung ist bei ihm!" (Vers 7b)

Jesus sagte, als er sich von seinen Jüngern verabschiedete, dass er wiederkommen wird, am Ende der Tage.

Erwarten wir dies noch? Warten wir darauf, dass Jesus kommt und die Welt und uns erlösen wird. Erwarten wir, dass ER das ganze Negative beenden und eine neue Welt schaffen wird? “Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. ...

 

Siehe, ich mache alles neuf (Offenbarung 21,4-5). - Fast nicht zu glauben!

 

Und doch möchte ich dran festhalten. Denn der Morgen kommt gewiss!

 

Ihr/Euer Friedemann Beyer

 

 


 

Gedanken zum Monatsspruch November 2016

 

 

Und so halten wir nun fest an dem völlig gewissen prophetischen Wort, und ihr tut gut daran, darauf zu achten als auf ein Licht, das an einem dunklen Ort scheint, bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in euren Herzen.

2. Petrus 1.19

 

Wenn Gott uns etwas Wichtiges mitteilen will, dann spricht ER durch seinen Heiligen Geist zu uns, indem ER das niedergeschriebene Wort der Bibel in unserem Herzen lebendig macht. Wir merken dies indem wir uns persönlich angesprochen fühlen.

 

Wenn wir seine Zusagen im Alten und Neuen Testament in Frage stellen und dem Zeitgeist anpassen und wenn es auch nur in einzelnen wenigen Punkten ist, werden wir noch mehr von dieser Dunkelheit und Orientierungslosigkeit erleben, von der der Monatsspruch spricht. 

 

Der Weg Gottes mit seinem Volk Israel im Alten Testament zeigt uns dies sehr deutlich auf, was geschieht, wenn man seine gut gemeinten Worte und Gesetze ignoriert oder dem Zeitgeist anpasst. 

Warum kam es im Paradies zur Trennung mit Gott? Weil als erstes sein Wort in Frage gestellt wurde "sollte Gott wirklich gesagt haben ?"  1.Mose 3,1

Die Schlange, der Teufel, stellt immer das in Frage, was Gott sagt, mit dem einzigen Ziel, unsere Verbindung und Gemeinschaft mit Gott, die für uns lebenswichtig ist, zu zerstören und dabei ist ihm bis zum heutigen Tag jedes Mittel recht.

 

Und zu was der Mensch ohne die Korrektur Gottes so fähig ist wird uns ja überdeutlich in den Medien vermittelt.

Wir haben die Möglichkeit uns persönlich und als Gemeinde unter die Hand Gottes unterzuordnen und Jesus und seinen Werten in unserem Alltag nachzufolgen. Denn ER ist der einzige Morgenstern der Licht und Orientierung in unsere Welt bringen kann.

 

 

F.E.

 


 

 

Gedanken zum Monatsspruch Oktober 2016

 

 

Wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.

2. Korinther 3.17

 

Freiheit, ein großes Wort. Was wurde um der Freiheit willen nicht alles schon gesagt, getan und erlitten?

Kein Revolutionär kommt ohne dieses Wort aus und in Schlagern und Nationalhymnen  wird es thematisiert.

 

Aber was  ist denn Freiheit? Ist es ein Leben ohne „Muss“? Sicher nicht. Jeder muss irgendetwas, egal ob atmen oder sterben. Das ist nicht die Frage.

 

In der DDR-Zeit spielte für uns die Freiheit eine große Rolle, denn unsere  Freiheit war zum Teil arg eingeschränkt.

Versammlungs,- Presse,- oder Redefreiheit gab es faktisch nicht. Und doch konnte man auch frei leben. Unser Denken, unser Glauben, unsere Freundschaften  und die Liebe ließen sich nicht verbieten.

 

Paulus richtet sich in seinem Brief an die Gemeinde in Korinth an Menschen, die das Gesetz, das Gott durch Mose an das Volk Israel weitergegeben hat, sehr ernst nehmen.

Die sagen, dass man auch als Christ das volle Gesetz einhalten muss.

Paulus widerspricht. Das Gesetz ist nur der Maßstab. Nach diesem Maßstab muss jeder sterben, der das Gesetz Gottes nicht hält.

 

Daher sagt er auch in Vers 6 :“…der Buchstabe (des Gesetzes) tötet, aber der Geist macht lebendig“.  Aber Gott hat das Gesetz nicht dazu gegeben, um die Menschen zu vernichten, sondern um ihnen das Leben, das Leben mit Gott und Mitmensch zu ermöglichen. Daraus aber haben die Menschen einen Zwang gemacht, den Gott nicht will.

 

Nicht aus Angst vor Strafe sollen wir Menschen seine Gebote und Ordnungen einhalten, sondern aus Vertrauen darauf, dass Gott es gut mit uns meint.

Hinter dem Buchstaben des Gesetzes steht der Geist Gottes. Er möchte, das unser Leben gelingt und wir an unser Ziel, Gottes Herrlichkeit kommen.

 

Das ist aber nicht möglich, wenn wir nur die Buchstaben des Gesetzes anschauen, die unsere Schuld, unser Versagen dokumentieren.

Was meint Gott damit, wenn er möchte, das wir den Feiertag halten, unserem Partner treu sind, wir die Wahrheit sagen? Will er uns den Spaß verderben?

 

Nein, er möchte, dass es uns gut geht, und wir ihm vertrauen. Denn es kommt darauf an, dass es der Geist des Herrn ist, der uns bewegt, und nicht etwa der Zeitgeist, oder einer dieser Geister die nur zerstören und binden wollen.

 

Freiheit im tiefsten Sinn ist daher nur an die Bindung zum Geist Gottes zu haben.

 

 

Ihr Andreas Planitzer

 


 

 

Gedanken zum Monatsspruch September 2016

 

 

Gott spricht: Ich habe dich je und je geliebt,

darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte.        Jeremia 31,3

 

 

Dieses Wort lässt Gott den Israeliten in der Gefangenschaft in Babylon durch den Propheten Jeremia ausrichten.

Sie hatten es sehr schwer. König Nebukadnezar von Babel hatte sie als Gefangene aus ihrer Heimat verschleppt. Nun mussten sie dort als Knechte arbeiten; weit weg von Zuhause und von Jerusalem, dem Ort, wo sie im Tempel zu Gott beten und seine Nähe erleben konnten.

Wie kann man das aushalten? Sie schrien zu Gott um Hilfe. Gott, der Schöpfer von Allem was ist, antwortete seinem Volk: Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Gnade. (andere Übersetzung)

 

Das weckt Hoffnung! Das gibt neuen Mut! Das heißt: Gott ist auch hier im fremden Land bei uns. ER hat uns nicht vergessen. Nein, sondern ER liebt uns mit nie endender Liebe! Das ist ca. 2600 Jahre her. Was hat das mit uns heute zu tun?

 

Bei uns ist seit 70 Jahren Frieden. Wir sind keine Kriegsgefangenen. Wir sind frei.

Stimmt das? Sind wir wirklich frei? Oder gibt es auch bei uns etwas, das uns zwingt?

Es gibt Sorgen, die uns zwingen, unsere Gedanken immer wieder um diese Probleme kreisen zu lassen.

Wir sind gefangen in dem Gedankenkreisel. Irgendwann können wir gar nichts anderes mehr denken.

Dann werden wir niedergeschlagen und missmutig.

 

Es gibt Umstände, die uns zwingen: wenn z. B. jemand ständig zu viel Arbeit hat und gar keine Zeit zum Ausruhen und Auftanken bleibt,

fühlt man sich wie im Hamsterrad gefangen.

Wenn man für einen großen Bereich die Verantwortung trägt, muss man sich um sehr vieles kümmern.

 

Wenn man dabei alles allein schaffen will, ist man darin gefangen. Sicher fallen Ihnen nach einigem Nachdenken eigene „Zwänge“ ein.

 

Ja, auch wir Menschen im 21.Jh. hier in Deutschland sind nicht so frei, wie wir oft meinen.

Sorgen, Arbeit, Verantwortung, Streit, Ängste uvm. zwingen und knechten uns.

Dann dürfen wir, genau wie die Menschen zur Zeit des Propheten Jeremia, zu Gott, der Schöpfer von Allem was ist, um Hilfe rufen.

Wir dürfen IHM sagen, was uns einengt, bedrückt und zwingt. Und Gott wird uns antworten: Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Gnade. D.h.: „ICH, der lebendige Gott, habe dich immer lieb. Menschenkind, komm zu mir mit deiner Last. ICH will dir helfen.“

 

Aus Liebe zu uns hat Gott seinen Sohn Jesus auf die Erde geschickt.

ER hat versprochen: „ Und seid gewiss: ICH bin jeden Tag bei euch, bis zum Ende der Welt.“

Darum dürfen wir immer und überall zu IHM beten. Lassen Sie sich Mut machen, in allen Ängsten, Nöten, Sorgen, Krankheiten und Problemen ihr Herz vor Gott auszuschütten und seine Hilfe zu erwarten.

 

Der liebende Gott segne Sie!

Das wünscht Ihnen Ihre

Annedore Lau

 

 

 


 

Gedanken zum Monatsspruch Juni 2016

 

 

Meine Stärke und (der Inhalt meines Liedes) mein Lied ist der Herr,

er ist für mich zum Retter geworden.       2.Mose 15,2

 

 

Kennen sie das?

In der Nacht wachen sie auf und sind klitschnass.

Das Problem, mit dem sie eingeschlafen sind, geht ihnen sofort wieder durch den Kopf.

Sie schlafen unruhig weiter. Am Morgen sind sie wie gerädert  und der erste Gedanke: Ich muss das Problem angehen, ich muss etwas tun, ich muss da durch.

 

Nach ein paar Tagen war alles halb so schlimm. Die Sache ist geklärt. Sie können wieder ruhig und fest schlafen.

 

So geht es auf und ab mit unseren Gefühlen, Empfinden und realen Situationen:

Kämpfen müssen und sich sicher und geborgen fühlen; verlieren oder gewinnen; dass einem Sorgen quälen oder dass man gerade rundum glücklich und sorglos ist und so weiter, mit allen Varianten von Ängsten und Hoffnungen, bis ans Ende.

 

Die Frage ist: wie verhalte ich mich im tiefen Tal und wie, wenn ich auf dem Gipfel stehe.

 

1989/90 sind viele Zeitgenossen wieder in die Kirche eingetreten weil sie dort ihre Hoffnung sahen und Hilfe bekommen haben. Vielleicht auch, weil sie etwas von Gott erahnten oder spürten. Einige Zeit später sind sie wieder ausgetreten.

 

Ein Freund, der mit einer schweren Krankheit im Krankenhaus lag, sagt mir: „Da habe ich wieder gebetet.“  Und danach?

 

Israel erinnert sich an seine hoffnungslose, ausweglose Situation.

Sie sind Flüchtlinge auf dem Weg in ein unbekanntes Land. (Irgendwie sind wir alle auf dem Weg in eine unbekannte Zukunft. Die meisten von uns mit einer besseren Ausgangsposition.)

Im Rücken eine überwältigende, nicht zu bezwingende, tödliche Macht (die Ägyptische Armee); vor sich ein unüberwindliches, genauso tödliches Meer. Irgendwie ist es gut gegangen.   Dafür kann ich viele Ursachen finden, dass es gut gegangen ist. Ich habe gekämpft und gesiegt, ich habe an mich geglaubt und positiv gedacht, ich hatte Glück.

 

„Wir haben auf Gott vertraut – wir vertrauen auf Gott“, sagten die Israeliten. Das versuche ich auch. Mitunter gelingt es, manches Mal auch nicht; bei den Israeliten und bei mir. Dieses Vertrauen ist keine Methode für schlimme Zeiten, sondern eine Lebenseinstellung, für die man sich entscheiden muss: Zur Taufe, Konfirmation, wenn man wieder in die Kirche eintritt, bei anderer Gelegenheit. Diese Lebenseinstellung heißt: Christ sein wollen, mit Gott rechnen, sein Unvermögen (Schuld, Sünde) nicht verdrängen, von Gott alles erwarten und – Danke sagen.

Israel bringt das mit einem Lied zum Ausdruck, aus dem der Monatsspruch ein Vers ist, der das unterstreicht.  

 

„Meine Stärke und mein Lied ist der Herr,

er ist für mich zum Retter geworden.“       2.Mose 15,2

 

 

 

Gott ist meine Stärke, auf den will ich vertrauen,

Gott hat mir geholfen. Ihm und denen die bei mir waren will ich danken. Warum nicht mit einem Lied?

Sing mal wieder! Zu Hause, im Urlaub, in der Familie, im Gottesdienst.

Denn: Singen ist gesund, Balsam für die Seele, singen kann mich öffnen, dass Innere, das mich quält und mich freut aus mir heraus lassen; sagt man.

 

Ich wünsche ihnen einen frohen, glücklichen Juni und wenn es in den Urlaub geht gute Erholung.

 

Ich wünsche ihnen, wenn sie von Albträumen gequält und Ängsten gelähmt werden, dass sie die Hoffnung nicht verlieren, sich an Gott erinnern und an ihm festhalten und einen Menschen haben, der bei ihnen ist.

 

Bernd Trommer

Gedanken zum Monatsspruch Mai 2016

 

Habt ihr denn vergessen, dass euer Körper ein Tempel des Heiligen Geistes ist?

Der Geist, den Gott euch gegeben hat, wohnt in euch, und ihr gehört nicht mehr euch selbst.

 

 

Raum für den Heiligen Geist

 

Es gibt Ermahnungen, die einfach nur nerven, dagegen aber auch Ermahnungen für die ich sehr dankbar bin,

bei denen ich sage: „Gut dass du mich erinnerst, das hätte ich sonst vergessen".

 

Durch diesen Vers werden wir wieder erinnert, dass der Heilige Geist in uns wohnt.

Paulus spricht auch den Geschwistern, die ihrem früheren Lebenswandel nachgegangen sind, den Heiligen Geist nicht ab.

 

Man muss es immer wieder ganz neu realisieren, dem heiligen Geist gefällt es, in uns zu wohnen.

Unser Leib wird verglichen mit dem Tempel, der Wohnstätte Gottes.

 

An dieser Tatsache wird uns wieder deutlich, welche ungeheure Kraft Gott in das Sterben und Auferstehen von Jesus hineingelegt hat.

 

Wir werden durch Gottes Brille so rein gesehen, dass es für den Heiligen Geist möglich ist, in uns zu wohnen.

Oft sind wir uns dessen gar nicht bewusst, dass der Heilige Geist in uns wohnt. Der Heilige Geist ist uns so nahe und doch nehmen wir ihn nicht immer wahr.

 

Seine Stimme ist überlagert von tausend anderen Stimmen und uns fällt es schwer, sie zu erkennen.

Aber jede Ermahnung kann auch eine neue Chance sein.

 

Folgende Punkte könnten uns helfen:

- Das wir wieder ganz neu realisieren, dass der Heilige Geist in uns wohnt.

  Diese Freude dürfen wir dem Heiligen Geist auch täglich sagen.

- Ihn um Hilfe bitten, mit ihm in Gemeinschaft zu leben, zu lernen mit ihm Zeit zu verbringen,

  um seine Stimme gut zu hören und aus seiner Kraft zu leben.

-Zuzulassen, dass uns der Heilige Geist verändert, nicht das was wir wollen ist wichtig,

  sondern dass was der Geist will.

 

Gott hat den Heiligen Geist nicht an unsere Seite, nein, Er hat Ihn in uns hinein gestellt, dass er uns ganz nahe ist und er weiß auch am besten, wie er uns unterstützen kann, um Gott mit Leib, Seele und Geist zu verehren.

 

Matthias Schäfer

 

 


 

 

Gedanken zum Monatsspruch April 2016

 

 

Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, die königliche Priesterschaft, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, dass ihr verkündigen sollt die Wohltaten dessen, der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht.                  1. Petrus 2,9

 

 

„Licht scheint in der Dunkelheit.“

„Und die Dunkelheit konnte es nicht auslöschen.“ Joh. 1,7.

So grüßten sich die Waldenser, die im Mittelalter  unter schlimmer Verfolgung litten, weil sie ihren Glauben lebten. Mit diesem Spruch gaben sie sich untereinander zu erkennen.

Dunkelheit umgibt uns auch heute. In einer schrill bunten Welt, wo wir nicht wirklich daheim sind. Und doch in eben dieser Welt ist unser Platz als Christen. In diesem Monatsspruch steckt das Grundgerüst unseres Glaubens.

 

Der Apostel Petrus schreibt in seinem Brief, wir Christen sind ein auserwähltes Geschlecht. Das bedeutet für uns, berufen zu sein. Nicht aus uns selbst, sondern Gott hat jeden von uns bei seinem Namen gerufen, wir sind sein Eigentum.

Macht uns das nicht eingebildet? Herausgerufen, wir, die Christen. Und unsere nicht-glaubenden Mitmenschen nicht.

Ich gebe zu, manchmal fühle ich mich sehr wohl bei dem Gedanken, dass ich die Hilfe des Allerhöchsten (zum Beispiel bei meiner Arbeit) in Anspruch nehmen kann. Wenn ich in schwierige Situationen gerate, kann ich zu Gott flehen und ihn um Hilfe bitten. Und Gott handelt, denn er hört das Schreien seiner Kinder. Doch die anderen? Sie stehen allein mit sich! Sie sind auf ihre eigene Kraft, Klugheit und Pfiffigkeit angewiesen. Bis die Kräfte versagen. Spätestens am Ende des Weges, wenn das Dunkel sich endgültig über sie legt.

 

Ich denke dann aber daran, dass jeder sich irgendwann einmal bewusst entschieden hat. Für Gott oder gegen ihn. Deshalb darf ich dieses wunderbare Vorrecht für mich ohne schlechtes Gewissen in Anspruch nehmen: Gottes Kind zu sein. Denn es steht jedem offen.

 

Petrus schreibt über die Nicht-Glaubenden (1Petr2, 8), dass sie stolpern werden, weil sie nicht auf Gottes Wort hören, es nicht befolgen. Und wir Christen unterscheiden uns darin von ihnen, dass wir auf Gott hören. Und damit sind wir ein auserwähltes Volk. Eine königliche Priesterschaft.

Wir sind Gottes heiliges Volk, sein persönliches Eigentum.

 

Diese wunderbare Botschaft hat aber eine schwerwiegende Kehrseite: Dadurch sind wir nicht mehr in dieser schönen Erde zuhause. Petrus schreibt in Vers 10, dass wir in dieser Welt ohne Bürgerrecht sind, dass wir Fremde sind.

 

Das trifft uns ins Herz. Denn wir leben eigentlich wie jeder andere in dieser Welt. Auch wir Christen sehnen uns nach Geborgenheit. Nach einer sicheren Zukunft. Nach erfülltem Leben, verwirklichten Plänen. Doch hier warnt uns Petrus (V11). Wir sollen uns nicht von dieser Welt bestimmen lassen. Und schlimmer noch: Wir werden verklagt! Dafür, dass wir Gutes tun.

 

Doch die Hoffnung hebt uns heraus aus der Angst. Gott ist in den Schwachen mächtig und hilft uns, wieder und wieder aufzustehen. Ja, das ist so auffällig, das eben die Menschen, die uns jetzt verklagen, durch unser Beispiel die Chance bekommen, sich Jesus zuzuwenden. 

 

Dieser Monatsspruch aus dem Petrusbrief ist Trost und Anspruch zu gleich. Er eröffnet den Blick auf das dahinterliegende, das Ziel im Glauben: „Vor euch liegt eine große Freude, auch wenn ihr für eine Weile viel erdulden müsst.“ (Petr1,6)

Ein wunderbarer Schatz wartet im Himmel für die, die glauben. Wir sind erkauft -nicht mit Gold und Silber. Jesus löste uns aus dem vergänglichen Leben durch sein teures Blut.

Eben weil wir nicht mehr zu dieser Welt gehören, sind wir auserwählt. Dazu berufen, die Wohltaten Gottes den Menschen nahe zu bringen.

 

Christian Lange

 


 

 

 

Gedanken zum Monatsspruch März 2016

 

Jesus Christus spricht: Wie mich der Vater geliebt hat, so habe auch ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe! Johannes 15,9

 

 

„Ist es Liebe?“ – singen Tevje, der Milchmann und seine Frau Golde in dem schönen Musical „ Anatevka“, welches wir uns kürzlich im Annaberger Theater angesehen haben.

Die beiden waren sich nicht sicher, ob ihre Beziehung nach 25 Jahren Ehe noch etwas mit Liebe zu tun hat.

 

In unserem Monatsspruch spricht Jesus gleich dreimal von geliebt sein bzw. Liebe.

Was stellen wir uns unter dieser Liebe Jesu vor? Können wir überhaupt etwas damit anfangen? Kein Wort unterliegt einem so riesigen Spektrum an Vorstellungen, Sehnsüchten und Wünschen wie das Wort Liebe.

 

Wir wissen, dass Gott aus Liebe zu dieser Welt Jesus sandte und in den Tod gab , damit wir durch Ihn wieder Zugang zum Vater haben. (Joh.3.16) Und mit dieser großen Liebe seines himmlischen Vaters liebt Jesus auch uns, auch wenn das unsere Vorstellungskraft bei weitem übersteigt.

Es ist eine feststehende Tatsache, die wir nur im Glauben ergreifen und festhalten können.

Danach folgt die Aufforderung: Bleibt in meiner Liebe! Um zu verstehen, was das praktisch heißt, müssen wir weiter lesen. Vers 10: Wenn ihr meine Gebote haltet, dann werdet ihr in meiner Liebe bleiben, und dann weiter Vers 12 Das ist mein Gebot, dass ihr einander liebt…

Das klingt nun wieder sehr nüchtern und hat nicht viel mit schönen Gefühlen zu tun, nach denen wir uns doch so oft sehnen.

 

Vorher war die Rede vom Weinstock und den Reben. Das heißt, wir müssen fest verbunden mit Jesus bleiben, damit wir unseren „Lebenssaft“ aus Ihm beziehen.

 

Erst aus dieser engen Verbindung durch Gebet, Gemeinschaft und Studieren Seines Wortes sind wir in der Lage trotz unterschiedlicher Anschauungen, Erkenntnisse und Lebensweisen einander mit den Augen Jesu zu sehen und zu lieben.

 

Das ist schließlich die Voraussetzung, dass das Gebet Jesu aus Johannes 17, 21 in Erfüllung gehen kann „… damit sie alle eins werden, gleichwie du, Vater, in mir und ich in dir, dass auch sie in uns eins werden, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast.“

 

Dafür sollen wir in der Liebe Jesu bleiben, denn die Welt braucht nichts Dringenderes als diese Liebe! Lasst uns deshalb mit Philipp Spitta einstimmen und singen:

 

 

Bei dir Jesu will ich bleiben, stets in deinem Dienste stehn;

Nichts soll mich von dir vertreiben, will auf deinen Wegen gehn.

Du bist meines Lebens Leben, meiner Seele Trieb und Kraft,

wie der Weinstock seinen Reben zuströmt Kraft und Lebenssaft. (EKG 406)

 

Gabriele Klitzsch

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jahreslosung 2016

 

Gott spricht: Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.   Jesaja 66, 13

 

 

 

Monatsspruch Februar 2016

 

Aber wenn ihr betet, sollt ihr euren Mitmenschen vergeben, falls ihr etwas gegen sie habt, damit euer Vater im Himmel auch euch die Verfehlungen vergibt.  Markus 11, 25

 

Liebe Geschwister,

im Abschnitt 11 des Markus Evangeliums können wir u. a. einiges aus der Zeit erfahren, als Jesus und seine Jünger in Jerusalem waren.

Des Weiteren geht es im Abschnitt, den der Monatsspruch beschließt, um die Kraft des Glaubens, die nicht nur einen Feigenbaum über Nacht zum Verdorren bringt, sondern eben auch Berge versetzt und Gebetsbitten erfüllt, wenn wir darauf vertrauen, dass es geschieht. Positives Denken ist wichtig!

 

Selbst ein „Ungläubiger“ hat in Seminaren schon gehört, dass er bestimmte Ziele erreichen kann, wenn er fest daran glaubt und diese auch wirklich erreichen will. Und wir Christen? Was erwarten wir von Gott? Was trauen wir Gott und dem Gebet zu?

Wir erfahren auch, dass es wichtig ist, dass wir selber fähig und bereit sind, zu vergeben, damit uns Gott auch vergeben kann und unsere Gebete dadurch offene Ohren bei IHM finden.

Gebetsbitten sind dann zugleich auch Selbstermahnungen.

Gebet stärkt somit den Beter im täglichen Tun dessen, was dem Heil des Nächsten und der Welt dient. An dieser Stelle muss ich an das Doppelgebot der Liebe denken (s. EGB 798).

Ja, das Gebet hat eine ungeheure Kraft, die wir viel zu sehr unterschätzen. Es gibt nichts, was zu klein oder zu groß für ein Gebet ist. Wir sollten nie an der Macht des Gebetes zweifeln. Das Gebet kann Berge versetzen, wenn wir es nur zulassen.

Jeder von uns hat sicherlich die Kraft des Gebetes in seinem Leben gezeigt bekommen.

 

Für Gebetshaltungen gibt es keine festen Regeln. In der Bibel finden wir Beispiele für verschiedene Gebetshaltungen. Die innere Gebetshaltung, ja Herzenshaltung, ist entscheidend! Dennoch wissen wir, das hat uns Jesus gelernt, als er sagte. „Vater nicht was ich will, sondern was du willst, soll geschehen.“ Gott will das wir die Fülle haben und auch getröstet werden, wie einen seine Mutter tröstet.

Was haben wir vor Kurzem in der Lesung und in der Predigt im Gottesdienst gehört? „So Gott will und wir leben, werden wir....  auch im „Vaterunser“ beten wir dein Wille geschehe...Wir sind in/ an Gottes Hand gut geborgen! - Gott sei Dank!

Und was sagte Bonhöffer: „Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost was kommen mag. Gott ist bei uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.“  Dazu kann ich nur Amen sagen!

 

Henryk Reimann

 

 


 

 

Monatsspruch Dezember 2015

 

Jauchzet, ihr Himmel, freue dich Erde! Lobt, ihr Berge, mit Jauchzen! Denn der Herr hat sein Volk getröstet und erbarmt sich seiner Elenden

(Jesaja 49,13)

 

 

Liebe Geschwister

 

Wann habt ihr das letzte Mal gejauchzt. Ich kann mich jedenfalls nicht mehr dran erinnern, vielleicht als Kind, wenn es zum Geburtstag oder zu Weihnachten unerwartete Geschenke gab.

Bei den eigenen Kindern konnte ich das schon hören, als sie noch kleiner waren. Dieses Jauchzen kann man schlecht beschreiben, es sind ja keine richtigen Worte. Es drückt das höchste Gefühl aus, welches unkontrolliert über die Lippen geht.                                                                                 

 

Der Prophet Jesaja schreibt hier, dass die Himmel (nicht der Himmel) jauchzen sollen, die Erde soll sich freuen und die Berge sind aufgefordert zu jauchzen.

Man meint, solch ein Aufruf kommt gleich nach der Schöpfung, als alles ganz neu und unzerstört war. Die ganze Schöpfung hätte Gotte damit alle Ehre geben können.

 

Hier wird jedoch zum Lob Gottes aufgerufen, weil der Herr sein Volk getröstet hat und sich seiner Elenden erbarmt hat. Ist dafür überhaupt der „Aufwand“ gerechtfertigt? Und dennoch ist der weit entfernte Gott plötzlich so aktiv, plötzlich so einfühlsam, plötzlich so sehr nah.

 

Jesaja redet in erster Linie zu den Juden. Viele seiner Prophetien erfüllten sich schon in dem Juden Jesus von Nazareth, dessen Geburt wir diesen Monat feiern.

Das sollte genug Grund sein zum Jauchzen und doch ist die Vorbereitung zum Fest und dem Geschenkeeinkaufwahnsinn eher mit Seufzen verbunden.

Machen wir da etwas falsch? Schauen wir nicht auch argwöhnisch oder zumindest befremdlich, wen da doch mal jemand im Gottesdienst zu Gottes Lob jauchzt, obwohl es nur ein Bruder oder eine Schwester ist, noch nicht mal ein Himmel oder ein Berg oder ein Teil der Erde.

 

Gott ist viel größer und allmächtiger, als wir uns jemals vorstellen können und er möchte uns die Fülle geben, wenn wir uns auf ihn einlassen und uns von ihm beschenken lassen , auch wenn er es anders tut, als wir denken!

 

 

Andreas Schraps

 

 


 

 

Gedanken zum Monatsspruch November 2015

 

Erbarmt euch derer, die zweifeln. Jud 22

 

Wie gelingt ein Leben in der Gemeinde?

Alle Briefe im Neuen Testament geben uns dabei wichtige Ratschläge. Nicht allein die Fragestellung, wie ICH als Christ lebe, sondern auch die Gemeinschaft der Christen untereinander, ist immer wieder das Thema. Wir sind, so Paulus, nur zusammen der Leib Christi, der Tempel Gottes. Ein Leib, viele Glieder, so macht er es im 1.Kor.12 deutlich.

Das heißt aber auch – wenn ein Glied leidet, leiden alle anderen mit. Wir kennen das ja von unserem physischen Körper. Ich habe eben nicht nur entzündete Bronchien, sondern der ganze Körper fühlt sich schlapp und krank. Und wer einmal in die Medizin hineinschaut, kann staunen, wie unser ganzer Körper aktiviert wird, um wieder gesund zu werden.

So verstehe ich auch den Monatsspruch aus dem Judasbrief.

Es lohnt sich, die wenigen Verse einmal im Zusammenhang zu lesen. Es geht Judas nicht um Entschuldigung und Ausrede für Unglaube und Sünde. Davon distanziert er sich klar. Es geht um Erbarmen für die Schwachen im Glauben, für die, die auf dem Weg sind, die fallen, laufen und wieder fallen. Denen soll unser Herz sich zuneigen. (Wie schön ist dieses deutsche Wort bARM-Herzigkeit – ein Herz für die Armen haben.) Denn für die Schwachen, die Armen, die Kranken, die Sünder ist Jesus gekommen.

Ihnen möchte er heraushelfen, sie möchte er zur Nachfolge rufen, ihnen möchte er seine Gnade schenken. Denn wer stolz und selbstgerecht auf den eigenen Glauben baut, braucht keine Gnade.

Könnte unsere Gemeinde so aussehen:

Dass wir den Zweiflern Mut machen um gemeinsam Glaubensschritte zu gehen.

Dass wir dem Schwachen unseren Arm anbieten, ihn zu ertragen.

Dass wir dem Kranken und Alten dienen, in welcher Form auch immer.

Dass wir dem Sünder das Evangelium verkünden zur Rettung.

 

So segne der lebendige Gott unsere Gemeinde.

Dagmar Eißner

 


 

Gedanken zum Monatsspruch Juli 2015

 

 

 

Haben wir Gutes empfangen von Gott und sollten das Böse nicht auch annehmen?  Hiob 2,10

 

 

Der Text aus dem Buch Hiob ist eine Herausforderung an uns. Hier zeigt uns das Wort Gottes am Leben vom Hiob, dass das Leben mit Gott nicht nur ein Wandern auf sonnigen Höhen ist und dass meine Vorstellungen und Wünsche nicht zwin­gend von ihm erfüllt werden müssen.

Hiob führt ein tadelloses Leben, aber wird mit Situationen konfrontiert, die die We­nigsten von uns so erlebt haben.

Wenn wir uns vor Augen führen wie Christen heute weltweit verfolgt, vertrieben und getötet werden, stellt sich doch die Frage: Wie kann das Gott zulassen?

Jesus sagt: „Wer mir nachfolgen will, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach“. Das neue Testament zeigt uns sehr deutlich auf, dass sein Leben nicht von dem Slogan geprägt war „alles wird gut“.

Viele Situationen in unserem Erleben wie Krankheit, Verlust des Arbeitsplatzes, Tod eines geliebten Angehörigen oder dass unsere Kinder nicht unsere Wertvorstellun­gen teilen, sollte nicht dazu führen, Gott anzuklagen und der Meinung zu sein, er liebt mich nicht mehr.

Wenn wir die Ausdauer besitzen das Buch Hiob zu Ende zu lesen,

werden wir feststellen, dass ER doch alles im „Griff“ hat, wenn wir uns auf seine Sichtweise einlassen.

 

 

 


 

 

Gedanken zum Monatsspruch Juni 2015

 

 

Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn.     1. Mose 32, 27

 

 

Begegnungen spielen in unserem Leben eine große Rolle.

Ich kann mich auf sie einlassen und ich kann ihnen aus dem Weg gehen.

Beides kann richtig oder falsch sein, mir nützen oder schaden.

Wenn ich mich darauf einlasse mache ich meistens neue Erfahrungen,

lerne etwas dazu, gebe von mir etwas preis und wenn es nur Name und Wohnort ist,

sie kann schön sein oder nervig, erfrischend, aufbauend oder anstrengend,

es kann daraus eine Beziehung werden oder mich in meinem Denken und Handeln

beeinflussen und verändern.

 

Jacob begegnet Gott, zugegeben in der Geschichte, aus der dieser Monatsspruch ist,

in etwas ungewöhnlicher Weise. (Bitte lesen)  

Aber das Wie ist nicht so wesentlich. Es war nicht die erste Begegnung mit dem Gott seiner Väter – Jahwe.   

Seine Eltern haben auf den HERRN gehört und er natürlich auch:

Beim Traum der Himmelsleiter, als Gott mit der ungeliebten Lea ist (29,31) und dann Rahel gedachte (30,22)

beide Jacobs Frauen, auf der Flucht vor Laban und als er am Jabbok mit Gott kämpfte –

seine wichtigste Begegnung mit ihm und die wichtigste für das Volk der Juden.

Dass ein Mensch so mit Gott ringt, wie es hier geschildert wird, kann ich mir schwer vorstellen.

Das Glauben auch Kampf bedeuten kann, haben die meisten von uns erfahren:

Ringen darum was im Zweifelsfall richtig oder falsch ist, es kann ein Glaubenskampf sein,

wenn man sich in einer schlimmen persönlichen Lage von Gott ungerecht behandelt fühlt –warum gerade ich? - ,

wenn ich nicht weiß wie es weiter geht –wie bei Jacob.

Und Gott will ihn endgültig verlassen. „Lasse mich los“ sagt er zu Jacob. Und Jacob hält ihn fest,

klammert sich an ihn. „Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn.

Gesegnet sein heißt hier: Mir kann dann nichts passieren, ich kann getrost in die Zukunft gehen,

ich bin der Erbe des Segnenden.

Während Jacob, der Betrüger, so kann seine Name übersetzt werden, den Segen (das Erbe) von seinem Vater ergaunert hatte,

ringt er jetzt um den Segen Gottes, verlangt ihn, weil er darum weiß oder auch „nur“ hofft, dass Gott ihn damit beisteht und hilft.     

„Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn.“

Und Gott segnet. Allerdings anders als erwartet. Keine Zusage für ein sorgloses Leben, kein Versprechen, dass die Begegnung mit Esau gut ausgeht, keine Garantie für Gesundheit und Wohlstand, Jacob bekommt einen neuen Namen. Nun ist bei uns der Name fast nur die Kennzeichnung eines Menschen. In vielen Ländern legt man noch wert auf die Bedeutung, hier sagt er etwas über das Wesen, den Charakter des Menschen aus. Aus Jacob –den Zweiten (Fersenhalter), den Betrüger, Hinterlistigen, den, der um sein Wohl, die Geliebte, seine Familie kämpfte, wird Israel, das hier bedeutet: „Gott kämpft“ für dich. Auf diese Zusagen führt das heutige Israel – und nicht nur die Frommen - ihren Ursprung zurück.

Diese Zusage ist Basis unseres Glaubens: Zum Beispiel „Allein aus Gnade“.

Aus Jacob ist kein Heiliger geworden. Er hatte viele Fehler und war trotzdem Werkzeug Gottes. Die Begegnung mit Gott hat ihn geprägt und verändert weil er Gott festgehalten hat.

Gott begegnet irgendwann jeden Menschen. Es kann eine Beziehung fürs Leben werden und darüber hinaus.

 

Du brauchst ihn nur festzuhalten.

 

Bernd Trommer

 

 


 

 

Gedanken zum Monatsspruch April 2015

 

 

Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen! Matthäus 27,54

 

 

Die Soldaten stehen am Kreuz: Jesus ist an das Holz genagelt. Die Hinrichtung ist getan. Nun warten sie auf seinen Tod.

Menschen gehen am Kreuz vorüber und lästern: Ist der da Gottes Sohn? Sie klagen an, fragen: Warum steigt er dann nicht herunter, wenn er Gottes Sohn ist? Und jetzt hängt er da wie ein gemeiner Übeltäter und nichts geschieht! Ja, wenn er jetzt von dem Kreuz runter steigen würde! Das würde uns überzeugen. Dann würden wir ihm nachfolgen. Das wäre ein König! Das wäre ein wahrer Sohn Gottes.

Ja, so einen König der Juden wollen wir.

 

Jesus steigt nicht herunter.

Finsternis breitet sich aus. Die Sonne ist verdunkelt.

In seiner letzten Not schreit er laut auf: Mein Gott! Warum hast du mich verlassen?

Er stirbt.

Die Erde bebt, Gräber tun sich auf. Der Vorhang im Tempel, der das Allerheiligste verbirgt, reißt mittendurch. Es ist so dunkel.

 

Die Menschen gehen. Die Hinrichtung ist vorbei. Es gibt nichts mehr zu sehen. Kein Wunder war geschehen. Der kann also wirklich nicht der Sohn Gottes gewesen sein. Nun gibt es daran nichts mehr zu rütteln. Tot ist er. Selber schuld.

 

Die Soldaten müssen noch da bleiben. Warum ist es so dunkel? Die Erde bebt. Der Schrei des Sterbenden. Und dann die Stille.

Sie, die schon so viele Hinrichtungen vollstreckt haben, sie erschauern.

Der Hauptmann spricht aus, was auch die anderen Soldaten denken: Der da, am Kreuz, der war wahrhaftig Gottes Sohn!

Der hier war keiner von denen, die wir sonst hinrichten. Der Sohn Gottes!

Schuldlos. Von den eigenen Leuten verraten.

 

Sie erschrecken. Sie erkennen, sie begreifen. Sie sehen plötzlich, was sie vorher nicht sahen. Ihnen, den Soldaten, ist ein Licht aufgegangen im Dunkel.

 

So wie die Soldaten erschrecke auch ich manchmal. Wo stehe ich? Am Kreuz, wie die Soldaten, die eigentlich nicht zu dem Heilsgeschehen passen, aber doch die Wahrheit erkenne? Oder bin ich weggelaufen wie die Jünger, die ihn alle verließen (Mt26, 56)? Manchmal gehe auch ich weg vom Kreuz, kann nicht mehr glauben. Weil es so unglaublich, so unlogisch ist, dass Gott auf solche Weise handelt.

Doch Jesu Liebe ruft mich zurück. Sie lässt mich nicht einfach gehen, sie bringt mich zur Umkehr. Denn, dieser am Kreuz, der ist wahrhaftig Gottes Sohn. Und er ist auferstanden. 

Er ist wahrhaftig auferstanden!

 

Christian Lange

 


 

 

Gedanken zum Monatsspruch März 2015 Römer 8,31

 

 

„Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein?“

 

Haben wir nicht manchmal das Gefühl, dass sich alles gegen uns verschworen hat?

 

Da gibt es in kurzer Zeit so viele schmerzhafte Umstände, wie Krankheit, viel zu früher Tod eines geliebten Menschen, angespannte Lebenssituationen und vieles mehr, die uns oben genannte Tatsache stark anzweifeln lassen. Und da spreche ich auch aus eigenem Erleben in der letzten Zeit.

Doch dieses Wort stammt nicht von irgendeinem „Glückspilz“, der die Widrigkeiten des Lebens nicht kannte. Paulus ist selbst durch die dunkelsten Täler von Leid und Schrecken gegangen. „Seine Glaubensgewissheit und Siegeszuversicht bedeuten eben gerade nicht die Verharmlosung von Gefahren, Nöten und Schmerzen.“(Werner de Boor)

 

Er weiß, wovon er schreibt. Mit diesem kurzen Statement will er unsere Füße auf den einzig festen Boden stellen, der unser Leben hält und trägt: Gott ist für uns, nichts und niemand kann gegen uns sein, weil alles, aber auch alles Ihm unterstellt ist!

Selbst der Teufel ist ein von Ihm geschaffenes Wesen und ist besiegt durch das Leiden und Sterben Jesu!

 

Und gerade das ist der größte Liebesbeweis des Vaters: „Er hat seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern für uns alle in den Tod gegeben.“ Vers 32

 

Auf wen sonst sollten wir unsere Hoffnung setzen, wenn nicht auf diese Glaubenstatsachen, wie sie uns Paulus in des letzten Versen des 8.Kapitels des Römerbriefes nennt.(Verse 35-39)

„Denn ich bin ganz sicher: weder Tod noch Leben, weder Engel noch Dämonen, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, noch irgendwelche Gewalten, weder Hohes noch Tiefes oder sonst irgendetwas können uns von der Liebe Gottes trennen, die er uns in Jesus Christus, unserem Herrn schenkt.“ Verse 38 und 39

 

Darum will auch ich mit dem Liederdichter singen, der selbst durch schlimmste Lebensumstände ging:

 

„Ist Gott für mich, so trete gleich alles wider mich,

sooft ich ruf und bete, weicht alles hinter sich.

Hab ich das Haupt zum Freunde und bin geliebt bei Gott,

was kann mir tun der Feinde und Widersacher Rott?“

EKG 351

 

Mögen diese Worte all die ermutigen, die gerade durch ein dunkles Tal des Lebens gehen.

 

Gabriele Klitzsch

 


 

 

Gedanken zum Monatsspruch Februar 2015 Römer 1,16

 

 

„Ich schäme mich des Evangelium nicht: Es ist eine Kraft Gottes, die jeden rettet, der glaubt.“

 

Oder in heutigem Deutsch: „Zur Guten Nachricht bekenne ich mich offen und ohne Scheu. In ihr ist die Kraft Gottes am Werk und rettet alle, die der Botschaft glauben und sie im Vertrauen annehmen.“

 

Nur auf den vertrauenden Glauben kommt es an, und alle sind zu solchem Glauben aufgerufen. Denn wer durch Glauben vor Gott als gerecht gilt, wird leben. -Soweit Auszüge aus dem Brief des Paulus, den Jesus selber, als Paulus ihn noch verfolgte, zu seinem Apostel bevollmächtigte.

 

Sein Auftrag ist es, zu Ehre Jesu Menschen aus aller Welt dafür zu gewinnen, dass sie sich Gott im Gehorsam unterstellen und ihm vertrauen.

Das ist auch unser Auftrag!-Siehe Missionsbefehl!

 

Mein Glaube ist keine Privatangelegenheit. Ich soll meinen Glauben bekennen und leben.

Meine Nachbarn, Kollegen,.... dürfen im Gespräch und meiner Lebensführung ( ist nicht einfach) erfahren und merken, dass ich meine Kraft, die ich ja täglich brauche, aus der Quelle Jesus schöpfe. Aus seinem Wort, den Gottesdiensten wächst der Glaube, die Zuversicht und der Dank für seine Tat am Kreuz. Merkt unser Umfeld das wir anders, Christen, sind? Fakt ist, wir sind besser dran! Wir haben die Möglichkeit unsere Sorgen und unseren Lebensmüll am Kreuz, an dem Jesus für unsere Schuld starb, sein Blut für uns gab, abzugeben und Vergebung erfahren.

 

Auch wenn unser Glaube (noch) ganz klein ist, so wie ein Senfkorn, kann er Berge versetzen, so Jesus zu seinen Jüngern. Soviel Kraft ist dem Glauben an Vater, Sohn und dem Heiligen Geist zu zuschreiben!

Und wie oft steht unser Leben vor großen Bergen? Den Sorgen, Ängsten,...? Wir sollen uns nicht schämen oder scheuen den Glauben den wir haben dürfen, offen zu bekennen. Leider haben viele den Glauben an Jesus noch nicht oder haben diesen wieder abgelegt. Aber, noch ist Gnadenzeit! Noch dürfen wir für unsere Kinder, Verwandten, Kollegen und die Welt beten. Sie einladen, für Jesus begeistern und sie unserem Herrn Jesus anbefehlen.

Es ist noch nicht zu spät! Er lebt und wir sollen mit IHM und bei IHM leben! - Ja, wir sollen einander annehmen wie Jesus uns angenommen hat und den Menschen neben mir als meinen Nächsten sehen und ihm dabei Jesus groß machen. Wenn wir das beachten, haben wir Jesu Auftrag verstanden. Wir sind auf gutem Weg! 

Gott schenke uns bitte zu dem Wollen auch das Vollbringen! Einiges ist bei uns und in der Welt noch im argen oder Korrekturbedürftig. Gut das wir ein Ziel und Vision als Privatperson und Gemeinde haben. Gut das wir dabei nicht alleine sind! 

 

Liebe Gemeinde! Jesu Zusagen, auch diese: „ Ich bin bei euch alle Tage....“, gelten/ gilt auch noch heute, für das Jahr 2015 und bis zu seinem Wiederkommen. Sie gilt auch für Hohndorf, unsere Nachbarschaft, für Sie, für mich und die Welt.

Der Glaube ist unser Sieg! Last uns daher aus dem Glauben leben und dazu einladen!

 

Ihr

Henryk Reimann

 


 

 

Gedanken zur Jahreslosung 2015    Römer 15, 7

 

„Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob.“


Diese Worte aus Römer 15 werden uns im Jahr 2015 als Jahreslosung begleiten.


Wenn wir den anderen so annehmen sollen, wie Christus uns angenommen hat, setzt das voraus, dass wir uns wirklich von Christus haben annehmen lassen, mit all unseren Fehlern, Macken und Begabungen. Oft neigen wir dazu, unsere Fehler zu überspielen und Schuld an Versagen irgendjemand Anderem in die Schuhe zu schieben. Am Besten, wenn Dieser nicht dabei ist und seine Sichtweise auf die Dinge nicht darlegen kann. Mit unseren Macken ist das ähnlich. Oft tun wir diese als gesteigertes Selbstbewusstsein ab und merken nicht, dass es unser Egozentrismus ist, der uns selbst im Weg steht.
Bei den Begabungen ist es wiederum so, dass wir diese gern in den Vordergrund stellen oder im Gegensatz dazu lieber herunterspielen, weil uns Lob einfach peinlich ist.
Genau dort will uns Jesus abholen - In unserer Unvollkommenheit
- Ohne Voraussetzungen
- Ohne Gegenleistung...
Menschlich gesehen gibt es ja soo... viele Gründe, den Anderen gerade nicht so anzunehmen, wie er ist. Es passt einfach nicht jeder in unser Bild vom „möglichen richtigen Christen“.
Machen wir uns doch frei von dem Denken, nur den annehmen zu können, der nur unsere Art zu glauben gut findet. Es wäre doch auch langweilig, wenn jeder das gleiche Auto fährt, die gleichen Sachen trägt, die gleichen Farben liebt und es wäre auch anstrengend, wenn jeder am gleichen Tag ins selbe Freibad gehen will.


Gerade das macht uns Menschen doch aus, dass wir eigentlich gleich aber doch unterschiedlich sind. Natürlich haben wir mehr Umgang mit den Menschen, die auf der gleichen Wellenlänge sind wie wir, doch ist es einfach wichtig, auch mal andere Meinungen zu hören und uns mit diesen auseinanderzusetzen. Dadurch verringern wir die Gefahr, in eingefahrenen Gleisen festzustecken.
Offenheit für Andere heißt nicht, die eigene Sichtweise ständig zu ändern, sondern andere Sichtweisen zuzulassen.
Ich denke, dass Christus von uns möchte, dass wir den Anderen so annehmen wie dieser ist und dass wir zu unseren eigenen „Unzulänglichkeiten“ stehen.


Der Vers aus dem Römerbrief ermuntert uns, dies zu Gottes Lob zu tun. Wie kann das aussehen?
In einem Liedvers heißt es „Nehmt einander an, so wie Christus euch angenommen hat. Seid zur Versöhnung bereit und reicht einander die Hand.“
Es kann manchmal dauern, bis man sich wieder versöhnen kann, weil Verletzungen oft tief gehen, jedoch sollte die grundsätzliche Bereitschaft dazu da sein. In einer Welt, in der es scheinbar normal ist, eigene Fehler nicht einzugestehen, ist ein Aufeinander-Zugehen leider schon unnormal.
Sind wir doch da einfach „unnormal“, springen über unseren eigenen Schatten und gehen aufeinander zu, ZU GOTTES LOB.

 

Andreas Schraps

 


 

 

Gedanken zum Monatsspruch November 2014

 

 

“ Beten ist reden mit Gott und hören...

 

 

 

Dieser Ausschnitt ist aus einem Lied, das schon etwas älter ist, aber es lohnt sich, einmal darüber nachzudenken.

Warum beten wir eigentlich?

Die Bibel fordert uns auf, mit Gott zu reden. ER hat großes Interesse mit uns ins Gespräch zu kommen. Was uns bewegt ist ihm wichtig. Wir dürfen ihm mitteilen was wir empfinden und wir in unserem Innersten wirklich denken. Die Bibel spricht davon, dass ein ehrliches und aufrichtiges Gebet von Gott sehr ernst genommen wird.

Dies ist auch meine Erfahrung, dass die Aufrichtigkeit ein entscheidender Faktor ist. Da er uns bis ins Innerste kennt, brauchen wir ihm nichts vorzumachen. Auch müssen wir ihm nicht ständig vorschreiben was er zu tun und zu lassen hat.

Weiterhin ist er auch nicht zuständig, um alle unsere Wünsche und Träume zu er­füllen. Er möchte einfach, dass wir zur Ruhe kommen, dass er uns nahe sein kann und er uns somit für seine Ideen und Pläne begeistern kann.

Manchmal laufen wir in eine falsche und erfolglose Richtung und merken erst viel zu spät, dass wir es mit Gott gar nicht besprochen haben.

Die Jünger baten Jesus, lehre uns beten. Und so entstand das Vaterunser, was wir in jedem Gottesdienst beten: z. B. „Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden…. „ oder „ vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schul­digern…. „

Es lohnt sich auf alle Fälle über das nachzudenken und zu verinnerlichen, was wir in jedem Gottesdienst beten.

Denn ER nimmt aufrichtiges und ehrliches Gebet ernst !!

In einer Gebetsgemeinschaft kann man dies auch zu zweit, zu dritt...tun.

Gott freut sich über eine Gemeinde, die gemeinsam seine Nähe sucht und sich von ihm verändern lässt.

 

Frank Eißner

 

 


 

 

Gedanken zum Monatsspruch Oktober 2014

 

 

Ehre Gott mit deinen Opfern  gern und reichlich,
und gib deine Erstlingsgaben ohne zu geizen.     Jesus Sirach 35. 10

 

 

 

Ohne Gott und Sonnenschein – so bringen wir die Ernte ein!

 

Die etwas Älteren unter uns können sich vielleicht noch an diesen Spruch aus der frühen Zeit der DDR erinnern. Dass er nicht nur gottlos, sondern auch dumm ist, hatte man recht bald begriffen. Da sind wir ja viel klüger; wir gedenken jedes Jahr zum Erntedankfest an den Segen Gottes, welcher nötig ist. Wirklich? Danken wir mit dem Kopf, oder mit dem Herzen?                                                                                                                       

Und wie sieht es mit den Gaben Gottes aus, die nicht Wachstum und Sonnenschein benötigen? Mein Auto, mein Haus, mein Konto… In den letzten Tagen bin ich beim Bibellesen auf ein Gebet Davids aufmerksam geworden (1. Chr. 29). Er dankt nicht nur Gott dafür, dass er ihn gut versorgt und finanziell gesegnet hat, sondern bringt zum Ausdruck, dass alles eigentlich Gott gehört und uns nur zum Segen und Nutzen gegeben wurde. Ja mehr noch, er dankt Gott, dass er freizügig diesen Segen weiterschenken kann. Davon bin ich oft noch weit entfernt. Wir geben Gott oft gerade so das, was ihm unserer Meinung nach zusteht. Egal, ob es sich dabei um die Kirchensteuer oder den Zehnten handelt. Und alles andere ist mein…? Bin ich bereit Gott die Herrschaft und Verfügungsgewalt über mein Konto, mein Eigentum, meine Zeit oder meine Kraft zu übergeben? Zugegeben, das klingt sehr abenteuerlich.        

Im Altem Testament stand Gott immer die Erstlingsgabe zu, also das Erste und Beste der Ernte. Nicht nur der Rest, der geradeso für ein Dankopfer noch übrig geblieben ist. Unser Monatsspruch fordert uns heraus – dem Herrn das Beste unseres Lebens zu geben. Und dies gern, reichlich und mit ganzem Herzen, also ohne Geiz. Es ist ja doch nur Teil seines Geschenks an uns. Und ich bin zutiefst davon überzeugt; Gott wird uns mit so einer Herzenshaltung nicht in den Ruin oder in die völlige Erschöpfung treiben. Wenn wir bereit sind zu geben oder zu teilen (egal, ob es dabei um materielle Dinge, um Zeit oder Kraft geht) wird er uns neu segnen und beschenken.

Probieren wir es doch einfach mal aus. Nicht festhalten und sammeln, sondern Gottes Geschenke weiterschenken. Es gibt so viel Not, der wir mit unseren Finanzen, aber auch mit unserer geteilten Zeit und Kraft begegnen können.

 

 

Dagmar Eißner

 

 


 

 

 

Gedanken zum Monatsspruch Juni 2014

 

 

 

Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Güte, Rechtschaffenheit, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.  Gal. 5, 22+23

 

 

So ist ein Christ, so sollt er sein!

 

Pauls schreibt von DER Frucht des Heiligen Geistes. Ich verstehe Heiliger Geist als Kraftfeld Gottes, durch das sich Gott den Menschen verständlich macht, den Einzelnen an die Hand nimmt, bei ihm ist. Dieser Gott verändert dich und mich, was Paulus hier als Frucht bezeichnet.

 

Früchte wachsen – mal mehr und mal weniger, mal größer und mal kleiner, mal auffällig schön und mal mit Flecken und Runzeln.

Diese eine Frucht wirkt unterschiedlich: Derjenige erfährt geliebt zu werden und beginnt zu lieben, er kann sich freuen und Freude verbreiten, er hat in sich Frieden und kann Frieden vermitteln, er ist geduldig mit sich und anderen, er ist gütig nicht nur gegenüber seinen Enkeln, sondern auch zu den unmöglichen Nachbarn,  all sein Handeln und Tun geschieht in offener ehrlicher uneigennütziger Weise, auf ihn kann man sich bedingungslos  verlassen, zumal er sanft wie ein Lamm ist und sich in jeder aber auch in jeder Situation im Griff hat.  Bedenken wir noch, dass Paulus ein paar Zeilen vorher schreibt; „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ (V.14) und paar Zeilen nachher „Einer trage des Anderen Last“ (V.6, 2) – So ist ein Christ, so sollt er sein. Immer freundlich, hilfsbereit, eben lieb, sehr lieb.

 

Gerade im Galaterbrief ist Paulus gar nicht lieb. Er tritt ganz entschieden, mit kräftigen Worten für seine Erkenntnis und Überzeugung ein und bekämpft die, die ein „anderes Evangelium verkündigen“ als er es getan hat 1,9. Er kämpft um die Christen in Galatien, denen jüdische Traditionen als Heilsnotwendig verkündigt werden und ist verzweifelt, weil er nicht weiß, was er noch machen soll 4,20.

Irgendwie kommt mir dieses Problem unter Christen bekannt vor. Was ist Richtig und was Falsch?  Was muss ein Christ tun, was darf ein Christ tun, was sollte er nicht tun? Immer wieder hat es diese Auseinandersetzung gegeben, im Großen und im Kleinen. Wer hat Recht bei der Frage nach rechtem, richtigem Christsein? Eltern verstehen die Kinder nicht und Kinder die Eltern, Konfessionen sprechen nicht miteinander und lehnen sich gegenseitig ab, Risse spalten Gemeinden, Christen trennen sich und gehen „eigene“ theologische Wege. Sie bekämpften sich, verurteilten gegenseitig, wollten und wollen mit dem Anderen nichts mehr zu tun haben.

 

Ich wüsste gern, wie das damals bei den Galatern weiter gegangen ist. Vermutlich hat es neben den Heidenchristen ohne jüdische Praktiken auch welche gegeben mit und welche so dazwischen.

Wie das Verhältnis untereinander war? Ich denke auch nicht besonders.

Bei aller unterschiedlichen bis gegensätzlichen Erkenntnis und  Überzeugung; unsere Beziehung zueinander, unser Verhältnis untereinander kann nur bestimmt werden durch die eine Frucht, die der eine Gott an und in allen seinen Kindern wachsen lässt.

 

„Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Güte, Rechtschaffenheit, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.“

Das diese Frucht oft Flecken hat, mitunter auch faule Stellen, zeigt, dass wir nicht perfekt sind und ohne Gottes Liebe und Vergebung nicht wachsen können und der Reifungsprozess wohl nie zu Ende geht.

 

 

Bernd Trommer

 

 


 

 

 

Gedanken zum Monatsspruch Mai 2014

 

 

 

Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau; denn ihr seid allesamt einer in Christus. Gal. 3,28

 

 

 

Weder Deutscher noch Zigeuner

 

Was haben Martin Luther und Paulus gemeinsam? Sie waren Reformatoren, die das Denken und den Glauben der Menschen verändert haben. Veränderung des Denkens und Glaubens ist immer mit Kampf verbunden. Deshalb standen Paulus und Luther oft auch an der Schwelle des Todes.

Dieser Kampf der Einzelnen hat sich auf ganze Gegenden und Länder ausgeweitet. Es kam zu Krieg mit vielen Toden. Heute dürfen wir die Errungenschaften der Reformatoren genießen. Aber der Kampf, wenn es um Glaubensschritte geht,  ist geblieben.

Der heutige Vers enthält auch Glaubenskämpfe. Ist es möglich, dass ein unbeschnittener Grieche die gleiche Wertigkeit bei Gott hat wie ein waschechter Jude, welcher die Verheißungen auf seiner Seite hat? Hat eine Frau das gleiche Ansehen wie ein Mann? Auch gab es in der Gemeinde einige Sklaven, die an der untersten Stufe der Gesellschaft angesiedelt waren.

Aber die Gesellschaft ist nicht der Maßstab. Der Maßstab ist Christus. Alle gesellschaftlichen, ethnischen, religiösen und biologischen Unterschiede verschwinden in Christus!

 

Paulus sagt, in Christus sind alle Einer. Vielleicht besser zu verstehen “Zusammen seid ihr der Leib Christi“.  

 

Ich glaube nicht, dass Paulus alle äußerlichen Unterschiede aufheben wollte. Vielmehr ist es für alle eine geistliche und seelische Stärkung. Es ist der Trost für jeden Einzelnen, wertgeschätzt, geliebt und angenommen in Christus zu sein. Ebenso befreit zu sein von allen Sünden.

Vor allem bekommt jeder Einzelne einen neuen Blick für den Anderen. Es ist nicht mehr in erster Linie der Grieche, die Frau oder der Sklave – sonder alle sind Glieder am Leib Christi.

 

Auch in unserer Gesellschaft gibt es solche Pendants – wie Deutscher und Ausländer, Arbeiter und Arbeitsloser, gesund und behindert, normal und eigenartig. Jeder der an Jesus Christus glaubt ist in Ihm, als Tochter und Sohn des Vaters wertgeschätzt und geliebt wie Christus selbst.  

 

 

Matthias Schäfer

 

 


 

 

 

Gedanken zum Monatsspruch März 2014

 

 

Jesus spricht: Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid; wenn ihr einander liebt.  Johannes 13, 35

 

 

 

Wir stehen am Beginn der Passionszeit, der Leidenszeit unseres Herrn.

Dem Monatsspruch voraus geht die Fußwaschung Jesu und der Verrat des Judas. Die Fußwaschung ist der große Liebesdienst Jesu an seinen Jüngern. Er ist sich nicht zu schade, ihnen den Dreck von den Füßen zu waschen, was eigentlich Sklavenarbeit war.

Auch wir sind heute noch auf diesen Liebesdienst angewiesen, uns täglich von Jesus unsere Sünden abwaschen zu lassen. Nur so haben wir uneingeschränkt Zugang zur Liebe des Vaters. Diese Liebe wurde ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.(Römer 5, 5) Das können alle die für sich in Anspruch nehmen, die ihr Leben bewusst Jesus anvertraut, das heißt, sich zu ihm bekehrt haben.

 

Mit dieser Liebe Gottes im Herzen können wir dann auch der Aufforderung Jesu in unserem Vers gerecht werden, einander zu lieben und zwar so, wie ER uns liebt. Das gelingt nicht aus eigener Anstrengung.

Die Folge dieser Liebe soll dann laut Jesus sein, dass alle erkennen, wir sind seine Jünger(Nachfolger). Das heißt, wir brauchen oft keine langen, frommen Worte und Überzeugungsargumente. Der Umgang untereinander als Geschwister ist der beste Spiegel für Glaubhaftigkeit und Authentizität des Christseins.

Leider wurden und werden gerade durch die Lieblosigkeit der Christen untereinander viele von Glauben und Kirche abgeschreckt.

Lassen wir uns täglich von der Liebe des Vaters erfüllen, um so unsere Schwester, unseren Bruder mit den Augen Jesu zu sehen, um sich gegenseitig zu ermutigen, zu trösten zu helfen und für einander zu beten.

 

Das ist dann Gemeinde: Ein Riesenvorrecht für uns Christen und ein Hoffnungszeichen und  Aushängeschild für die Welt.

Ich bin dankbar für die konkrete Liebe, die ich von vielen Geschwistern immer wieder erfahren habe. Ich weiß sofort, an wen ich mich wenden kann, wenn ich Hilfe brauche. Das ist ein wunderbares Geschenk, was Gott uns macht.

Lassen wir doch diese Liebe untereinander noch viel mehr sichtbar werden, gerade in einer Welt, in der die Liebe immer mehr erkaltet.

 

Lasst uns lieben, denn ER hat uns zuerst geliebt!   1.Johannes 4, 19

 

Gabriele Klitzsch

 

 


 

 

Gedanken zum Monatsspruch Februar 2014

 

 

„Lasst kein faules Geschwätz aus eurem Mund gehen, sondern redet, was gut ist, was erbaut und notwendig ist, damit es Segen bringe denen, die es hören.“  (Eph. 4, 29)

 

Liebe Geschwister,

es gibt viele Anregungen, Richtlinien, die 10 Gebote, ... Gesetzestexte, die man beachten und einhalten sollte, wenn das Miteinander der Menschen und ihr Leben gelingen soll. Viele schlaue Bücher und Kurse bieten uns Lebenstipps an.

Im BGB, in der Straßenverkehrsordnung und z.B. auch dem Grundgesetz wird der Umgang der Menschen mit- und untereinander geregelt und verankert.

Gleich zum Anfang des Jahres bekommen wir einen Tipp für diesen Monat, das Jahr 2014 und darüber hinaus. Wir und unsere Geschwister aus Nah (denke an Rödlitz/ Heinrichsort) und Fern.

In unserer Bibel, dem Buch der Bücher, finden wir Antworten und Hilfe in vielen Lebenssituationen.

 

Im Text spielt die Zunge/ Lippe/der Mund eine wesentliche Rolle. Unser Mund kann Liebesworte sprechen, kann lügen, falsches Zeugnis bringen, verleugnen, fluchen, Worte verdrehen, aber auch nette und aufbauende Worte meinem Gegenüber bringen u.v.m.. Der Mund entscheidet oft über Schicksale der Menschen. Bei einigen Menschen soll die Zunge sogar schneller sein als der Verstand. Bei anderen ist es auch so, dass Wort und Tat oft nicht übereinstimmen.

 

Unser Monatsspruch gibt uns einen Tipp zum Umgang mit unseren Worten. „Redet was gut ist, was erbaut und notwendig ist, damit es Segen bringe, denen die es hören.“

Paulus war es wichtig auch im Kapitel 4, (bitte lesen sie es einmal komplett), einige wesentliche Hinweise zu geben und Dinge zu benennen, damit die Gemeinde u.a. Zurüstung erfährt und dadurch der Leib Christi, die Gemeinde, erbaut wird. Auch wir Hohndorfer sollten auf Paulus hören.

 

Was sollen wir nun reden? „Redet was gut ist, was erbaut und notwendig ist,...“ „Schwätzer“ sollen wir nicht sein.

Wobei ich gute und begnadete Redner beneiden könnte. Linde und erbauende Worte des Herzens sollen über unseren Mund kommen. Notwendige Worte sollen es sein.

Nichtssagendes“ Bla, Bla“  bringt mich und mein Gegenüber oder Nächsten nicht weiter.

Manche Menschen haben sich nichts (mehr) zu sagen. Viele schweigen, wo sie ihre Stimme erheben sollten.

Wiederum gibt es Menschen die viel erzählen aber nichts sagen. Notwendige Worte sollen auch ehrliche und motivierende Worte sein.

Worte die mein(e) Zuhörer nicht nur verletzen oder kritisieren, sondern helfen und weiterbringen. Sie sollen Segen bringen denen, die es hören. Ein ehrliches Gespräch und ein gewolltes Feedback können in komplizierten Situationen hilfreich sein.

Im Römer 12 steht: “Die brüderliche Liebe untereinander sei herzlich. Einer komme dem anderen mit Ehrerbietung zuvor.“ Worte die eine „Schleimspur“ hinterlassen sind dennoch nicht angebracht und gemeint.

 

Bei Bedarf ist ein friedensstiftendes Gespräch zu suchen. “Soweit es euch möglich ist, haltet mit allen Menschen Frieden“, steht im Röm.12. Manchmal ist eben auch Schweigen angebracht.

Was sagt der Volksmund?“ Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“.

 

Es gibt aber auch in unserer Bibel viele weitere Stellen zum Thema. So z. B.:

“Euer Reden aber sei: Ja, ja; nein, nein. Was darüber ist, das ist vom Übel.“ Matth.5,37

„Sorge im Herzen bedrückt den Menschen, aber ein freundliches Wort erfreut ihn.“ Spr. 12,25

„Eine linde Antwort stillt den Zorn; aber ein hartes Wort erregt Grimm.“ Spr.15,1

„Alles was ihr tut in Worten oder Werken,....“  Kol. 3,17

„Jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn.“ Jak. 1,19

„Wer unvorsichtig herausfährt mit Worten, sticht wie ein Schwert,... .“Spr. 12,18 

 

Liebe Geschwister,

es ist nicht immer einfach das Richtige und auch richtig zu reden und alle diese Hinweise und Lebenserfahrungen im Alltag umzusetzen. Gott schenke uns zu dem Wollen auch das Vollbringen!

 

Gedanken von Henryk Reimann

 

 


 

 

Gedanken zur Jahreslosung 2014

 

 

Gott nahe zu sein ist mein Glück (Psalm 73,28)

                                                                         

Liebe Leser,

 

beim ersten Nachschlagen der Jahreslosung in meiner Lutherbibel fiel mir auf, dass dort der 28. Vers des 73. Psalms anders übersetzt ist als in der Einheitsübersetzung, aus welcher die obige Zeile stammt.

 

Natürlich ist der Inhalt der gleiche und so war ich gespannt, was beim näheren Befassen an eigenen Gedanken und an Gottes Absicht für diesen Vers zusammenkommt.

 

Was ist Glück?

 

-Ist es der Lottogewinn?

-Wenn etwas besser ausgeht als anfangs angenommen?

-Ein Zustand der inneren Zufriedenheit?

-Eine Eins in Mathe?

-Das Superschnäppchen beim Einkaufen?

-Gesundheit?

-Der sichere Arbeitsplatz?

-Die heile Familie?

-...

 

Der Schreiber des Psalms war sich sicher, dass dies nur die Nähe zu seinem Gott sein konnte, alles andere wäre nur Glück von kurzer Dauer - Glück, welches letzten Endes wertlos ist.

Wie nahe kann man Gott sein?

 

Die Frage könnte auch lauten -Wie nahe möchte ich Gott sein? Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass mir Gott so nahe kommen kann, wie ich es selbst zulasse. Wenn die Beziehung zu ihm intensiv ist, ist er sehr nahe- wenn meine Beziehung zu Ihm nicht so intensiv ist, ist er auch weiter weg. Man kann das  mit den eigenen Freundschaften vergleichen. Je öfter man Kontakt hat, desto enger ist im Normalfall die Beziehung.

Im Glaubensbekenntnis und im Vaterunser bekennen und beten wir, dass Gott unser Vater ist.

 

Wenn wir ein normales Verhältnis zu unserem leiblichen Vater haben, pflegen wir ja auch den Umgang, reden über Dinge, die uns gerade bewegen und sind einfach miteinander im Gespräch über den Alltag.

 

Wenn Gott mein Vater ist, bin ich sein Kind und darf auch all die Vorrechte genießen, die nur Kinder haben.

 

-Ich darf jederzeit mit Ihm reden, weil ich bei Ihm wohne

-Ich kann Ihm direkt von meinen Sorgen erzählen

-Ich kann Ihm direkt von meinen Wünschen erzählen

-Ich kann Ihm direkt danken für die Bitten, die er erfüllt hat

-Ich kann direkt den Trost empfangen, den ich brauche

-Ich darf Ihm nahe sein

-Ich darf...

 

Wie erwachsen bin ich eigentlich?

 

-Rede ich Gott mit Abba, lieber Vater an?

-Traue ich mich „Papa“ zu Gott zu sagen?

-Rede ich so normal mit meinem himmlichen Vater wie mit meinem leiblichen?

-Traue ich mich konkrete Bitten zu äußern?

-Sage ich „Danke“ für erhörte Gebete?

-Rechne ich mit Gottes Eingreifen?

 

Wenn ich Gott nahe sein möchte, hat mir echt geholfen, Ihn mit „Papa“ anzusprechen. Das war anfangs gar nicht so leicht, er ist ja der Schöpfer des Universums und von Ihm und durch Ihn sind alle Dinge, da ist es ja nicht selbstverständlich, diesen Gott mit „Du“ anzusprechen.

 

Ich möchte Mut machen, das einfach auszuprobieren, über den eigenen (erwachsenen) Schatten zu springen und ihn so anzusprechen, wie wir es ja in den Gebeten im Gottesdienst schon tun oder vielleicht doch ein klein wenig kindlicher?

Gott möchte mein weiches Herz, mein Inneres. Er kennt mich und möchte, dass ich Ihn immer näher kennenlerne.

 

Wenn ich das tue, kann ich echt sagen:                               

 

Gott nahe zu sein ist mein Glück“

 

Zum Schluss möchte ich noch neugierig machen auf die Verse 23-28 in der Lutherübersetzung-viele bekannte und tiefgründige Aussagen sind da zu finden!

 

Ich wünsche allen Lesern eine gesegnete Zeit

Andreas Schraps

 

 


 

 

Gedanken zum Monatsspruch November 2013

 

 

Siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch.

Luk.17.21

 

 

Geht es euch so wie mir,  liebe Geschwister – wenn ihr diesen Satz lest, stellt sich sofort die Frage: Wo ist das Reich Gottes? Warum sehe, erlebe ich es nicht?

 

In uns allen ist doch diese tiefe Sehnsucht, Gottes Handeln zu erleben.

Offenbar sind wir nicht die Ersten, die so denken. Der Bibelvers für den kommenden Monat ist die Antwort auf die Frage der Pharisäer an Jesus: Wann kommt das Reich Gottes?

 

Sie erhofften das Reich Gottes – oder wie man auch übersetzen kann, die Königsherrschaft Gottes- als politisches Reich, als den Sieg über die heidnischen Feinde Israels, allen voran die römische Besatzungsmacht.

 

Ihre eigenen Vorstellungen haben sie blind dafür gemacht, was Gott unter ihnen schon begonnen hat. Jesus geht sogar soweit zu sagen: Gottes Königsherrschaft könnt ihr nicht sehen und beobachten mit euren beiden Augen. Ihr könnt Gott und sein Handeln nicht festlegen an einen Ort oder eine Zeit. Sie entzieht sich damit auch allen wissenschaftlichen Forschungen und Beweise,

Und doch fordert Jesus die Fragenden, die Suchenden heraus „Siehe!“. Schau genau hin!!

 

Seine Königsherrschaft lässt sich entdecken, erfahren, erleben.

Dazu braucht es aber offene Augen des Herzens. Die Bibel gibt viele Hinweisschilder.

 

ER ist es, der diese Welt nicht nur geschaffen hat, sondern auch erhält (Ps.8,4).

 

ER gibt uns Sommer und Winter; Tag und Nacht; Saat und Ernte (1. Mose 8,22).

 

ER hat jeden von uns gewollt und uns wunderbar bereitet (Ps 139).

 

ER hat seine Engel ausgesandt, dass sie uns behüten und bewahren (Ps 91,11).

 

Dies sind nur einige wenige Beispiele für sein wunderbares Wirken unter uns.

Wann haben wir Gott für diese „Selbstverständlichkeiten“ gedankt? Und wie schnell sind wir dabei Gott anzuklagen, wenn er scheinbar nicht eingreift, wenn, zugegeben, schlimme Dinge passieren.

 

Aber noch ein zweiter Gedanke ist mir wichtig. Gottes Königsherrschaft beginnt im Unsichtbaren, nämlich in dir und in mir. Kann ER dort als König regieren? Sitzt ER auf

dem „Thron“ meines Lebens? Oder ist er nur wie die Oberkellner, den ich rufe um meine Bestellung aufzugeben? Frage ich in allen Lebensbereichen (Partnerschaft, Beruf, Finanzen, Zeit) nach seinem Willen? Oder schmückt Gott nur meinen spirituellen, meinen

Sonntagsbereich?

 

Hast du Sehnsucht Gottes handeln zu erleben, dann lade IHN ein, die Herrschaft in deinem Leben (neu) zu übernehmen. Wenn er in uns wirklich regiert, dann wird seine Königsherrschaft auch für andere in unserer Gemeinde und in unserer Gesellschaft sichtbar. Und das wünschen wir uns doch – oder?

 

Euch allen einen gesegneten November und offene Augen für seine Königsherrschaft.

 

Dagmar Eißner

 

 


 

 

 

Gedanken zu Johannes 14,6

 

 

Jesus sagt in Joh 14, 6: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“

 

 

Für viele von uns ist dies ein bekannter Bibelvers, den wir schon oft gelesen oder gehört haben.

Für andere eine Provokation.

 

Vor einiger Zeit, musste ich sehr intensiv darüber nachdenken.

 

Ich habe festgestellt, dass es in unserem Leben viele Wege gibt, die uns angeboten werden und die wir oft bewusst oder unbewusst benutzen.

Aber welcher ist der richtige?

Bin ich auf dem richtigen Weg?

Wie erkenne ich das was für mich das Richtige ist?

 

Was wollen wir in unserem Leben erreichen?

Vieles wird uns vorgegeben durch Eltern, Freunde, Schule, Berufsausbildung, Studium, Berufsleben usw.

Und wie oft sind wir der Meinung, das wir unser Leben (unseren Weg) selbst bestimmen können.

Und auf einmal werden wir mit Situationen konfrontiert, die nicht so vorgesehen waren,

wie z.B.  Krankheit, Verlust des Arbeitsplatzes, Tod eines guten Freundes,

finanzielle Probleme, Probleme in der Beziehung mit dem Ehepartner oder den Kindern.

Und dann stellt man sich sehr oft die Frage: War - ist das der richtige Weg?

Darf man diese Frage überhaupt stellen?

 

Jesus fordert uns in Joh. 14,6 auf, Ihm auf seinem Weg, den er vorgibt, nachzufolgen.

ER hat uns seinen Weg und die Vorstellung darüber vorgelebt. Dies kann man im Neuen Testament nachlesen.

Dies kann bedeuten, wenn ich mich gerade in einer Sackgasse befinde,

dass ich meine Richtung ändern muss. Dies hat immer etwas mit Umkehr zu tun.

Und vor allem das Eingeständnis, dass die vorherige Richtung korrigiert werden muss.

Der Weg Jesus führt zu Gott und in die Gemeinschaft mit bis in die Ewigkeit hinein.

 

Jesus spricht davon dass dies kein einfacher Weg ist.

Auch verspricht er uns nicht „alles wird gut“ oder „es wird schon wieder werden“.

 

Und schon gar nicht, dass alle meine Wünsche und Träume sich erfüllen.

Auf dem Weg mit ihm, wird er uns immer wieder korrigieren und verändern,

und dies ist nicht immer angenehm.

Seine Wahrheit über mich, und die Dinge und Situationen denen ich ausgesetzt bin,

werden mich so verändern, dass ich das Leben bekomme was mit dem Tod nicht zu Ende ist und bis in die Ewigkeit reicht.

Dies ist heute in unserer Zeit nicht angesagt und populär.

Die Frage ist, war es dies jemals?

Auch zurzeit Jesu waren viele nicht begeistert davon und wollten ihn beseitigen.

 

Wir müssen uns persönlich entscheiden welchen Weg wir gehen.

Niemand kann uns dies abnehmen.

 

Es ist schön dass wir in unserer Gemeinde die Möglichkeit haben,

diesen Weg gemeinsam zu gehen.

 

Frank Eißner

 

 


 

 

 

Gedanken zum Monatsspruch September 2013

 

 

Seid nicht bekümmert, denn die Freude am Herrn ist eure Stärke

Nehemia 8,10

 

Wie doch die Zeit vergeht. Es ist noch keine 2 Monate her, da hatte ich den berühmten Kloß im Hals. Vor mir lag eine JG-Rüstzeit, zu der sich nur ganz wenige Jugendliche angemeldet hatten, ein LEGO-Camp, zu dem ich noch 4 Bibelarbeiten vorbereiten musste und die Kndergottesdienst-Rüstzeit, bei der die Vorbereitungen ab und an durch Rückschläge gezeichnet waren.

Da war ich nicht wenig „bekümmert“! Sollte das alles funktionieren? …

 

Heute, wo ich diese Andacht schreibe sind all diese Rüstzeiten Geschichte, ich lese den biblischen Spruch, der uns für den Monat September gegeben ist und kann unserem großen Gott nur dankbar sein, wie er alles mit seinem Segen und seiner großen Liebe begleitet und geführt hat.

 

Ich muss nicht bekümmert sein! Gott hat sich um alles gekümmert! Das muss ich mir immer wieder einmal sagen lassen, denn ich bin ein Typ, der gerne alles im Griff hat und sich um alles selbst kümmern will und deshalb kommt mir dieser Spruch aus dem Buch Nehemia gerade zur rechten Zeit.

 

Nehemia ist ein Mann Gottes, der es im Reich des großen Königs Artaxerxes von Persien zu Ehren gebracht hat. Er ist Mundschenk und lebt in der Hauptstadt Susa und König Artaxerxes ist ihm und seinem Volk wohlgesonnen obwohl der das Volk Israel als Gefangene von Babylon übernommen hat. Nehemia ist nicht bekümmert, denn die Freude am Herrn treibt ihn an. Als er von seinem Bruder hört, wie es in Jerusalem aussieht fasst er einen Entschluss, der ihm seine gute Stellung beim König kosten könnte: Er will die Stadtmauer von Jerusalem wieder aufbauen um das Volk vor den Feinden zu schützen. Das muss er mit dem König klären.

Dazu muss man wissen, dass der König von niemandem angesprochen werden durfte. Aber Gott selbst kümmert sich um Nehemia und der darf nach Jerusalem und seinen Plan ausführen.

Als Nehemia gerade beim Bau der Mauer ist, wird er von den Feinden ausgelacht und umstellt. Das Volk wird mutlos. Nach vielen Strapazen und Rückschlägen wird die Mauer fertig und das Volk begreift, dass sie es ohne Gottes Führung niemals geschafft hätten. Das Volk will endlich wieder ganz nahe bei Gott sein, sich an ihm freuen und sie lassen sich die Gesetze aus der Bibel vorlesen. Da erkennen sie, wie viel Schuld sie auf sich geladen haben.

 

Daraufhin sagen Esra, der Priester von Jerusalem und Nehemia die Worte: „Seid nicht bekümmert, denn die Freude am Herrn ist eure Stärke!“ In einem dreistündigen (!!!) Bußgottesdienst bitten sie Gott um Vergebung und dann feiern sie ihren – und unseren – großen Gott und sie freuen sich über ihn.

 

Diese Geschichte ist gar nicht so weit aus unserer Gegenwart weg. Wie oft fühle ich mich „von Feinden umstellt“, die mich blockieren und auf die „schiefe Bahn“ bringen wollen? Wie oft vergeht mir die Freude am Herrn weil mich das Alltagsgeschehen gefangen nimmt? Wie oft muss ich mir eingestehen, dass mein Leben ohne Gottes Stärke nicht gelingt?

 

Kürzlich hörte ich in einem Gespräch einen ungeheuer wichtigen Satz, den ich hier sinngemäß wiedergeben möchte: „Ohne den Gottesdienst am Sonntag fehlt mir die ganze Woche etwas!“

Das nenne ich Freude am Herrn und das wünsche ich uns allen für diesen Monat, dass wir uns an Gott freuen und uns von ihm beschenken lassen mit seinem Heiligen Geist, der Kraft, die uns antreibt und Freude schenkt.

 

Lutz Riedel, Diakon

 

 


 

 

 

Gedanken zum Monatsspruch JULI und AUGUST 2013

 

Fürchte dich nicht – sondern rede und schweige nicht, denn ich bin mit dir.

 

Was war das für ein mutmachender Zuspruch! Sind einem sprachgewandten Rhetoriker die Argumente ausgegangen? Oder hatte er Sprachbarrieren des so genannten Tones in der Öffentlichkeit unbemerkt überschritten? Wer benötigte diese starke Motivation?

 

Der Monatsspruch für den Monat Juli/August war in seinem Ursprung die persönliche Ermutigung des Dreieinigen Gottes für den von IHM erwählten und ausgesandten Heidenapostels Paulus.

Paulus war ein höchst gebildeter Schriftgelehrter jüdischer Tradition des Alten Testamentes. Als junger Geistlicher erfährt Paulus, dass der herausgebildete und geforderte Eifer für diese jüdischen Gesetze, Mitmenschen in Gefangenschaft, ja sogar zu Tode bringen konnte (Apg. 7, 54).

Je mehr er diesen Christusbekenner verfolgte, desto eifriger wurde er. Erst die persönliche Begegnung mit dem auferstandenen Christus führte ihn in die Erfahrung: - mein Leben hat eine  falsche Triebkraft; soll heißen: Der Geist, allein nach dem Buchstaben des Gesetztes zu handeln, tötet (letztendlich!).

Dem gegenüber steht der Geist der Fürsorge (Liebe) von Gott Vater und seinem Sohn Jesus Christus. Dieser Geist bewirkt Alles Leben (Ewiges Leben). Weil das ein spriritueller Vorgang ist, kann er von

Menschen nur bezeugt werden und nicht wissenschaftlich beweisbar gemacht werden. Dieses Zeugnis

vom Retter der Welt Jesus Christus auch den Heiden zugängig werden zu lassen, war der Jude Paulus unterwegs in vielen Ländereien, Haupt- und Handelsstädten des damaligen Römischen Reiches.

Problem seiner jetzigen Motivation im Auftrag Jesu zu handeln war, dass er keine Schreiben politisch

kirchlicher Machtorgane zur Durchsetzung seines Auftrages mehr bei sich trug, sondern sich selber

als ein zu lesender Brief, als ein Botschafter Jesu Christi zur Verfügung stellte!

Dabei hatte er schon oft Juden und Griechen zur Erkenntnis der Gotteswahrheit verhelfen können

(Apg. 18, 4).

Seine große Liebe zu seinen Volksgenossen führte ihn immer zuerst in die Synagoge des jeweiligen Aufenthaltsortes. Weil aber viele der gesetzlichen Juden seiner Verkündigung nicht glaubten, diesem lebensschaffenden Wirken Jesu in seinem Volk kein Vertrauen schenkten, oft versuchten, sein

Christuszeugnis nachträglich abzuändern, Falsch aussagen gegen ihn starteten und sogar sein

Leben bedrohten, waren die Kräfte des Paulus über alle Vorstellungen hinaus beansprucht und

erschüttert. Gerade erlebte er in Korinth, dass seine Botschaft in der Synagoge verlästert wurde. Einerseits kündigte er ihnen seinen Dienst auf mit den Worten: Ohne Schuld an euch gehe ich von nun an zu den

Heiden. Andererseits war er tiefbetrügt über diese Haltung der Juden. In diese Traurigkeit der liebenden Seele des Paulus für sein Volk hört er die Worte dieses Monatsspruches als  Bestätigung für

seine Entscheidung und als vollmächtige Zurüstung: „Fürchte dich nicht – sondern „rede“ und schweige nicht – denn ICH BIN MIT DIR“.

Es war für 1 ½ Jahre das geistliche Startkapital für Evangelisation und Gemeindegründung in der griechischen „Hafenstadt“ Korinth!

Wie redet dieser Text zu uns heute? - Jesus sagt uns: In der Welt habt ihr Angst (das ist normal), aber ICH habe die Welt überwunden! Ihr arbeitet, bezeugt, dient und kämpft auf der Seite des Stärkeren. Wendet euch „allezeit“ an MICH!

- Bezeugt das Evangelium der Rettung von Gottestrennung und Lebensschuld. Seid Zeuge davon, dass Gott durch Jesus und was ER durch euch tun kann, Leben schaffen, schützen und auch erhalten wird.

- Denn ICH, der lebendige Gott, bin durch Christus Jesus und seine Zusagen im Heiligen Geist

persönlich bei DIR, bei EUCH! Und das nicht nur in diesem Monat, sondern auch

im Urlaub, in den Ferien und damit an ALLEN Tagen unseres Lebens.

 

 

Gerrit Illing

 

 


 

 

 

Gedanken zum Monatsspruch Juni 2013:

 

"Gott hat sich selbst nicht unbezeugt  gelassen, hat viel Gutes getan und euch vom Himmel Regen und fruchtbare Zeiten gegeben, hat euch ernährt und eure Herzen mit Freude erfüllt.  Apg. 14,17"

 

 

 

Dieser Vers steht in einem Textzusammenhang wie man ihn nicht vermutet.

Paulus missioniert in einer Stadt. Er tut es in der Synagoge. Manche von den Juden und Griechen, die dort jüdischen Gottesdienst feiern, werden Christen. Dies spaltet die Einwohner dieser Stadt.

Auf der einen Seite stehen die Juden und die Heiden, auf der anderen Seite die Christen. Paulus und Barnabas fliehen, weil man sie steinigen will, nach Lystra und Derbe.

 

In Lystra wird ein Mann durch den Glauben von seinem Leiden heil. Das erregt Aufsehen. Man meint, sie seien menschgewordene  Götter, verehrt sie als Jupiter und Merkur und will ihnen Opfer darbringen. Paulus und Barnabas sind entsetzt. Sie springen unter das Volk und sagen: „Wir sind genauso sterbliche Menschen wie ihr. Wir predigen euch das Evangelium, das ihr euch bekehren sollt von den falschen Göttern zu dem lebendigen Gott, von dem alles ist. Zwar hat Gott in den vergangenen Zeiten alle Heiden ihre eigenen Wegen gehen lassen.“ 

 

Doch…Monatsspruch.  Das Volk war nicht zu beruhigen, es wollte Paulus und Barnabas als Götter verehren. Dann kommen Juden aus der Stadt, aus der sie geflohen sind und wiegeln das Volk auf. Die Stimmung kippt. Paulus wird gesteinigt und aus der Stadt geschleift. Er überlebt.

 

Drei Gedanken:

1. Gott handelt, ob wir Christen sind oder nicht; ob ein Volk christlich ist oder nicht, ob sich Menschen Gott öffnen oder selbst Gott spielen.

Was mir auffällt ist, dass Paulus den Nichtchristen nur positives von Gottes handeln verkündigt. Kein erhobener Zeigefinger, keine Drohung, keine Strafankündigung.

 

2. Gottes frohe Botschaft wird von sterblichen-sündigen-Menschen verkündigt. Jeder, der in der Verkündigung tätig ist oder auf seine Weise Gottes Bote ist, verdient es, wertgeschätzt zu werden. Doch keiner ist besser als ein anderer, auch wenn uns dieser oder jener besonders viel bedeutet.

 

3. Es ist Gott allein, der sich Menschen offenbart. Er gibt sich uns zu erkennen, er behütet uns, er gibt uns das Nötige zu leben, nicht Jupiter oder Merkur oder Geld oder Macht oder Politiker oder Religionen oder … Wem ich vertraue, von wem oder was ich mich abhängig mache ist aber meine Entscheidung. Ich denke nicht nur Nichtchristen müssen diese Entscheidung treffen, sondern immer wieder auch Christen.

 

Der himmlische Heiland ist zu hören. Nicht der Verkündiger, der auch nur Mensch ist, ist anzuhimmeln.

Gott bezeugt sich selbst. Lasst uns auf ihn hören und ihn suchen, und unsere Erfahrungen mit ihm bezeugen. Lasst uns einander helfen, Gottes Botschaft zu verstehen und das, was er will, zu tun.

 

 

 

Bernd Trommer

 

 

 


 

 

Gedanken zum Monatsspruch Mai 2013

 

 

 

„Öffne deine Mund für die Stummen, für den Rechtsanspruch aller Schwachen. Spr. 31.8“

 

Diese Aufforderung  schreibt eine Mutter an ihren Sohn.

Er ist König  -  König von Massa. An ihren Sohn möchte sie ihre  Weisheiten weitergeben.

Unser Monatsspruch ist eine Weisheit, die in der Beziehung zwischen Menschen größte Priorität hat. An welchen Werten werden Menschen gemessen? Der Maßstab hat sich in diesem Bereich sehr verschoben.  Menschen die gut reden können, mit guten Darstellungsvermögen, sind anerkannt. Denen ist die Sympathie der Anderen sicher.

Sie sind umgeben von  Freunden  und einflussreich.

Aber sicherlich kennen Sie auch einige Menschen in Ihrem Umfeld, die eher die Stummen, die Außenseiter sind, deren Meinung nicht gefragt ist. Die sich auch nicht mehr trauen, ihre Meinung zusagen.

 

In Gruppen entwickelt sich  manchmal eine ganz eigene Dynamik, die sich oft  auf den Einzelnen entlädt. Wer hat dann den Mut seinen Mund zu öffnen für den Schwachen? Man steht in der Gefahr selbst zum Ausgegrenzten zu werden, weil wir nicht in der Position eines Königs sind, dessen Wort zählt.

Aber wir haben ein anderes starkes Fundament, Gottes Geist. Der Heilige Geist macht uns sensibel für Gottes Willen. Gott schätzt den Schwachen. Was bei den Menschen gering geachtet ist, ist bei Gott sehr wertvoll – besonders auch gegen die Meinung der Masse.

Wenn es zum Beispiel um ungeborenes Leben, ethnische Minderheiten, sein Volk Israel, gefangene Christen und seine Schöpfung geht. Gott ist der Beschützer der Waisen, Witwen und Ausländer. Folgen wir der Aufforderung Gottes und öffnen unseren Mund für die Schwachen und Stummen.

 

 

Matthias Schäfer

 

 


 

 

Gedanken zum Monatsspruch April 2013

 

 

Jesus Christus spricht: Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen (Markus 16,15).

 

 

Wie schön ist es, wenn jetzt im Frühling das frische Grün hervorbricht und die Vögel früh am Morgen schon singen. Auf unserem Dach sitzt früh um 5 oft eine Amsel, die lautstark zwitschert. Von fern hört man dann den Antwortgesang. Es ist ein richtiger Dialog aus vielen verschiedenen Elementen. Was mögen sich diese Tiere wohl zu erzählen haben?

 

Vielleicht ist es ja ein Lobpreisgesang auf die Güte Gottes des Schöpfers, vielleicht ist es der Ostergruß: Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden!  Diese wunderbare, fast unglaubliche Tatsache! Wir haben eine Hoffnung, eine Erlösung, ein neues Leben mit Jesus!  So wie sie es vom Dach zwitschern, so spricht Jesus zu uns: Dass wir das Evangelium in die Welt hinaus verkünden sollen.

 

Aber-geht es Ihnen bei diesem Missionsauftrag auch so wie mir? Ich  bekomme immer so ein mulmiges Gefühl: Sollte ich nicht viel mehr von seiner Liebe und der Erlösung erzählen, jedem, der mir heute über den Weg läuft? So wie die Amsel ohne Furcht vor Katze und Habicht frei heraus und fröhlich hinausrufen? Ich fürchte, es wird viel Schuld und Versagen auf mir lasten, weil ich es viel zu oft unterlasse, diese wunderbare Botschaft der Rettung, das  Evangelium allen Geschöpfen zu verkünden. Und ich bewundere diejenigen, die in die Mission gehen und unter Hingabe ihres Lebens den Menschen weltweit die Gute Nachricht bringen.

 

Aber wir haben einen gnädigen Gott. Der uns nicht verwirft. Auch wenn wir, wenn ich, oft feige bin. Zuerst darf ich ihm ja all mein Versagen bringen. Dass ich an seiner Hand gehen kann und mich in seine Gnade fallen lassen darf. Zuerst muss mein Herz voll sein, von seiner Vergebung und seinem Erbarmen, von der Gewissheit der Erlösung, des Lebens in Ewigkeit. Dann kann ich vor die Tür meines Herzens, meiner Wohnung gehen und ganz klein anfangen. Jesus überfordert uns doch nicht, er verlangt nicht mehr, als das, was wir gerade tun können. Er braucht einen jeden von uns als seinen Zeugen. Gerade in unserer Schwachheit, Not, Krankheit.

 

So will ich heute wieder neu mein Leben mit Jesus beginnen und mich in Gebet und Stille seiner liebenden Hand nähern. Dass mich seine Hand heute aufrichtet, mich sein Blick ermutigt und seine Liebe mit Wärme erfüllt. Dass ich an diesem heutigen Tag Kraft und Hilfe genug erfahre, um den Alltag zu meistern. Und dann kann ich mit freiem Blick meinem nächsten begegnen Jesus wird mir ganz kleine Schritte zeigen, sein Zeuge zu sein. Und das ich das Evangelium vielleicht doch so wie die Amsel fröhlich vom Dach meines Hauses „zwitschern“ kann. Und so dem Auftrag Jesu mit Freude nachkomme, ohne dass ich es als eine schwere Aufgabe empfinde. Seien Sie gesegnet an diesem heutigen Tag und an jedem Tag dieses Monats, seine Sie sich seiner Gnade und Treue sicher, die sie heute begleiten wird! 

 

Christian Lange

 

 

 


 

 

 

Gedanken zum Monatsspruch März 2013

 

 

Lukas 20,38  "Gott ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden; denn ihm leben sie alle."

 

 

Karfreitag und Ostern stehen vor der Tür, wo es ja bekanntlich um Tod und Leben geht.

 

Gott sei Dank haben wir einen lebendigen Gott, der uns als Menschen als sein lebendiges Gegenüber und sein Ebenbild geschaffen hat. ( 1. Mose 1, 27 ) Wir brauchen keine toten Holz- oder Steingötzen anzubeten, oder ihnen gar Opfer zu bringen damit unser Leben gelingt. Durch Jesus haben wir direkten Zugang zu dem allmächtigen, heiligen Gott! ER hat das vollkommene Opfer durch seinen Tod am Kreuz für uns gebracht. Wenn wir IHM unser Leben anvertraut haben, das heißt eine persönliche Beziehung mit Jesus eingegangen sind, so haben wir das wahre Leben, hier und erst recht in der Ewigkeit. Dann steht unser Name im Buch des Lebens. „ Wer den Sohn hat, hat das Leben, wer den Sohn Gottes nicht hat, hat das Leben nicht.“(1. Joh.5, 12)

 

Dann dürfen wir auch durch den Heiligen Geist zu Gott sagen:
„… Abba, lieber Vater!“ (Röm. 8, 15 ) Ist das nicht wunderbar?

 

Aber auch die, welche Jesus nicht angenommen haben, IHN nicht als den Herrn ihres Lebens anerkennen wollen, werden ewiges Leben haben, aber eben nicht in der Herrlichkeit Gottes.
Dazu sagt die Bibel: „Viele, die unter der Erde schlafen liegen, werden aufwachen, die einen zum ewigen Leben, die anderen zu ewiger Schande.“ ( Daniel12, 2) Darum heißt es auch in unserem Vers: „… denn ihm leben sie alle!“
Wir haben es also in der Hand, wo wir unsere Ewigkeit verbringen werden.

 

Ich wünsche jedem, dass er mit Christian Fürchtegott Gellert singen kann:

 

Jesus lebt, mit ihm auch ich!
Tod, wo sind nun deine Schrecken?
Er, er lebt und wird auch mich/
von den Toten auferwecken.
Er verklärt mich in sein Licht;
dies ist meine Zuversicht.

 

Ja, Jesus ist auferstanden – Er ist wahrhaftig auferstanden – Halleluja- Jesus lebt!

 

Mit dieser frohmachenden Botschaft wünsche ich allen ein gesegnetes Osterfest

 

Gabriele Klitzsch
 

 


 

 

Gedanken zum Monatsspruch Februar 2013

 


Luk. 11, 35 „Schaue darauf, dass nicht das Licht in dir Finsternis sei.“


 

Liebe Geschwister, liebe Leser,
in der vorherigen Ausgabe, Dez./Jan., unseres Gemeindebriefes konnten wir eine Andacht zu unserer Jahreslosung 2013 lesen. Der Monatsspruch für Januar steht im Psalm16, 11„ Du tust mir kund den Weg zum Leben:Vor dir ist Freude die Fülle und Wonne zu Deiner Rechten ewiglich.“

 

Und nun sind wir schon im zweiten Monat des Jahres 2013. Die Weihnachtskerzen sind nun erloschen und Weihnachtsdekor wieder weggeräumt.Alles ist vorbei! Oder haben Sie noch das Weihnachtsleuchten in Ihrem Herzen? Haben Sie das Licht der Welt aufgenommen? Ist es in Ihrem Herzen und in Ihrer Umgebung heller und wärmer geworden oder ist alles beim Alten geblieben?-

 

Was ist mit den Vorsätzen für das neue Jahr?

 

Auch im Lukas lesen wir vom Wirken Jesu und vom Licht. Wir werden informiert, wie Jesus zu den Menschen seiner Zeit, oft durch bildhafte Art redete und sie lehrte. Das gilt aber auch uns! Im Februar, die Tage werden langsam länger, Fastenzeit steht an u.s.w., ist auch vom Licht die Rede. Schaue drauf, bedeutet für mich soviel wie, achte darauf, bemühe dich, das was ich dir sage ist wichtig, zu behalten.

 

Von Jesus lernen ist vom Sieger, für das Leben, lernen!“Du tust mir kund den Weg zum Leben;...“ Es ist so, Licht gehört auf den Leuchter damit der Schein den ganzen Raum ausleuchtet. Schauen, das geht mit den Augen. „ Dein Auge ist des Leibes Leuchte.“ Wenn nun dein Auge lauter ist, so ist dein ganzer Leib licht,...“ Es ist aber auch wichtig, Inwendig „sauber“ zu sein. (39) Das Herz, den Geist, das Gemüt, die Seele, .... Nicht nur von Außen! „ Schaue darauf, dass nicht das Licht in dir Finsternis sei.“


Es gibt aber auch die Augen des Herzens. Mit „Herzensaugen“ sehen bedeutet Gutes, Heilendes, Verbindendes suchen und bewirken.Vorausgesetzt, dass ich kein steinernes Herz oder eins aus Eis habe! Aber auch hier ist durch Liebe Heilung möglich!

Nicht nur beim Kai aus dem Märchen -“Die Schneekönigin“.

 

Gute Gedanken von mir und meinem Nächsten haben, durch Ehrerbietung dem Anderen zuvorkommen u.s.w. sollte unser Plan sein. Luk. 6,31“ Und wie ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, also tut ihnen auch.“ Nur so, denke ich, kann ich dankbar sein, lieben, mich aussprechen, verzeihen und innere Verletzungen heilen oder gar nicht erst aufkommen lassen. Hier sollten wir dem Teufel keine Chance geben! Er ist stets auf der Suche, die Finsternis, eine bittere Wurzel, in uns aufkommen zu lassen. Unsere unterschiedlichen Charaktere, Begabungen, Wesen, Gesundheit oder auch angeborene Gene wirken sich auch auf das Miteinander (oft nicht leicht) aus.


Darum „Schaue darauf..“! Und doch sind wir gleich!- Wir sind Gottes geliebte Kinder! So sieht uns Gott! Gott sei Dank, hat uns unser großer Gott die Lebensschule, die Jesus mit seinen Jüngern lebte, auch uns, durch die Bibel weitergegeben. Und Gott hat uns auch den Tröster, die Kraft aus der Höhe, den Heiligen Geist gesandt. Er möchte in uns wohnen und wirken.

Er möchte, dass unser Leben gelingt.Was wir daraus machen, liegt nun an uns. Last uns Schüler sein, von Jesus lernen und IHM immer ähnlicher werden.

Jeder an seinem Platz. Jeder an seiner Aufgabe und in der Situation, in der er gerade ist. Gott schenke uns zu dem Wollen auch das Vollbringen!

 

Gedanken vom
Henryk Reimann

 

 

 


 

Gedanken zur Jahreslosung 2013

 

Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir“ Hebräer 13,14

 

 

Liebe Gemeinde

 

Wenn ich durch eine größere Stadt fahre, fällt mir natürlich gleich auf, dass da alles auf viele Menschen ausgelegt ist. Da sind 4-spurige Straßen, da fahren Stadtbusse und Straßenbahnen in kurzen Abständen, in noch größeren Städten gibt es U-Bahnen und wenn an Flüssen gelegen auch Fähren, zumindest viele Brücken und Tunnel. Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Dinge, die man haben will einzukaufen und kulturell ist das Angebot natürlich viel breiter gefächert als auf dem Lande. Eine Stadt sprudelt einfach so vor Bewegung und Leben.

 

Städte verändern sich im Laufe der Zeit-wenn ich jetzt Chemnitz ansehe, was sich da im Zentrum in den letzten 20 Jahren entwickelt hat-ist das schon beeindruckend.

 

Der Apostel Paulus will unseren Blick hier auf die Zukunft lenken und uns ermutigen, in bleibende Werte zu investieren. Wir leben in dieser oben beschriebenen Welt(Stadt), doch wird das nicht unser Ziel sein, hier ewig zu bleiben, sondern unsere ewige Heimat im Himmel bei Gott zu suchen.

 

Nun-wie finde ich ewige Heimat (Leben) bei Gott im Himmel? Das ist leicht und dennoch schwer.

Im neuen Testament steht bei 1.Johannes 5,12 „Wer den Sohn hat, der hat das Leben, wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht“

 

 

-Habe ich den Sohn Gottes?

 

-Habe ich den Sohn Gottes nicht?

 

 

Wenn ich Jesus mein Leben übergeben habe, also meine Sünden vor ihm bekannt habe(auch die geheimen!),dafür Buße getan habe, mir seine Vergebung dafür zugesprochen wurde, wenn ich Jesus vertraue auch wenn ich noch nicht alles verstehe, wenn ich mich seinem Willen und nicht meinem Willen unterordne, wenn er die Herrschaft in meinem Leben übernehmen darf, dann habe ich den Sohn, dann habe ich das Leben-auf ewig in der künftigen Stadt, in welcher wir alle wiedersehen werden, die ihren Weg mit Gott schon gegangen sind.

 

 

Viele sorgen für ihre Rente vor und vergessen dabei die Zeit nach der Rente

 

 

Andreas Schraps

 


 

 

Gedanken zum Monatsspruch für den November 2012

 

 

Wir sind der Tempel des lebendigen Gottes

 

2.Kor. 6.16

 

„Wisst ihr nicht, wisst ihr nicht, ihr seid der Tempel, ihr seid der Tempel des Heilgen Geist.“

So haben wir es vor einigen Jahren in einem Lobpreislied gesungen, welches sich auf diese Bibelstelle im 2. Korintherbrief bezieht..

Gottes Tempel zu sein, was heißt das eigentlich? Für die Gemeinde in Korinth stand sicher zuerst der prachtvolle Tempel in Jerusalem vor Augen. Einige der Gemeindemitglieder, mit jüdischen Wurzeln hatten sich sicher schon an seiner Schönheit erfreut. Er war der Stolz der Juden. Er war die steinerne Zusicherung, das Gott bei ihnen gegenwärtig sei, er ihr Gott, sie sein Volk. Als Jesus prophetisch davon sprach, dass dieser Tempel zerbrochen werden sollte, wurde er als Gotteslästerer beschimpft.

Und auch Stephanus, dem ersten christlichen Märtyrer, wurde vorgeworfen, dass er gegen die „heiligen Stätten“, also gegen den Tempel sei. Wir erinnern uns – Paulus war bei seiner Verurteilung und Steinigung als Beobachter dabei.

In seiner Verteidigungsrede macht Stephanus deutlich, dass Gott unendlich viel größer ist, und kein Prachtbau aus Stein seine Größe und Herrlichkeit fassen kann.

Auch wir denken bei dem Begriff „Kirche“ oft zuerst an ein großes, steinernes Gebäude.

Im Neuen Testament sind jedoch die Gläubigen die Kirche. Wir sind die Kirche.

Gott wohnt inmitten seiner Gemeinde, bei denen, die ihn in ihr Herz, in ihr Leben eingeladen haben.

Aber noch einem zweiten Irrglaube hält Stephanus den Spiegel vor. Der Tempel allein ist nicht Garantie für Gottes Zuwendung und Hilfe. Immer wieder war Israel von Gottes Willen und Geboten abgewichen. Sie waren fremden Göttern und Religionen nachgelaufen, anstatt den lebendigen Gott anzubeten.

Sind wir anders, sind wir besser als Gottes erwähltes Volk? Nein, denn auch Paulus muss der Gemeinde in Korinth wieder diesen Spiegel vorhalten. Sie verlassen sich darauf Gottes Gnade und Zuwendung erlebt zu haben. Sie verlassen sich auf ihre Taufe, auf ihre Gemeindezugehörigkeit und ihre Erfahrungen mit Gott. Aber Paulus warnt: Tempel Gottes zu sein und gleichzeitig anderen anderen Göttern zu dienen funktioniert nicht.

Er fordert die Korinther auf, sich von Gott reinigen zu lassen und sich ganz und gar Gott zuzuwenden.

Da fällt mit gleich noch eine andere Tempelgeschichte ein: In den Evangelien wird uns berichtet, wie Jesus den Tempel in Jerusalem reinigen wollte. Neben dem Gottesdienst hatten Geschäft, Geld und damit sicher auch Habgier und Ungerechtigkeit sich breitgemacht. Gott ist ein eifersüchtiger Gott. Er möchte seinen Platz in unserem Leben nicht mit anderen Götzen (Menschen und Dingen, die uns wichtig sind und uns bestimmen) teilen.

 

Tempel Gottes zu sein heißt also für mich zweierlei:

1.Ich bin dazu geschaffen, das Gott in mir Wohnung nimmt. Ich darf sein Tempel sein.

Dazu hat er mich wunderbar gemacht und ist dabei weiterhin mein Leben zu verändern.

2.Ich lasse mich darauf ein, von Gott gereinigt und verändert zu werden. Das Neue

Testament nennt diesen Prozess auch Heiligung.

 

Der Monatsspruch ist nur der erste Teil von. Kor.6.16. Paulus beendet seine Ermahnung mit einer Zusage Gottes aus 3. Mose 26.12: Ich will unter ihnen wohnen und wandeln, und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein.

Und das wünsche ich mir!

 


 

 

Gedanken zum Monatsspruch für den Oktober 2012

 

 

Der HERR ist freundlich dem, der auf ihn harrt, und dem Menschen, der nach ihm fragt.

 

Klagelieder 3,25

 

In den vorangehenden Versen des 3. Kapitels der Klagelieder wird uns ein Mensch dargestellt, der viel Leid erfahren hat. Leid was maßlos und unbegreiflich ist. Man gewinnt den Eindruck, dass diese Person keine Zukunft und Hoffnung mehr hat.

 

Wenn wir ehrlich sind gibt es auch bei uns solche Zeiten, wo unsere Ziele, Hoffnungen, Lebenserwartungen, Wünsche und Träume scheinbar zerstört sind.

Wie gehen wir damit um, wenn plötzlich der Arbeitsplatz sehr stark in Frage gestellt ist?

Mann nachts aufwacht und die Probleme einen nicht mehr einschlafen lassen.

Und selbst der Spruch „Alles wird gut“ auch nicht mehr hilft, weil die Situation sich einfach nicht verändert.

 

Der Vers aus dem Alten Testament fordert mich heraus, meine Situation mit Gott zu besprechen. Dabei sollte ich die Situation nicht beschönigen oder weg lächeln.

ER mag Menschen die ehrlich und aufrichtig nach IHM fragen.

Wenn ich ohne Vorbedingungen IHM meine Probleme anbefehle und sie dann loslasse und IHM übergebe,

können wir die Erfahrung machen, dass ER sich unserer Situation annimmt. Es ist dabei nicht entscheidend ob unsere Vorstellungen und Wünsche immer berücksichtigt werden. Manchmal sind es gerade diese, die uns in eine solche Situation gebracht haben.

Ist es nicht eine wunderbare Erfahrung, wenn ich die Freundlichkeit des HERRN erleben darf, weil ich nach IHM gefragt habe?

 

Frank Eissner

 

 


 

 

 

 

Gedanken zum Monatsspruch September 2012:

 

„Bin ich nur ein Gott, der nahe ist, spricht der HERR, und nicht auch ein Gott, der ferne ist?

 

Jeremia 23,23

 

 

 

Jeremia hatte einen undankbaren Job. Er musste den geistlichen Leitern seiner Zeit vor Augen halten, dass sie das Volk Gottes verführen und geistlich zugrunde richten. V 1 u. 2


In diesem Zusammenhang steht auch unser Monatsspruch. Jeremia gebraucht harte Worte gegen die sogenannten „falschen Propheten“. Sie redeten den Menschen, die in Sünde lebten und sich von Gott abgewandt hatten, nach dem Mund und sagten ihnen „im Namen des HERRN“ zu: „Euch wird kein Unglück geschehen!“ V 17


Dagegen stellt Jeremia die Größe und Souveränität Gottes. ER ist kein „Hosentaschengott“, den ich nur einmal heraus hole, wenn es mir gerade lieb ist, wenn ich IHN gerade einmal gebrauchen könnte. ER handelt nicht so, wie es mir gefällt und ich kann weiter in meinen Sünden leben. ER ist nicht nur ein Gott der Nähe und ich kann mich im Schlupfwinkel verbergen und Gott sieht mich nicht. V 24


ER ist auch ein Gott der Ferne, der Himmel und Erde gemacht hat und ER lässt sich auch nicht spotten: „Was der Mensch sät, das wird er ernten.“ Galater 6,7


Sind wir uns bewusst, dass wir einen mächtigen Gott haben, der gleichzeitig ein liebender Vater, aber auch ein souveräner Richter ist. Nur durch Seinen Sohn, Jesus Christus, können wir in Seine Gegenwart treten und IHN anbeten!


Wir hören auch lieber Predigten, die uns ein sogenanntes „seliges Ruhekissen“ versprechen, wo wir uns selber ganz gut dabei fühlen. Aber das dient nicht zu unserem Heil. Auch wir müssen eines Tages vor dem Richterstuhl Gottes offenbar werden. 2. Korinther 5,10


Darum haben wir das Wort Gottes, die Bibel und den Heiligen Geist. Lassen wir uns davon immer wieder korrigieren und ermahnen, dass wir unsere Sünden erkennen und am Kreuz Jesu ablegen können.

Lassen wir uns durch folgendes Lobpreislied von Lothar Kosse, die allumfassende Größe und Herrlichkeit unseres Gottes ein Stück vor Augen halten:

 

Groß ist unser Gott, Herr der Ewigkeit.
Er allein regiert über Raum und Zeit.
Souverän herrscht er, Schöpfer dieser Welt,
der in seiner Hand unser Schicksal hält.
Sein Wort gilt für alle Zeit.
Sein Reich kommt in Herrlichkeit.
Wir stehn staunend, Gott vor dir,
unser Vater.

 

Gabriele Klitzsch

 


 

 

 

 

Gedanken zum Monatsspruch Juli / August 2012:

 

 

Gott heilt, die zerbrochenen Herzens sind, und verbindet ihre Wunden."

 

Psalm 147,3

 

 

 

Das griechische Wort Psalm bedeutet einfach: Lied

Psalmen waren die Pop-Musik der Juden im Alten Testament. Nicht um aus kommerziellen Gründen

die Hit-Listen Plan 1-10 zu erstürmen Platz, sondern sie galten als aktuelle Alltagserfahrungen der Menschen mit ihrem unsichtbaren Weltenschöpfer. Sie waren das Aha-Erlebnis im tristen Alltag.

Dort, wo auf Gottes Wort gehört wurde, gab es persönliche Erfahrungen, die zu großer Dankbarkeit führten und die Freude darüber in Achtung, Ehre und Dank Gott zurückgegeben wurde. Die wertvollsten Lieder wurden gesammelt und in der Bibel festgeschrieben. Sie wirken bis heute unter allen Menschen auf dieser Erde, wo sie sprachlich schon übersetzt sind. Das 147. Lied gehört zu den Lobliedern Gottes und trägt die Überschrift „Gottes Walten in der Schöpfung und in Israels Geschichte“. Der Psalmdichter stellt als erstes die Lebenserfahrung in den Mittelpunkt.

Vers 1: Denn unseren Gott loben ist ein köstliches Ding!

Vers 2: ER baut unsere Hauptstadt und bringt die Israelis wieder zusammen.

Vers 3: ER heilt die, die zerbrochenen Herzens sind und verbindet ihre Wunden.

Nun muss man wissen, dass das Volk der Juden eine innere Stabilität hat, die seinesgleichen auf der Welt sucht. Sie lebten mit einem pers. Gott und wagten sich damit in jedes Land der Erde – ohne diesen Gott zu verleugnen – bis heute. Was sollte diesem Volk das Herz gebrochen haben?

2 Erfahrungen waren dafür zuständig: Entweder Gott hatte sie in ein fremdes Land weggeführt

(588-538 v.Chr. nach Babylon - in den heutigen Irak – ohne Heiligtum – ihren Tempel) oder sie litten unter einer Fremdherrschaft (z.B. den Römern). Beides Zustände, die sie selbst verschuldet hatten, aber wie so oft erst zu spät, faktisch hinterher das Einsehen hatten: „Wir haben uns das doch selber eingebrockt.“ Lasst uns umkehren zu dem Herrn, unseren Gott, und seine Worte tun! Diese Erfahrung der Heimkehr aus der Fremdherrschaft und ihre damalige Weiterentwicklung hatte nicht nur diesen Vers 3 beim Psalmdichter als Eindruck hinterlassen, sondern auch in den folgenden 15 Versen ist sein Herz bewegt, diesem Gott Lob und Dank für sein umfassendes Handeln für jeden einzelnen Menschen herauszustellen. Wo liegen nun unsere Beziehungspunkte zu diesem Text?

Juli u. August sind Ferienmonate für viele Menschen und oft eine Möglichkeit, intensiver mit Gottes Wort umzugehen. Sie liegen dann in Ruhe, ohne Ablenkungen selber zu lesen sowie Zusammenhänge besser  erkennen zu können. Sind wir doch mal ehrlich: Sind unsere Ehen wirklich Vorzeige-Beziehungen. Unser Umgang mit den Kindern, mit unseren Eltern, mit Nachbarn und Fremden, eigenen Angestellten und Geschäftsfreunden -  begegnen wir allen Menschen gerecht und mit Ehrerbietung? Könnte es sein, dass es auch in unserem Leben zerbrochene Herzensbeziehungen gibt - einmal zu Gott selbst und zum anderen zu unserem Nächsten?

Ich wünsche Ihnen die Erfahrung, dass die Tatsache bis heute gilt: Gott heilt in Christus Jesus auch unsere zerbrochenen Herzensbeziehungen. Das soll meine und Ihre ganz persönliche Erfahrung werden, die wir zum Lob Gottes auch an andere weitergeben dürfen.

 

Gerrit Illing

 


 

 

 

Gedanken zum Monatsspruch Juni 2012:

 

 

„Durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin"   1.Kor. 15,10

 

 

Ich bin was! Wohl dem, der so von sich denkt, der so von sich überzeugt ist. Ich bin was - denn ich habe mein Abitur mit sehr gut abgeschlossen und damit einen guten Start in die Zukunft.

Ich bin was – ich habe soeben einen unbefristeten Arbeitsvertrag bekommen, der Betrieb braucht mich, ich bin unentbehrlich.

Ich bin was – ich habe heute meine erste Rente bekommen, bei der Entlassungsfeier im Betrieb waren viele traurig, dass ich gehe, der Geschäftsführer meinte, schwer auf mich verzichten zu können, ich habe etwas geleistet und mir meine Rente redlich verdient.

Ich bin was? Ich hatte einen Autounfall, bin vom Halswirbel abwärts gelähmt – was bin ich noch?

Bin ich noch was? Gerade entlassen - Arbeitslosengeld, Hartz IV, wie weiter?

Bin ich noch was? Ich finde einfach keine Lehrstelle – was soll aus mir werden?

Früher, da war ich wer. Heute weiß ich nicht, wie ich die Miete bezahlen soll.

Das ist doch kein Leben mehr. Jede Stufe steigen fällt mir schwer. bald muss der Pflegedienst kommen, bloß nicht ins Altersheim. Schlimm so zu fühlen, seine Situation so zu sehen und dann noch ganz allein zu sein, keinen zu haben, keiner der mal hilft, keiner zum Sprechen, niemand zum Klagen.


Paulus ist dabei Konflikte in der Gemeinde von Korinth zu lösen. Dabei geht es auch um ihn. Manche sind von Paulus begeistert, andere lehnen ihn ab.

Bestimmtes Verhalten kritisiert er hart, was ihm auch keine Freunde eingebracht hat. Er verteidigt sich und beschreibt wie er sich sieht.
Was bin ich? Eine Missgeburt, der geringste unter den Aposteln, „ich bin es nicht wert, Apostel genannt zu werden.“

Er sagt aber auch: Ich habe etwas geleistet, ich habe mehr gearbeitet als alle anderen, durch meine und der anderen Verkündigung seit ihr zum Glauben gekommen. Und Paulus sagt: Ob meine Schwächen oder meine Stärken, das was ich an mir gut und das was ich an mir schlecht finde, gut oder schlecht ist – „Durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin.“
Ich kann nicht tiefer fallen, als in die Hände Gottes. Und Alles was ich bin und habe ist Geschenk, nicht Verdienst.

„Durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin.“
Denke daran, wenn du meinst – Ich bin etwas! Es kann helfen, auf dem Boden zu bleiben, andere nicht klein zu machen, nicht selbstgerecht zu werden und sich trotzdem gut zu fühlen.

Denke daran, wenn du dich fragst – Was oder wer bin ich denn?
Es könnte helfen, nicht zu verzweifeln, sich nicht aufzugeben, von sich auf Gott zu blicken, sich Gott und Menschen anzuvertrauen und zu vertrauen.
Ich wünsche Ihnen einen Monat, von dem sie am Ende sagen können: Er war gut – „Durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin.“


Bernd Trommer

 

 


 

 

 

Gedanken zum Monatsspruch Mai 2012:

 

 

„Alles was Gott geschaffen hat ist gut und nichts ist verwerflich,

was mit Danksagung empfangen wird.“  1.Tim. 4.4

 

 

Abenteuer Freiheit

 

 

Warum musste Paulus diese Anweisung Timotheus, der in Ephesus eine Schlüsselrolle einnimmt, schreiben?

 

Ist es nicht schon im Schöpfungsbericht bezeugt, dass alle Schöpfung gut ist?

In der Gemeinde in Ephesus sind extremistische Lehren aufgetreten, Vers 3 „Sie gebieten nicht zu heiraten und bestimmte Speisen zu meiden.“

 

Mit unserem Vers holt Paulus die Gemeinde heraus aus einer gesetzlichen Verstrickung und setzt sie hinein in eine eigenverantwortliche Freiheit. Das einzige Kriterium für die Gemeinde : „Dankt Gott, für alles, was er geschaffen hat!“

 

Wie wird es den Christen ergangen sein, die eine jüdische Prägung gehabt haben. Konnten sie auch für Schweinefleisch danken? Vielleicht verbirgt sich hier eine weitere Freiheit.

Wenn man nicht für Schweinefleisch danken kann, dann braucht man es auch nicht zu essen. Man hat aber auch kein Recht, den anderen zu verurteilen, wenn er Schweinefleisch ist.

Gesetzlichkeit ist auch für uns der einfachere Weg, klare Anweisungen und  Regeln sind für uns leichter  zu befolgen.

Freiheit  ist dagegen nicht greifbar, nicht einzuordnen. Freiheit, der man  Menschen gegenüber nicht rechenschaftspflichtig ist.  Die einzige Verantwortung hat man Gott gegenüber.

 

Ich möchte jeden ermutigen, sich auf dieses Abenteuer einzulassen und wünsche mir, dass  wir uns in dieser Freiheit auch in unserer Gemeinde begegnen können.

 

 


 

 

Gedanken zum Monatsspruch April 2012:

 

 

Jesus Christus spricht: Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen (Markus 16, 15).

 

 

Wie schön ist es, wenn jetzt im Frühling das frische Grün hervorbricht und die Vögel früh am Morgen schon singen. Auf unserem Dach sitzt früh um 5 oft eine Amsel, die lautstark zwitschert. Von fern hört man dann den Antwortgesang. Es ist ein richtiger Dialog aus vielen verschiedenen Elementen. Was mögen sich diese Tiere wohl zu erzählen haben?

 

Vielleicht ist es ja ein Lobpreisgesang auf die Güte Gottes des Schöpfers, vielleicht ist es der Ostergruß: Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden!  Diese wunderbare, fast unglaubliche Tatsache! Wir haben eine Hoffnung, eine Erlösung, ein neues Leben mit Jesus!  So, wie sie es vom Dach zwitschern, so spricht Jesus zu uns: Dass wir das Evangelium in die Welt hinaus verkünden sollen.

 

Aber - geht es Ihnen bei diesem Missionsauftrag auch so wie mir? Ich  bekomme immer so ein mulmiges Gefühl: Sollte ich nicht viel mehr von seiner Liebe und der Erlösung erzählen, jedem, der mir heute über den Weg läuft? So, wie die Amsel ohne Furcht vor Katze und Habicht frei heraus und fröhlich hinausrufen? Ich fürchte, es wird viel Schuld und Versagen auf mir lasten, weil ich es viel zu oft unterlasse, diese wunderbare Botschaft der Rettung, das  Evangelium allen Geschöpfen zu verkünden. Und ich bewundere diejenigen, die in die Mission gehen und unter Hingabe ihres Lebens den Menschen weltweit die Gute Nachricht bringen.

 

Aber wir haben einen gnädigen Gott, der uns nicht verwirft. Auch wenn wir, wenn ich oft feige bin. Zuerst darf ich ihm ja all mein Versagen bringen, dass ich an seiner Hand gehen kann und mich in seine Gnade fallen lassen darf. Zuerst muss mein Herz voll sein von seiner Vergebung und seinem Erbarmen, von der Gewissheit der Erlösung, des Lebens in Ewigkeit. Dann kann ich vor die Tür meines Herzens, meiner Wohnung gehen und ganz klein anfangen. Jesus überfordert uns doch nicht, er verlangt nicht mehr, als das, was wir gerade tun können. Er braucht einen jeden von uns als seinen Zeugen, gerade in unserer Schwachheit, Not, Krankheit.

 

So will ich heute wieder neu mein Leben mit Jesus beginnen und mich in Gebet und Stille seiner liebenden Hand nähern, dass mich seine Hand heute aufrichtet, mich sein Blick ermutigt und seine Liebe mit Wärme erfüllt, dass ich an diesem heutigen Tag Kraft und Hilfe genug erfahre, um den Alltag zu meistern. Und dann kann ich mit freiem Blick meinem Nächsten begegnen. Jesus wird mir ganz kleine Schritte zeigen, sein Zeuge zu sein. Und dass ich das Evangelium vielleicht doch so wie die Amsel fröhlich vom Dach meines Hauses „zwitschern“ kann. Und so dem Auftrag Jesu mit Freude nachkomme, ohne dass ich es als eine schwere Aufgabe empfinde. Seien Sie gesegnet an diesem heutigen Tag und an jedem Tag dieses Monats, seien Sie sich seiner Gnade und Treue sicher, die Sie heute begleiten wird!  

 

 

Christian Lange

 

 


 

 

Gedanken zum Monatsspruch März 2012:

 

Der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele. Mark.10.45

 

 

Wir befinden uns mitten in der Passionszeit, wo wir dem Leiden und Sterben Jesu gedenken. Was dieses uns aber wirklich bedeutet, geht uns oft in der Hetze und Schnelllebigkeit dieser Zeit verloren.


Was heißt es für uns, dass Jesus unser aller Diener geworden ist und sein Leben als Lösegeld für viele gegeben hat?


Unser Vers steht im Zusammenhang der Geschichte, wo Johannes und Jakobus (im Matthäus-Evangelium ist es ihre Mutter) von Jesus forderten, in der Herrlichkeit zu seiner Rechten bzw. seiner Linken sitzen zu dürfen. (V37) Das ist eine ganz schöne Anmaßung, worüber sich die anderen 10 Jünger  ärgerten. (V41) Auch als Jesus die beiden fragte, ob sie dasselbe wie er erleiden können, antworteten sie selbstsicher mit Ja. (V38,39) Das wurde ihnen auch von Jesus bestätigt. (Jakobus starb den Märtyrertod und Johannes kam in die Verbannung.) Doch dann enttäuschte er sie, in dem er sagte, dass nicht er entscheidet, wer rechts und links neben ihm sitzen wird. (V40) Danach kehrte er die Rangordnung  dieser Welt um. Nicht der soll herrschen, der die Macht ausübt, sondern der, der aller Diener ist. (V43,44)


An seinem eigenen Beispiel zeigte Jesus ihnen und auch uns , wie ER, der Gottessohn, ein Menschensohn geworden ist. Er ließ sich nicht bedienen , wusch seinen Jüngern sogar die Füße und gab schließlich Sein Leben als Lösegeld für viele. (V45)


Warum musste ein Lösegeld gezahlt werden? Damit wir erlöst werden können.Erlösung heißt:  Befreiung durch Zahlen eines Preises.
Wer muss befreit werden und wovon? Wir alle, weil wir durch unsere Sündhaftigkeit für immer von Gott getrennt sind.


Wer zahlte den Preis? Jesus mit seinem Leben, seinem Blut – das Lösegeld für viele!


Und das ist das Entscheidende: Nehmen wir diesen Preis an, der für uns alle gezahlt wurde – Jesus selbst?! Wir können viel tun für das Reich Gottes, wir können uns aufopfern in unserem Leben für andere – entscheidend ist und wird für unsere Ewigkeit sein, ob wir das Lösegeld Jesu für uns ganz persönlich in Anspruch genommen haben.


Darüber sollten wir auch in dieser Passionszeit neu nachdenken. Diejenigen, die wissen, Jesus ist mein HERR, sollen ihm danken, ihn loben, ihn anbeten, ihm dienen. Diejenigen, die das noch nicht für sich sagen können, für die gilt:  Siehe, jetzt ist die angenehme Zeit, siehe jetzt ist der Tag des Heils. 2. Kor.6,2 


                                                            Nur im Kreuz ist das Heil!
 

 

Gabriele Klitzsch

 

 


 

 

 

Jahreslosung 2012:

 

Jesus Christus spricht: „Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.“(2.Kor.12,9)

 

 

Anfang des Jahres. Gute Vorsätze sind gefasst, doch schon nach einigen Tagen wieder verworfen.

 

Zu schwach waren wir mal wieder, zu stark der innere „Schweinehund“! Die Jahreslosung spricht von vornherein den Menschen mit seiner Schwachheit an.

Doch will sie so gar nicht in unsere Zeit passen. In der Welt regieren die Starken, die Reichen, die Mächtigen. Und manche mögen sich etwas einbilden, auf das, was sie auf Erden erreicht oder vollbracht haben. Wer ist schon gerne schwach?

Das heißt doch auch, abhängig von anderen zu sein. Wie schwer ist es, sich eigene Schwächen einzugestehen- geschweige denn, sie vor anderen zuzugeben!“ Nur keine Schwäche zeigen, sonst bist du verloren“, heißt es in Politik, Gesellschaft, Sport,....  bis hin in unsere Gemeinden und Familien.

 

Nicht ohne Grund leiden immer mehr Menschen am Burnout-Syndrom , dem körperlichen und seligen Ausgebrannt sein! Ohnmacht bestimmt das Menschsein. „Was ist der Mensch dass du seiner gedenkst?“(Ps.8.5) Oder: „Wer ist unter euch, der seines Lebens Länge eine Spanne zusetzen könnte.(Mt. 6,27).  

 

Die Jahreslosung für 2012 spricht den Menschen mit seiner Schwachheit an. Und gerade in Zeiten unserer Schwachheit bzw. Ohnmacht gilt ihre Zusage! Nicht nur damals dem Paulus in Korinth. - nein auch mir und dir aus Hohndorf!

Dem Paulus weht in Korinth ein starker Wind entgegen. Einflussreiche Leute stellen seine Autorität und Person in Frage. Er ist offensichtlich auch nur ein schwacher Mensch.- Paulus kann und will seine Schwäche nicht verbergen. Paulus leidet in seiner Situation. Er schreibt u.a. an die Korinther:“ Aber der Herr hat zu mir gesagt: Lass dir an meiner Gnade genügen, dennmeine Kraft ist in den Schwachen mächtig.“

 

Der Apostel Paulus, an den ursprünglich die Jahreslosung adressiert war, ist sich der Tatsache völlig bewusst, dass er seine Kraft nicht aus sich selbst heraus hat. Er ist sich seiner Schwachheit bewusst und weiß, dass seine wahre Kraft aus Jesus kommt.“Wenn ich schwach bin, so bin ich stark.“(2.Kor. 12,10)

Jesus sagt auch:„Ohne mich könnt ihr nichts tun.“(Joh.15,5), und  in Mark. 2,17 steht: „Die Starken bedürfen keines Arztes, sondern die Kranken. Ich bin gekommen, die Sünder zu rufen...“  Und Sünder sind wir allemal! 

 

Gottes Kraft kann nur dort wirken, wo Ohnmacht/ Schwäche ausgesprochen und akzeptiert wird. Wer in Demut seine Schwäche annimmt, die Sünde beim Namen nennt und bekennt, kann Gott in sich wirken lassen,- wird offen für Gottes Willen. Schwachheit die vor Gott gebracht wird, zeigt keine Stärke, sondern bringt Erbarmen und Liebe Gottes. 

Bei Gott werden einst die Letzten die Ersten sein, diejenigen, die sich klar darüber geworden sind, dass sie Jesus brauchen, die ihr ganzes Vertrauen auf den Sohn Gottes gesetzt haben. Wer auf Jesus Christus vertraut, dem ist alles möglich. Wer gab Petrus die Kraft über Wasser zu laufen?- Jesus!   

 

Das Kreuz Jesu symbolisiert die Ohnmacht des Menschen, in das sich Gott aus Liebe und Gnade hineinbegibt. Am Kreuz – durch die Schwäche, geschah Versöhnung! Gott kam zum Ziel!  Zu Ostern ist mit Jesu Auferstehung dieses geschehen. Doch die Erlösung und das Gericht der Welt steht noch aus!

Wir können es  nur immer wieder sagen:“ Geheimnis des Glaubens. Deinen Tod verkündigen wir, und Deine Auferstehung preisen wir, bis Du kommst in Herrlichkeit!“

 

In Vertrauen, dass Jesus auch mit uns Menschenkindern  seinen Heilsplan erfüllen will, das er uns dazu gebrauchen möchte, trotz unserer Schwachheit, können wir getrost unseren Weg als seine Kinder und Gemeinde auch durch die Tage des Jahres 2012 gehen! Seine Zusagen gelten auch noch heute!  ( Quellen – u.a.  Google)

 

Wünsche uns allen - Gottes Segen im neuen Jahr 2012!

 

Henryk Reimann

 

 


 

 

Gedanken zum Monatsspruch Dezember 2011:

 

von Andreas Schraps

 

 
Gott spricht: Nur für eine kleine Weile habe ich dich verlassen, doch mit großem Erbarmen hole ich dich heim Jesaja 54,7
 
Lieber Leser,
 
hast Du schon mal den Eindruck gehabt, Gott hat Dich verlassen?
Es geschehen Dinge im Leben, die so gar nicht nach Plan laufen?
Bricht Alles, worauf Du Dich verlassen hast, um Dich herum zusammen?
Fühlst Du Dich wertlos ,leer und fehl am Platz?
Diese Zeiten sind sicherlich nicht die Schönsten, doch zeigt sich in diesen, wie und mit wem ich mein Fundament gebaut habe.
Ist mein Fundament krisensicher?-oder habe ich gar keins?
 
Im Leben passiert es, dass uns Gott knallhart vor diese Frage stellt. Dann stellt sich wirklich die Frage Was hat Bestand? Nun habe ich zwei Möglichkeiten:
 
1. Ich ziehe mich wie Münchhausen an meinen eigenen Haaren aus dem Sumpf, blende alles Negative aus und werde (wieder?) mein eigener Herr oder
2. ich als christlich geprägter Mensch weiß natürlich, dass Gott das einzig wahre Fundament ist, welches stabil und krisensicher ist.
 
Das Wissen darum reicht leider nicht aus. Gott fordert mich dort heraus, eine eigene Entscheidung zu treffen. Soll der Herr oder ich selbst Herr meines Lebens sein?
Das ist erst mal eine Grundsatzentscheidung, um die ich aber nicht herumkomme. Ich möchte jeden Mut machen, diese Entscheidung für Jesus Christus zu treffen, auch wenn die nächsten Schritte oder nur der nächste Schritt noch unklar sind. Dein Wort ist meines Fußes leuchte und ein Licht auf meinem Wege Psalm 119.105
Ich kann mich damit zufrieden geben, wenn ich nur die nächsten Schritte oder auch nur den nächsten Schritt erkennen kann, stimmt die Richtung , holt mich Gott mit großem Erbarmen heim. Gott braucht meine Entscheidung, die ich ganz bewusst treffe, dann kann ich seine Gnade spüren und staunen, wie Gott mich verändert.
In unserer Gesellschaft hat folgende Aussage leider eine negative Bedeutung bekommen, doch ich lade Dich ein " Werde Fundamentalist".
Der Monatsspruch für Januar 2012 regt an, darüber nachzudenken, wenn Du dich entschieden hast, auf Christus zu bauen.
 
"Weise mir, Herr, deinen Weg; ich will ihn gehen in Treue zu dir" Psalm 86,11
 
Ich mache Dir Mut, Dich darauf einzulassen - Sei gesegnet!
 
 

 

Gedanken zum Monatsspruch November 2011:

 

von Dagmar Eisner

 

 

Gut ist der HERR,eine feste Burg am Tag der Not. Er kennt alle, die Schutzsuchen bei ihm.

Nahum 1,7

 

„Ein feste Burg ist unser Gott...“ so heißt es in einem, der bekanntesten Lieder des Reformators Martin Luther. So haben wir es vielleicht am Reformationstag, dem letzten Tag im Oktober gesungen. Nun steht genau dieses Bekenntnis als Monatsspruch über dem November.

Gott, ist der HERR, eine feste Burg am Tage der Not.Dieses Bekenntnis finden wir in dieser oder ähnlicher Weise an vielen Stellen in der Bibel.

Der Prophet Nahum hat sie ca.612 Jahre vor Christus niedergeschrieben.

Israel, der 10-Stämme Verbund wurde schon vor 100 Jahren durch die Assyrer vernichtet, seine Bevölkerung deportiert.

Juda, das südliche Reich, war umgeben von mächtigen, kriegerischen Völkern wie den Assyrern, den Babyloniern und den Ägyptern. Die Hoffnung, auf der Basis von kluger menschlicher Diplomatie und militärischen Bündnissen, war zerschlagen worden. Sie fühlten sich als Spielball der Mächtigen. Was konnte das kleine Reich ihrer Macht entgegensetzen? Gibt es überhaupt eine Hoffnung?

Ja, es gibt Hoffnung: “Gut ist der HERR, eine feste Burg am Tage der Not“

Dabei ist Nahum offensichtlich kein Prophet, der paradiesische Zustände oder eine heile Welt verkündet. Seine Botschaft ist voll von Worten des Gerichte. Er nennt Schuld beim Namen.

Gott sieht! Er sieht die Schuld der Völker und auch meine Schuld, mein Versagen. Da ist nicht Einer, der vor Ihm in eigener Gerechtigkeit bestehen könnte.

Und doch- gerade weil ich wieder und wieder versage bietet er mir seine Hilfe an. Er kennt mich durch und durch und weiß auch, dass ich seine Gnade brauche.

Darum darf ich mit meinem Versagen zu ihm kommen, ihn suchen und Vergebung und Schutz finden. Er wartet so sehr darauf, dass wir uns seiner Gnade zuwenden. Nur in der Burg bin ich sicher, ohne ihn verloren.

Wie oft fühlen wir uns heute den Mächten diese Welt hilflos ausgeliefert. Krieg, Terror, Finanzskandale, Umweltkatastrophen, Krankheiten, Beziehungskrisen und Arbeitslosigkeit können uns verzagen lassen.

Sie können aber auch zur Motivation werden uns bei Gott zu bergen.

Das heißt es doch wenn wir sagen „Gott ist barmherzig“ - er hat ein Herz für die Armen.

Gott hat ein Herz für mich, für dich, wenn wir seine Hilfe brauchen.

Am Leben Martin Luthers können wir ablesen was es bedeutet – trotz großer Bedrohung, trotz Angst und kleiner Kraft sich allezeit bei Gott zu bergen.

Und so möchte ich mit dem Beginn der 2. Strophe, des oben erwähnten Liedes abschließen.

     „Mit unsrer Macht ist nichts getan, wir sind gar bald verloren.

     Es streit für uns der rechte Mann, den Gott selbst hat erkoren.

     Fragst du, wer der ist? Er heißt Jesus Christ.“

Jesus selbst ist unser Retter unser Schutz unsere Burg.

 


 

 

 

 

Gedanken zum Monatsspruch Mai 2011

 

 

Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben, dass ihr immer reicher werdet an Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes. (Römer 15.13)

 

 

 

Auf Hoffnung hin gerettet

 

 

Von Frank Walenszus

 

Als ich den Monatsspruch las, kam mir unwillkürlich die Frage eines kleinen japanischen Mädchens in den Sinn. Es hatte Papst Benedikt XVI. in einem Brief gefragt, warum Gott solches Leid durch das Erdbeben und die Atomkatastrophe zulässt. Umso erstaunter war ich über die Antwort des Papstes: Er wüsste es auch nicht und sprach dem Mädchen Mut und Hoffnung zu, dass alles gut werde und Gott die Menschen nicht verlassen würde.

 

Der Apostel Paulus sah das nicht anders: Gott beschert keineswegs ein Leben ohne Probleme und Leiden, aber er schenkt die Kraft, aller Hoffnungslosigkeit zum Trotz, auf Gottes Güte zu hoffen. Im 1. Brief des Apostels Petrus (1.3) können wir lesen: „Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus! In seinem großen Erbarmen hat er uns neu geboren und mit einer lebendigen Hoffnung erfüllt. Diese Hoffnung gründet sich darauf, dass Jesus Christus vom Tod auferstanden ist.“

 

Weiter schreibt Petrus mit Blick auf Hoffnung und Errettung: Deshalb seid ihr voll Freude, auch wenn ihr jetzt – wenn Gott es so will – für kurze Zeit leiden müsst und auf die verschiedensten Proben gestellt werdet (1. Petrus 1.6). Zu einer solchen Hoffnung ist der Mensch aus sich selbst heraus jedoch nicht fähig, sie erwächst aus dem Glauben an unserem Herrn Jesus Christus. 

 

Für das japanische Mädchen werden sicher auf ihre Fragen viele Antworten noch offen bleiben, aber auch darin macht Papst Benedikt XVI. dem Mädchen Mut, die sich ihr jetzt bietende Hoffnung wird Gott eines Tages in eine unendlich bestehende Freude bestätigen.

 

 

Den Glauben daran, dass Hoffnung nicht eine Illusion ist, die gegebenenfalls wie eine Seifenblase platzt, gewinnen wir aus der Kraft des Heiligen Geistes, auch wenn Leid und Schmerz in unserer Welt scheinbar die Oberhand gewinnen. Vertrauen wir der Zusage des Apostels Paulus: Auf Hoffnung hin seid ihr gerettet!

 


 

 

 

 

 

Gedanken zum Monatspruch April 2011: 

 

 

Wachet und betet, dass ihr nicht in Anfechtung fallt!  (Matthäus 26,41)

 

 

Frei sein für das, was kommt

 

 

 

Von Frank Walenszus

 

Wachen und beten, das sind doch zwei miteinander unvereinbare Dinge, die man nur schwer unter einem Hut bekommt. Selbst die Jünger von Jesus schafften das nicht, als er sich zum Gebet vor dem Abend als er verraten wurde zurück zog. Er bat seine Jünger zu wachen und als er vom Gebet zu ihnen kam, fand er sie schlafend vor. Die Bibel berichtet darüber. Aus heutiger Sicht scheinbar eine Nebensache und doch wird sie zum zentralen Punkt, denn mit wachen ist nicht das Nichtschlafen gemeint, sondern die Aufforderung, sich dem Evangelium Jesu Christi nicht zu verschließen oder sich auf Irrwegen verleiten zu lassen.

 

Wachet und betet, dass ihr nicht in Anfechtung fallt! Jesus Christus wusste wohl um die Schwachheit der Menschen und um die Anfechtungen des weltlichen Lebens. Das Gebet als Wächter den Anfechtungen widerstehen zu können. Wir benötigen das Gebet für die enge Beziehung zu Jesus Christus. Der Herr gibt uns aus dem Gebet die Kraft, den Blick nicht für das Wesentliche zu verlieren.

 

Paulus schreibt in seinem Brief an die Gemeinde in Kollossä 4,2-3:  Lasst nicht nach im Beten, werdet nicht müde darin und tut es immer mit Dank! Betet dabei auch für uns, dass Gott uns eine Tür öffnet für seine Botschaft. Wir sollen ja das Geheimnis bekannt machen, das in Christus beschlossen ist."

 

Und dennoch, die Anfechtungen sind allgegenwärtig, mit denen uns der Satan umschmeichelt. Es gibt Situationen im Leben, da falle ich in Anfechtungen und möchte mich lieber nicht festlegen und ich ertappe mich mit der Bitte an unseren Herrn: Ach, lass doch diesen Kelch an mir vorüber gehen. Wachen und Beten, das sind nicht zwei sich ausschließende Dinge. Sie sind Aufforderung dem Glamour der Welt zu widerstehen. Sich nicht in den Sog hineinziehen zu lassen und dem Freudentaumel des Hier, Jetzt und Heute zu verfallen. Wachet und Betet, denn ihr wisst nicht wann der Herr kommt.

 

Wir sollen bereit und frei sein für das, was kommt. Wenn wir in Not sind, fällt uns das Beten nicht schwer, wie Jona im Bauch des Walfisches, wie die kinderlose Hanna im Tempel, wie die drei Männer im Feuerofen. Und oft haben sie dann erlebt, dass ihre Standhaftigkeit belohnt wurde – dass Rettung kam, dass das Leben neu geworden ist. So leben wir zwischen Passion und Ostern, in der Hoffnung, dass Jesus Christus unser Leben heil und neu werden lässt, ganz anders, als wir uns vorstellen können – und dass wir es schaffen, Anfechtungen standzuhalten.

 


 

 

 

Gedanken zum Monatsspruch März 2011

 

 

"Bei Gott allein kommt meine Seele zur Ruhe, denn von ihm kommt meine Hoffnung."                Psalm 62,6

 

 

 

Kraft, die aus der Stille kommt

 

 

 

Von Frank Walenszus
 

 

Manchmal frage ich mich, warum soll meine Seele zur Ruhe kommen? Angesichts der gegen Menschen gerichtete Gewalt, sei es in Lybien oder auch in Europa,  die Naturkatastrophe in Japan , die Ignoranz vieler Politiker gegenüber dem eigenen Volk, müsste da nicht erst recht meine Seele in Aufruhr geraten. Müsste ich da nicht viel mehr die Frage stellen: Gott, du mein Gott, warum hast du uns verlassen?

 

Zu schnell neigt man dazu, die Schuld für alles Ungemach bei anderen zu suchen. Da hebt man eben die Stimme und vorwurfsvoll hört man viele sagen, warum lässt Gott das zu. Und spätestens hier tappt man in die eigene Falle, denn wenn alles gut läuft dann stellt sich doch gar nicht diese Frage, da hat sich Gott eben raus zu halten, selbst wenn es der falsche Weg ist, es nützt mir ja.

 

Obwohl Gott so oft von uns Menschen brüskiert wird, ist seine an uns gerichtete Gnade unerschöpflich. Er ist der Ruhepol, gewissermaßen die Raststätte nach einer mühseligen Wanderung. Das Leben ist eben nicht immer eine gerade Strecke, so manche Höhen und Tiefen hält es für uns parat. Da macht es Mut, Jesus Christus an seiner Seite zu wissen, der Spender Trost und Freude zugleich ist. Auch wenn Turbulenzen mich aus der Bahn bringen wollen, mich niederdrücken, kann ich darauf bauen: „Nun aber hat mir der Herr, mein Gott, Ruhe gegeben ringsum.“ (1.Könige 5,18)

 

Diese von Gott kommende Ruhe ist die Hoffnung auf der ich getrost bauen kann. Ich finde es entlastend, dass Gott nicht erst dann tätig wird, wenn ich ihm meine Sorgen aufliste oder ihm meine Erfolge offenbare, über die er sich dann genau so freut. Doch mitunter habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich mit Jesus Christus besser in Kontakt komme, wenn ich ganz still werde. Mich einfach in das Vertrauen zum Herrn fallen lasse, seinen inneren Frieden spüre und wohltuende Ruhe empfinde.

 

 


 

 

Gedanken zum Monatsspruch Februar 2011:

 

 

Auch die Schöpfung wird frei werden von der Knechtschaft der Vergänglichkeit zu der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes.

(Röm 8,21)

 

 

Mit der Taufe stirbt die Vergänglichkeit

 

 

Von Frank Walenszus

 

Die Endlichkeit des Menschen hat selbigen seit Jahrhunderten beschäftigt. Wenn schon die Frage nach dem Woher klar war, so blieb doch die Frage nach dem Wohin für die Mehrzahl unbeantwortet. Der Apostel Paulus brachte es auf den Punkt: Auf Hoffnung sind wir gerettet. Im Römerbrief 8,13 heißt es: Wenn ihr nach eurer eigenen Natur lebt, werdet ihr sterben. Wenn ihr aber in der Kraft des Geistes euren selbstsüchtigen Willen tötet, werdet ihr leben.?

 

Christen können darauf bauen, dass mit der Taufe ihre Vergänglichkeit gestorben und sie zu einem neuen Leben mit Jesus Christus erweckt wurden. So mancher wird sagen, ja wo ist denn das neue Leben in der herrlichen Freiheit als Kinder Gottes? Täuschen wir uns nicht, das unvergängliche Leben liegt zwar noch im Verborgenen, doch wir werden es schauen.

 

Christus lebt in uns durch seinen Geist. Das bedeutet doch nichts anderes, dass unser fleischlicher Leib zwar durch unsere Sünden dem Tod anheim fällt, aber der Geist uns mit Leben erfüllt. Weil eben Christus die Sünde besiegt und uns somit den Weg zu Gott frei gemacht hat. Gott hat uns angenommen. Der Geist, der in euch lebt, ist ja der Geist dessen, der Jesus vom Tod auferweckt hat. Dann wird der Gott, der Jesus Christus vom Tod auferweckt hat, auch euren todverfallenen Leib lebendig machen.? (Röm. 8,11) Das bewirkt er durch seinen Geist, der schon jetzt in uns mit der Taufe lebt. Durch die Taufe sind wir ein Teil der neuen Schöpfung Gottes, wenn auch noch nicht sichtbar, sondern verborgen. In Gottes neuer Welt, der Ewigkeit, wird er das Werk der neuen Schöpfung vollenden. Hieran werden die teilhaben, die an Christus geglaubt und ein Leben aus der Taufe geführt haben.

 

Kritiker werfen den Christen vor, dass sie nur auf ein besseres Leben danach vertrösten, weil sie für das Jetzt keine Lösung haben. Christen sterben, bekommen Krebs, durchleben menschliche Qualen, Freude und Leid wie jeder andere Mensch. Und so schlussfolgern Kritiker, ewiges Leben sei nur erstrebenswert, wenn es selig mache, sonst sei es eine unaufhörliche Irgendwie-Existenz, die ja auch ein Fluch sein könne und kaum zu unterscheiden sei von der ewigen Verdammnis in der Hölle.

 

Doch täuschen wir uns nicht darüber, dass wir noch leiden müssen. Der Apostel Paulus macht uns jedoch Mut: Was wir auch leiden müssen, fällt überhaupt nicht ins Gewicht im Vergleich mit der Herrlichkeit, die Gott uns zugedacht hat und auch offenbar werden lässt.

 

Allein der Glaube versetzt den Christen in die Lage, auf ein Weiterleben nach dem Tod zu hoffen, da Jesus Christus mit seiner Auferstehung nach seiner Kreuzigung dem Tod die Macht genommen hat. Der Glaube an Christus gibt Menschen ihren Tod und ihre Unsterblichkeit zugleich. Welches sinnliche oder nicht sinnliche Leben und welche Aufgabe die Seele übernimmt können wir Menschen nicht einmal erahnen.


 

 

 

 

Gedanken zum Monatsspruch im Januar 2011:

 

 

„Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn, und schuf sie als Mann und Frau.“

 

(Gen. 1.27; Luther)

 

 

 

Der Mensch als Mann und Frau

 

 

 

Von Frank Walenszus

 

 

Was findet Gott an uns Menschen, die er so sehr liebt? Ist es nur dadurch begründet, dass er den Menschen nach seinem Bilde schuf? Letzteres wäre zu kurz gesprungen, denn die Meschen entfernen sich immer mehr von Gott, suchen ihre eigene Götzen. Die Ursachen für Gottes Liebe zu uns Menschen müssen also viel tiefer liegen. Ich denke, sie liegt in der Heilsgemeinschaft mit Gott. Gott und Mensch sind für ewige Zeit fest mit dem Evangelium verbunden. Gott liebt jeden Menschen, egal ob reich oder arm, Christ oder Atheist oder fremdreligiös.

 

 

Nirgends woanders ist die Würde des Menschen so fest verwurzelt wie in der Bibel. „Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn, und schuf sie als Mann und Frau.“ (Gen. 1.27; Luther) Gott schuf uns zwar zu seinem Bilde, aber wir sind nicht gottgleich. Nur Gott ist vollkommen. Wir sind gestrauchelte, Sünder. Das muss wohl Gott so sehr beschäftigt haben, dass er seinen eingeborenen Sohn Jesus Christus für uns Menschen opferte, der alle Schuld der Menschen seit dem Sündenfall auf sich nahm und so die Trennung von Gott und Mensch überwunden wurde.

 

 

Gottes Menschenwürde ist eine andere nicht mit der weltlichen vergleichbar. Auch im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland steht, die Würde des Menschen ist unantastbar und doch wird sie in jeder Sekunde tausendfach mit Füßen getreten – Armut, Arbeitslosigkeit, Diskriminierung , Ausgrenzung oder gar noch schlimmer im millionenfachen Mord ungeborenen Lebens seit der Gesetzesöffnung.

 

 

Der Monatsspruch zwingt zum Tiefgang. Wenn in jedem Menschen ein Abbild Gottes verankert ist, dann muss ich doch auch in meinem ärgsten Widersacher eine winzige Spur von Gott erkennen können, die es mir eigentlich leicht machen müsste, dem Gegenüber die Hand zu reichen. Und doch ist es in den meisten Fällen nicht so, was unsere Unvollkommenheit kennzeichnet. Liebe deinen Nächsten wie dich selbst, diese höchste von Jesus Christus eingeforderte Gebot, trifft den Menschen in Mark und Bein, überfordert ihn schlechthin.

 

 

Muss ich deshalb verzagen? Nein. Bonhoeffer meint dazu: „Was dir verabscheuungswürdig erscheint in seiner Widergöttlichkeit, wovon du dich zurückziehst in Schmerz und Feindschaft, der wirkliche Mensch, die Wirklichkeit – das ist für Gott Grund unergründlicher Liebe.“

 


 

 

 

Gedanken zum Monatsspruch Dezember 2010:

 

Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe.

Matthäus 3, 2

 

 

Umkehr zu dem, was wir noch nicht sehen

 

 

Repro: FW

 

 

Von Frank Walenszus


Kehrt um! Eine Aufforderung, die mancher nicht so gern hört. Der Mensch ist nur all zu oft von seinem Tun so überzeugt, dass eine Umkehr einem Versagen gleich kommt. Das Eingestehen, sich verrannt zu haben, ist mitunter eine bedrückende Erfahrung. Ist aber nicht gerade eine Umkehr eine Rückbesinnung, auf das, was uns gestern noch so lieb und teuer war?

Johannes der Täufer predigte in der Zeit des Herrschers und Kindermörders Herodes in der Wüste von Judäa. „Tut Buße! Denn das Reich der Himmel ist nahe gekommen.“ (ELB. Mt. 3,2) Freilich, Johannes der Täufer wollte das Volk wieder auf den rechten Weg bringen. Er wusste, dass ein weitaus größerer nach ihm kommt, der bereits vor ihm da war: „Ich taufe euch mit Wasser zur Buße; der aber nach mir kommt, ist stärker als ich, dessen Sandalen zu tragen ich nicht würdig bin; er wird euch mit Heiligem Geist und Feuer taufen; seine Wurfschaufel ist in seiner Hand, und er wird seine Tenne durch und durch reinigen und seinen Weizen in die Scheune sammeln, die Spreu aber wird er mit unauslöschlichem Feuer verbrennen.“ (ELB. Mt. 3, 11 – 12)

Die Rede ist von Jesus Christus. Insbesondere in der Adventszeit, seiner Ankunft, wird uns das besonders bewusst. Der Heiland der Welt kommt, um die Blutschuld der Menschen vor Gott zu tilgen Er nimmt alle Schuld auf sich, der keine Schuld kannte, um Gott mit den Menschen wieder zu versöhnen. Gott schickt seinen Sohn und opfert ihn, um die Menschen, seine Schöpfung, vor der Hölle zu retten.

Der Ruf „Kehrt um!“ ist heut wie damals gültig. Heute wie damals trifft er auf Ohren, die nicht hören. Wo ist denn das Himmelreich, fragt so mancher angesichts des gesellschaftlichen Niedergangs. Ist es da nicht mehr als verständlich, wenn Zweifel die Menschen martern und Verzagtheit sich breit macht? Ist es da nicht besser dem Zeitgeist zu folgen, mit der Masse mitzuschwimmen?

Nein, Jesus Christus wusste um diese Dinge, denn er selbst sagte, dass viele falsche Propheten und Messiasse kommen werden, um in seinem Namen zu predigen und die Menschen zu verführen. Viele werden ihnen auf den Leim gehen und vom Glauben an den Heiland der Welt abfallen. Nur jene, die standhaft am Glauben festhalten werden das Himmelreich schauen. Umkehr verlangt Vertrauen auf das, was wir noch nicht sehen aber darauf hoffen.

Der Apostel Johannes mahnt in der Offenbarung 2,4-5 in dem Sendschreiben an die Gemeinde in Sardes. "Doch ich habe gegen dich, dass du deine erste Liebe verlassen hast. Bedenke also, aus welcher Höhe du gefallen bist! Kehre um und tu die ersten Werke! Sonst komme ich dir und werde deinen Leuchter wegrücken von seinem Platz, wenn du nicht umkehrst."

Mehr als 2000 Jahre erklingt der Ruf zur Umkehr. Doch damit ist es nicht getan. Tut Buße, bekennt eure Sünden als eine Bedingung für das Himmelreich, denn gerade weil es nahe ist, können wir umkehren. Jesus Christus ist doch nicht geboren, damit wir ein paar schöne Feiertage haben und uns gegenseitig beschenken.

Halten wir uns an die Ermutigung von Petrus (ELB. 1. Brief 3, 15) an die Jünger von Christus, die wir ja sind: „Haltet den Herrn, den Christus, in euren Herzen heilig! Seid aber jederzeit bereit zur Verantwortung jedem gegenüber, der Rechenschaft von euch über die Hoffnung in euch fordert.“

 


 

 

 

Gedanken zum Monatsspruch November 2010:

 

Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln machen. Denn es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen.

Jesaja 2, 4

 

 

Sehnsucht nach Frieden - oder die weißen Tauben sind müde

 

 

Repro: FW

 

 

Von Frank Walenszus


Eine Botschaft der Bibel, die Mut macht. Freilich, Frieden ist eine uralte Sehnsucht der Menschheit, die nie Realität wurde. Die weißen Tauben sind müde. Gerade die noch lebenden Kriegskinder werden sich mit Schrecken an den Zweiten Weltkrieg erinnern. Doch auch heute noch sterben tausende Menschen in Afrika, Asien und sogar in Europa im Namen des Friedens. Dank sei Gott, dass wir in Deutschland 65 Jahre in Frieden leben können. Was heißt Frieden? Ist das nur die Abwesenheit von Krieg?

Nein, die Welt kennt den wahren Frieden nicht. Wie soll sie ihn auch kennen in einer Welt, in der Satan und die Sünde regieren. Frieden ist weit mehr als nur die Abwesenheit von Krieg. Wie kann man dann aber Frieden finden? Die Bibel sagt in Hiob 22, 21: „So vertrage dich nun mit Gott und mache Frieden; daraus wird dir viel Gutes kommen." Ein solcher Frieden meint, dass man mit Gott alles ins reine bringt. Der Heilige Paulus sagt in seinem Brief an die Gemeinde in Rom (5, 1): „Da wir nun gerecht geworden sind durch den Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch unsern Herrn Jesus Christus."

Aber auch das spricht Jesus Christus: „Denkt nicht, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, um Frieden zu bringen, sondern das Schwert!" (Mt.,10, 34) Doch damit meint er keineswegs Waffengewalt und Krieg, denn weiter heißt es: „Ich bin gekommen, um den Sohn mit seinem Vater zu entzweien, die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter; die eigenen Angehörigen werden zu Feinden." (Mt. 10,35.36)

Für uns bedeutet das: Jetzt, wo in der Welt das Böse herrscht, ist die unvermeidliche Folge unseres Bekenntnisses zum Heiland der Welt eine „Entzweiung". Wer zu Jesus Christus steht, erfährt heute mehr denn je „Krieg" statt Frieden - und darf dennoch den Frieden des Christus in seinem Herzen regieren lassen (Koll.3,15).

Als ich unlängst in meinen Unterlagen wieder kramte, fiel mir eine Briefmarke in die Hände. Ich hatte die Marke mit einem Nennwert von 40 Kopeken von einem Brief gelöst, den mir mein sowjetischer Brieffreund vor zig Jahren geschrieben hatte, Sie zeigt das Abbild einer Bronzeskulptur, die die Sowjetunion 1959 den Vereinten Nationen schenkte - einen heroischen Mann, der ein Schwert zur Pflugschar umschmiedet. Die Briefmarke wurde nur wenig später in der DDR verboten. Die Botschaft, Schwerter zu Pflugscharen, wurde dennoch zu einer großen Friedensbewegung in der DDR.

 


 

 

 

Gedanken zum Monatsspruch Oktober 2010:

 

Siehe, ich habe vor dir eine Tür aufgetan und niemand kann sie zuschließen.

Offenbarung 3, 8

 

 

Die offene Tür

 

 

 

Von Frank Walenszus


Wie so oft stehen wir vor verschlossenen Türen. Niemand ist da, der sie öffnet. Manchmal sind es ganz profane Dinge die uns umtreiben. Ein vergessenes Brot oder die Butter, doch all das sind Dinge, die man am folgenden Tag nachholen kann. Verschlossene Türen zeigen dir jedoch auf, dass alles endlich ist. Doch da berichtet die Bibel: „Siehe, ich habe vor dir eine Tür aufgetan und niemand kann sie zuschließen (Offenbarung 3,8). Wo Jesus Christus Türen öffnet, kann niemand zuschließen, und wo Er zuschließt, kann niemand öffnen.

Sind wir uns dessen bewusst, dass Jesus Christus jedem die Tür öffnet, zu ihm zu kommen. Er will, dass niemand verloren geht. So wie es der Evangelist Matthäus (18,12-14) von einem Mann berichtet, der 100 Schafe hat und eines davon sich verlaufen hat. Jener sucht und findet es und ist froh darüber, das verirrte Schaf gefunden und zur Herde zurückgebracht zu haben. Er verweist auf die Worte von Jesus: „Genauso ist es mit eurem Vater im Himmel: Er will nicht, dass einer dieser kleinen, unbedeutenden Menschen verloren geht (Matt. 18,14)."

Na ja, wird so mancher einwenden, verschlossene Türen sind doch das Typische in dieser Gesellschaft, selbst Kirchen sind in Gottesdienst freier Zeit meistens zugesperrt. Doch täuschen wir uns nicht. Jesus Christus hat für uns immer eine Tür geöffnet. Wir müssen nur hindurch gehen. Die Entscheidung für einen Eintritt oder gegen ihn, das nimmt uns Jesus Christus nicht ab. Doch wir wissen nicht, wie lange die Tür für jeden Einzelnen offen steht. Wenn Gott die Tür zuschließt, kann niemand sie öffnen. Es ist endgültig. Wir wissen nicht, wann das sein wird. Die Entscheidung für ein Bekenntnis zu Jesus hängt nicht von der Tagesform jedes Einzelnen ab. Sie hat zeitendliche Bedeutung.

So manche Kirchgemeinde öffnet ihre Türen für Interessierte wie die Einladung der ev.-luth. Kirchgemeinde in Klütz zeigt: Unsere Kirche offen für Sie. Treten Sie wieder ein. Solche Gemeinden handeln wie der Hirte, der das verlorene Schaf sucht.

 


 

 

 

Gedanken zum Monatsspruch September 2010:

 

Ein Mensch, der da isst und trinkt und hat guten Mut bei all seinem Mühen, das ist eine Gabe Gottes.

Prediger 3, 13

 

 

Die bittende Hand ganz nahe

 

 

 

Von Frank Walenszus


Der Monatsspruch hat mich im ersten Moment ein bisschen irritiert.Ist Essen und Trinken nicht eine Voraussetzung, um guten Mutes zu sein? Mit hungrigem Magen und durstiger Kehle wird einem doch jeder Moment verhagelt. Gott sei Dank muss ich nicht darben an Nahrung für Geist, Körper und Seele.


Bei diesem Gedanken stutze ich: Gott sei Dank! Wie leicht sprechen wir Tischgebete aus, danken Gott, dass er uns mit dem täglichen Brot versorgt. Ich erinnere mich an meine Mutter, die immer, wenn sie ein neues Brot anschnitt, auf dem Rücken des Brotlaibes das Kreuz schlug. Als Kind habe ich oftmals darüber gelächelt. Heute weiß ich es besser: Sie dankte Gott, für das tägliche Brot, damit wir Kinder nicht darben mussten. Obwohl viele Jahre bereits vergangen sind, ertappte ich mich, dass ich kürzlich, wie meine Mutter, beim Neuanschnitt eines Brotes unbewusst das Kreuz in den Brotlaib ritzte.

Im Vaterunser beten wir, „unser tägliches Brot gib uns heute", doch erkennen wir immer, dass gerade das nicht immer selbstverständlich ist? Beim Essen und Trinken macht Gott scheinbar keine Unterschiede zwischen den Menschen. Oder doch? Im reichen Land Deutschland sind viele Menschen von der Armut betroffen. Kinder kommen ohne Pausenbrote in die Schule, viele haben kaum das tägliche warme Essen. Suppenküchen und Tafeln haben Hochkonjunktur. Die Mehrzahl der Menschen müht sich um das tägliche Brot, anderen wiederum fällt es zu. Wer Hunger verspürt, kann kaum guten Mutes sein. Rund jedes sechste Kind lebt in Deutschland in Armut. Ich habe noch keine Spendengala für in Armut lebende deutsche Kinder im deutschen Fernsehen erlebt. Doch 32.9 Milliarden kostete bisher dem deutschen Steuerzahler der Afghanistankrieg, derweil sich immer mehr deutsche Familien Sorgen um das tägliche Brot machen müssen.

Im Buch der Prediger wird die Frage nach dem Sinn des Tuns aufgeworfen. König Salomo vergleicht alles menschlich Tun mit einer Jagd nach dem Wind, denn alles ist vergänglich, nichts Irdisches ist für die Ewigkeit bestimmt. Zu dieser Erkenntnis kommt auch König Salomo. Damals wie heute gültig. Auch Menschen, die auf Gott vertrauen, stehen in der täglichen Gefahr durch die Wohlstandsgesellschaft übersättigt zu werden und unempfänglich für die Sorgen anderer zu werden. Wir schauen weit in den Horizont und übersehen die bittende Hand direkt vor uns.

Im Kapitel vier, 1-3 kommt König Salomo zu einer fatalistischen Erkenntnis: „Ich habe auch gesehen, wie viel Ausbeutung es in dieser Welt gibt. Die unterdrückten weinen, aber niemand trocknet ihre Tränen. Niemand hilft ihnen, denn ihre Unterdrücker haben die Macht. Wie gut haben es die Toten! Ihnen geht es besser als den Lebenden. Noch besser sind die dran, die gar nicht geboren wurden und die Ungerechtigkeit auf der Erde nicht sehen mussten."


Wer Essen und Trinken jedoch als Gabe aus Gottes Hand sieht, empfindet Freude und Dankbarkeit zu teilen, anderen zu helfen. Dessen Tun wird nicht durch einen selbstherrlichen Egoismus bestimmt: Ich habe mir all den Wohlstand erarbeitet, frei nach dem Motto, vom Tellerwäscher zum Millionär. „Ein Mensch, der da isst und trinkt und hat guten Mut bei all seinem Mühen, das ist eine Gabe Gottes (Prediger 3,13).

 


 

 

 

Gedanken zum Monatsspruch August 2010:

 

Jesus Christus spricht: Ihr urteilt, wie Menschen urteilen, ich urteile über keinen.

Johannes 8, 15

 

 

Urteilen, setzt Verantwortung voraus

 

 

Von Frank Walenszus


Menschen sind mit ihrem Urteil schnell zur Hand. Sie urteilen oberflächlich, bewerten andere nach ihrem Aussehen, ihrem sozialen Stand. Nur selten trifft jedoch das zu. So mancher handelt nach dem Grundsatz: Der erste Eindruck ist immer beste, danach wird es nur schlechter. Machen wir uns überhaupt die Mühe, Menschen richtig zu erkennen? Vorurteile prägen uns, resultierend aus eigenen schlechten Erfahrungen. Tue anderen nichts Gutes, dann widerfährt dir auch nichts Böses.

Christen sind davon keineswegs ausgenommen, sie urteilen menschlich und liegen falsch. Die Bibel berichtet davon an unzähligen stellen.Jesus spricht: Ihr richtet nach dem Fleische, ich richte niemand. (Johannes 8, 15) Aber gerade mit dieser Aussage haben wir ein Problem. Neudeutsch verstehen wir im Zusammenleben mit anderen, die Chemie muss stimmen. Ja, und wo die Chemie nicht stimmt? Da klammern wir andere aus, überschütten sie mit Vorurteilen und verurteilen sie.

Auch hier führt uns Jesus Christus unser Fehlurteil auf markanter Weise vor: Was siehst du den Splitter im Auge deines Bruders und den Balken im eigenen nicht. Entferne erst den Balken aus deinem Auge ehe du den Splitter aus dem Auge deines Bruders entfernst.

Im Kapitel acht des Johannesevangeliums berichtet uns der Evangelist von einer Frau, die beim Ehebruch ertappt wurde. Schriftgelehrte und Pharisäer sagten zu Jesus: „Im Gesetze hat uns Moses befohlen, solche zu steinigen; was sagst du dazu (Johannes 8, 5)?

Böses steckte hinter ihren Worten, sie wollten Jesus auf die Probe stellen. Nur mit einem einzigen Satz überführte sie Jesus Christus der Lüge ohne sie zu verurteilen: „Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als erster einen Stein auf sie (Johannes 8, 7). Alle entfernten sich ohne ein Wort.

Wie gelingt es uns mit falschen Urteilen umzugehen? Da wird einer auf einer Versammlung von Dorfältesten lächerlich gemacht, weil seine Fragen unbequem sind. Man beurteilt ihn als Querulant, verbietet ihm das Wort, versetzt sich selbst in ein kollektives Beleidigtsein.

Wie sagte Jesus Christus: Ihr urteilt, wie Menschen urteilen, ich urteile über keinen. Für die Dorfältesten war deren Macht im Augenblick Ratgeber des Urteils. Macht, auch wenn sie noch so gering ist, ist ein unguter Richter, nimmt anderen die Würde und gebiert neue Vorurteile.

 


 

 


Gedanken zum Monatsspruch Juli 2010:

 

So bekehre dich zu deinem Gott, halte fest an Barmherzigkeit und Recht und hoffe stets auf deinen Gott.

Hosea 12, 7

 

 

Lüge, Betrug und Macht werden als „Goldenes Kalb" verehrt

 

 

Von Frank Walenszus


Der Prophet Hosea wirkte im Nordreich, der Heimat des Elias. Hosea durchlebte alle möglichen Tiefen. Sein Leben versinnbildlichte quasi den Abfall des auserwählten Volkes von Gott. Und gerade aus dieser schier unglaublichen Lage verkündigte der Prophet trotz seiner Droh- und Mahnreden gegen die anstößigen Kultorte, gegen das Priestertum und der herrschenden Schicht eine Trostverheißung.

Die Botschaft von Hosea ist schlicht und gewagt in jener wie auch heutiger Zeit „Gott ist die Liebe!". Lüge und Betrug umgibt das damalige Haus Israel. Und in dieser Zeit zieht Gott Jakob zur Rechenschaft, der seinen Bruder im Mutterleib überlistete und als Mann mit Gott rang und den Engel besiegte. Worte der Mahnung lässt Gott den Propheten Hosea zu Jakob sagen: „Du sollst zurückkehren zu deinem Gott! Bewahre Treue und Recht und hoffe stets auf deinen Gott!" Eine Aufforderung auch an uns.

Was unterscheidet uns heute von jener Zeit? Sie ist auch von Betrug und Lüge in Deutschland gekennzeichnet! Die Menschen rennen ebenso dem Reichtum mit List und Tücke hinterher! Geld und Macht sind das "Goldene Kalb", das angebetet wird, ein ständiger Kampf, im First-Class-Wagen des fahrenden Zuges einen Platz zu ergaunern.

Wie in der Zeit des Propheten Hosea findet Gott kaum noch sehende Augen und hörende Ohren bei den Menschen„In der Hand des Händlers ist falsche Waage; er liebt das Unrecht. (Hosea 12,8). Die Geldgier und das Streben nach Macht des "inneren Zirkels" in Deutschland ist gleichzusetzen mit der Antwort Ephraims: „Ich bin doch reich geworden, habe mir Vermögen erworben! Alle meine Gewinne stellen für mich kein Vergehen dar, das Sünde wäre."

Reichtum, Macht und Geltungssucht sind das Götzenbild. Sie sind das „Goldene Kalb", um das die Menschen tanzen. Im Buhlen um einen Platz an diesem Trog betet man das Vergängliche an, vergessend dass ihr ganzer Reichtum bereits von Moder und Fäulnis zerfressen wird. Gott, Barmherzigkeit und Recht sind längst auf der Strecke geblieben.

Zu viele Ephraims haben wir in unserer Gesellschaft, die sich auf Kosten anderer ihren Reichtum scheffeln. Die wenig haben werden mit Abgaben geknechtet.Barmherzigkeit ist zu einem Fremdwort verkommen und wird als Schwäche ausgelegt. Das Recht des Stärkeren gilt. Millionen Euro schwere Steuerbetrüger gehen straffrei aus, Steuergeschenke für Lobbyisten von Parteien sind Regierungspolitik. Dagegen werden Maultaschen und Pfandscheine für Leergut zu Stolpersteinen für Arbeitnehmer.

Und Gott spricht: „Ich lasse dich wieder in Zelten wohnen wie zur Zeit, da wir zusammentrafen." (Hosea 12,10) Es ist hohe Zeit wider den Palästen der politischen Pharisäer im Land streiten. Die Abwendung von Gott, Barmherzigkeit und Recht wird ihnen zum Fallbeil werden. Gott Spricht: „So werde ich für sie wie ein Löwe, ich lauere wie ein Panther am Weg. Ich falle sie an wie eine Bärin, die ihrer Jungen beraubt ist und zerfleische ihnen die Brust (Hosea 13,7-8)".

Eindringlich mahnt Gott: „So bekehre dich nun zu deinem Gott, halte fest an Barmherzigkeit und Recht und hoffe stets auf deinen Gott." Wohl dem, der die Hoffnung noch nicht verloren hat.

 

 


 

 

Gedanken zum Monatsspruch Juni 2010:

 

Gott spricht: Suchet mich, so werdet ihr leben

Amos 5,4

 

 

Den Herrschenden ein Dorn im Auge

 

 

Von Frank Walenszus


Amos zählt zu den so genannten zwölf „kleinen Propheten". Wie die Schrift uns informiert, legte Amos sehr großen Wert darauf, kein Berufsprophet, sondern ein berufener Prophet zu sein. Amos ist Hirte und Maulbeerfeigenzüchter aus Tekoa. Ein einfacher Mensch, doch Gott bedient sich sehr oft solcher Menschen, um seine Worte dem Volk mitzuteilen

Die Botschaft Gottes, die er Amos sagen lässt, fällt in einer Zeit 760 v. Christus, als Israel unter König Jerobeam II. eine Blütezeit erlebte. „Suchet mich, so werdet ihr Leben", Worte inmitten einer Wohlstandsgesellschaft. Jerobeam II. hatte das israelische Königreich in den Grenzen wie unter dem Herrscher Salomo wieder herstellen können. Die Oberschicht des Volkes lebte in Wohlstand und man lebte in Saus und Braus voller Übermut und entfernte sich von Gott. Die Gottgeweihten brachen ihre Gelübde und man machte sich über Gott lustig. Gleichzeitig wurden die Armen schamlos ausgebeutet, das Recht des Stärkeren galt. Gottes Gebote wurden missachtet.

Und in dieser Situation lässt Gott die deutlichen Worte Amos sagen: "Suchet mich, so werdet ihr Leben." Das lässt den Schluss zu: Ohne Gott werdet ihr Untergehen, dem Bösen, dem Verführer, dem Satan verfallen. Selbst bei den Gottesdiensten, die in prunkvoller Äußerlichkeit erfolgten, wurde die Abgewandtheit der Herzen zu Gott deutlich.

Seine Kritik gegen die Oberschicht begründete er mit dem Gotteswort vom kommenden Gericht. Wer das Buch Amos liest wird auf viele Gerichtsworte stoßen, mit denen der Prophet die Herrschenden warnt. Amos zeigt auf: Gott ist entsetzt, dass man den Unterdrückten Gewalt antut, die Armen schindet, während sich die Reichen ihrer verschwenderischen Genusssucht hingeben.

Parallelen spannen sich zu unserer modernen Zeit. Sie ist ebenso vom Verfall gezeichnet. Das Geld der Mächtigen wischt alle Gerechtigkeit hinweg. Die Gebote Gottes werden entehrt. So wie man in der Zeit des Amos die Nasiräer als Gottgeweihte zum Gelübdebruch verführte und sich über alles Heilige lustig machte, so bietet sich das Bild in unserer heutigen Gesellschaft.

Christen ernten Hohn und Spott. Gott wird immer mehr aus dem Leben gedrängt. Das Kapital wird zum Willensvollstrecker des Satans. Aber Gott will durch den Propheten Amos uns sagen: das Unheil ist kein unabwendbares Schicksal. Man kann etwas dagegen tun. Wendet euch wieder zu Gott: „Sucht mich, so werdet ihr Leben." Findet das Gute und verfallt nicht dem Bösen.

Auch in unserer Zeit werden Kritiker wie Amos mundtot gemacht, gedemütigt, verlacht und mit Hohn übergossen. In islamischen Ländern oder Diktaturen werden sie in Gefängnisse geworfen oder ermordet. Die kritischen Worte des Propheten Amos sind eine ernste Mahnung Gottes. Kehrt um, so lange es noch nicht zu spät ist. Sie weisen uns auf die Gebote Gottes hin, die Mose, von Gott auf zwei Tafeln geschrieben, zu seinem Volk brachte. Damals wie heute gültig.

 


 

 

 

Gedanken zum Monatsspruch Mai 2010:

 

Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.

Hebräer 11,1

 

 

Glauben heißt Vertrauen

 

 

Von Frank Walenszus

 

Ich glaube nur, was ich sehe. Wie tief ist dieser Satz in unserem Bewusstsein verankert. Dem war schon der Apostel Thomas verfallen, als er die Auferstehung des Herrn anzweifelte. Ich glaube nur, wenn ich meine Hand in die Wunden der Male legen kann, so seine Reaktion als die anderen Jünger ihm von der Auferstehung des Gekreuzigten berichteten. Er wird eines Besseren belehrt, als Jesus Christus zu ihm hintritt und Thomas bekennen muss, ja, Herr, du bist es.

 

Ist das nicht peinlich? Ein Jünger, der zweifelt und sich nur überzeugen lässt, da er Jesus und seine Male gesehen hat! Entsprechen wir immer der Forderung unseres Herrn: Selig sind die, die Glauben und nicht gesehen haben? Mir selbst geht es oft so, dass ich mich nur von etwas überzeugen lasse, wenn ich es selbst gesehen habe. Ich schäme mich deswegen nicht, da selbst der Apostel Thomas dem verfallen war. Es zeigt nur einmal mehr, dass wir Menschen unvollkommenen sind und nach menschlichem Ermessen urteilen. Wie könnten wir auch anders handeln. Und doch klingt bei Jesus die Gewissheit mit, dass wir durchaus in der Lage sind, zu glauben, ohne gesehen zu haben, wenn der Heilige Geist in uns wirkt und wir in Jesus Christus unseren Heiland und Herrn sehen.

 

Da fällt mir die Episode ein, als ein Hirnchirurg einen sowjetischer Kosmonauten fragte, ob er bei seinen Flügen in das All Gott gesehen habe. Jener antwortete, ich bin viele Male in den Weltraum geflogen und habe mit Teleskopen tief in den Weltraum geschaut, doch Gott habe ich niemals gesehen. Es gibt ihn wohl nicht. Der Chirurg antwortete darauf: Glauben Sie mir, ich habe schon viele Gehirne von großen Wissenschaftlern und Denkern operiert, doch ich habe noch nie einen Gedanken gesehen.

 

Gott lebt in unseren Herzen, in uns. Gott schuf den Menschen als sein Abbild, so heißt es in der Schöpfungsgeschichte. Wir sind Gott sehr nahe durch seinen Sohn Jesus Christus, der mit dem Heiligen Geist in uns wirkt und uns führt. Glauben heißt Vertrauen. „Das, was wir jetzt noch nicht sehen; im Vertrauen beweist es sich selbst“, heißt es im Hebräerbrief 11, 1. „Durch solches Vertrauen kommen wir zu der Einsicht, dass die Welt durch das Wort Gottes geschaffen wurde und alle sichtbaren Dinge aus Unsichtbarem entstanden sind.“

 


 

 

Gedanken zum Monatsspruch April 2010:

 

Gott gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid.

Epheser 1,18

 

Das Grab ist leer!

 

Von Frank Walenszus 

 

Als Paulus diese Zeilen an die Gemeinde in Ephesus schrieb hatte er, so meine ich, zwei Dinge im Blick. Einmal die Bitte, dass die Epheser begreifen mögen wie überwältigend groß die Kraft ist, mit der Gott an uns, den Glaubenden wirkt. Weiterhin aber auch den Dank dafür, dass Gott uns das sehen lässt und uns die Hoffnung gegeben hat, zu welch großartigem Ziel er uns berufen hat, in Herrlichkeit in der Gemeinschaft der heiligen Engel zu sein.

 

In diesem Wunsch des Apostels Paulus an die Epheser „Gott gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid“ weckt er ein solch unfassbares tiefes Empfinden und eine schwebende Unbeschwertheit auch heute noch in uns, die uns das Nahende sehnsüchtig erwarten lässt.

 

Diese Hoffnung, zu der Christen berufen sind, lässt uns Ausschau halten. Wir sind wie die zarten Knospen am noch schwachem Reiß des aufbrechenden Frühlings,

Leben verheißend, sich hingebend, wohl wissend, dass ihn nichts aufhalten kann. Mit erleuchteten Augen schauen wir: Das Grab ist leer! Jesus ist wahrhaftig auferstanden. Dieser Ostermorgen verleiht unseren Augen strahlende Helligkeit.

 

Die Nacht ist zu Ende. Die Mächte der Finsternis mussten weichen, erstickten an ihrem knebelnden Odem. Mit dem Ostermorgen gibt uns Gott erleuchtete Augen des Herzens und die Gewissheit: Wir sind nicht verloren. Gott ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit.

 


 

 

Gedanken zum Monatsspruch März 2010:

 

 

Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt.

Joh15,13

Verschmähte Liebe

 

Von Frank Walenszus

 

Ups – das ist unmöglich. Wer will schon sein Leben für Freunde opfern und wenn doch, dann kann das nur ein Verrückter sein. Freilich, Verliebte sagen das mitunter solocker dahin „für dich würde ich mein Leben geben“, doch ist es dann soweit, machen jene meisten einen Rückzieher. Es war doch nicht so gemeint.

 

Und doch gibt es einen, der meinte es so wie er es sagte. Gott gab seinen einzigen Sohn für die Menschen hin, weil er uns so sehr liebt: Jesus Christus. Gott schickte Jesus auf diese Welt, um für die Sünden der Menschen am Kreuz zu sterben. Im Gegensatz zu den Verliebten wusste Jesus auf was er sich da einließ. Er war in die Welt gekommen, um mit seinem Tod Gott und die Menschen zu versöhnen and alle Schuld auf sich zu nehmen. Gott sah keinen anderen Weg als diesen, um den Menschen zu zeigen wie sehr er sie liebte.

 

Und doch weisen die meisten seine Liebe ab. Stell dir mal vor, du liebst ein Mädchen, und sie weist dich immer wieder ab. Bist du da nicht so sehr verletzt, dass du am liebsten dich in dein Kämmerlein zurückziehen würdest? Wie muss sich Gott fühlen, der um jeden Menschen sich bangt, ihn vor der ewigen Verdammnis retten will, ja ihm das ewige Leben bei sich schenken will. Du brauchst doch nur ja zu sagen und deine Schuld bekennen. Dein Leben in Jesus Hände zu legen, ihn zu vertrauen. Wie oft hat Gott durch die Menschen eine Abfuhr erhalten, haben sie seinen Liebesbeweis verschmäht und doch bleibt er uns treu. Doch nicht auf ewig, die Entscheidung musst du jetzt treffen, ehe es zu spät ist.

 

Diese Liebe gab Jesus Christus an die Menschen weiter und bewegte sie zur Umkehr von ihrem schändlichen Tun. „So wie der Vater mich liebt, habe ich euch meine Liebe erwiesen. Bleibt in dieser Liebe! Wenn ihr meine Gebote befolgt, dann bleibt ihr in meiner Liebe, so wie ich die Gebote meines Vaters befolgt habe und in seiner Liebe bleibe. Ich habe euch dies gesagt, damit meine Freude euch erfüllt und an eurer Freude nichts mehr fehlt (Johannesevangelium 15, 9-11).

Zu einer solch reinen Liebe sind wir Menschen nicht fähig. Jesus wusste das und doch liebte er uns – seine Freunde und seine Feinde, denn Gott lässt die Sonne über Gute und Böse scheinen. Noch im Sterbenskampf am Kreuz bezeugte er seine Liebe zu uns: Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun.

 


 

 

Gedanken zum Monatsspruch Februar 2010:

 

Es werden allezeit Arme sein im Lande; darum gebiete ich dir und sage, dass du deine Hand auftust deinem Bruder, der bedrängt und arm ist in deinem Lande.

 

5. Mose 15,11

Gier und steinerne Herzen

 

Von Frank Walenszus

 

Der Monatsspruch verharmlost noch die derzeitige Situation in Deutschland. Freilich hatte Mose nicht Deutschland im Blick, sondern sein israelische Volk, das aus der Knechtschaft im Ägypterland auszog nach 400jähriger Drangsal. Die jüdischen Brüder sollten erkennen, dass sie ihre Hand auftun, um den Bruder das Notwendigste zukommen zu lassen. Mir kommt da in den Sinn, als die alte Witwe ihre letzten Groschen in den Opferstock gab und sich einige Pharisäer darüber entrüsteten. Jesus wies sie zu Recht, indem er sagte. Die Witwe hat von dem gegeben, was sie hatte, ihr aber gebt von eurem Überfluss. Die Gabe der Witwe ist vielmehr wert, als das, was ihr hineingelegt habt.

 

Es ist mir aber noch eine andere Episode aus der Kindheit in Erinnerung, als ich das Buch über Hodscha Nasride, der Till Eulenspiegel des Orients, gelesen hatte. Er kam an einem Teich vorbei, in dem ein Reicher zu ertrinken drohte. Der Reiche war mit seinem Geiz und seiner Drangsal gegenüber Arme weithin bekannt. Nur wenige wollten ihm helfen. Sie hielten ihre Händen hin und riefen „Gib!“, doch er streckt seine Hand nicht nach der helfenden aus. Hodscha Nasride erkannte sofort, woran das lag. Er streckte seinen Hand zu ihm und sagte: „Nimm!“ Der Reiche packte zu und ward gerettet.

 

Haben wir in unserem Land nicht auch solche Gierigen, die Steuern hinterziehen, und Hungerlöhne ihren Arbeitern zahlen, sie ausbeuten und damit ihren Reichtum mehrenn. Sie geben nur, wenn sie in Fernsehgalas ihre angebliche Hilfsbereitschaft für von Katastrophen betroffene Menschen, wie beispielsweise in Haiti, öffentlich zur Schau stellen können. Wie sagte doch Jesus Christus: Wenn du gibst, dann lasse die Rechte nicht wissen, was die Linke tut.

 

Deutschland ist eines der reichsten Länder auf dieser Welt und doch fristen Millionen Menschen ein Hungerdasein. Jedes sechste Kind ist unmittelbar von Armut betroffen. Rund zehn Millionen müssen von Harz IV und Sozialhilfe leben. Suppenküchen und sogenannte Tafeln für Arme haben Hochkonjunktur, ein Armutszeugnis für dieses Land. Drei Prozent der Menschen halten rund 98 Prozent des verfügbaren Kapitals in ihren Händen. Die Gier und steinerne Herzen sind zur Lebensregel in diesem Land geworden. Arme Menschen werden als faul verunglimpft. Zunehmend verlangt die Wirtschaft nach arbeitsgerechten Familien, weg von familiengerechter Arbeit.

 

Ich wünschte mir, dass sich die Menschen besinnen ehe es zu spät ist. So wie die Bibel von dem Reichen berichtet, der in der Hölle schmachtet und Lazarus um Wasser für die Benetzung der Lippen bittet. Abraham sagte zu den Reichen, du hast alles auf Erden gehabt, Lazarus hatte nichts. Der Reiche antwortete: Dann schicke doch bitte Lazarus zu meinen Brüdern und warne sie, sodass sie zur Umkehr kommen, bevor es zu spät ist.  Ein Nein ist die Antwort Abrahams. Sie hatten Mose und glaubten ihm nicht, warum sollten sie es bei Lazarus tun? Wie sagte doch Jesus: Eher geht ein Kamel durch’s Nadelöhr, als das ein Reicher in den Himmel kommt.

 


 

 

Gedanken zum Monatsspruch Januar:

 

Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und ganzer Kraft.

 

5. Mose 6.5

Kinder Gottes sind wir

 

Von Frank Walenszus

 

Als ich diesen Spruch las, war ich mit mir uneins. Nein, nicht etwa dass ich etwas dagegen hätte, mich störten eigentlich nur die zwei Wörtchen „du sollst“. Das klingt so wie ein Befehl. Mein erster Gedanke war: Kann man das nicht etwas netter ausdrücken. Ich lasse mir doch nicht meine Liebe befehlen. Was soll das denn für eine Liebe sein? Sie muss doch aus dem Herzen kommen.

 

Doch dann fragte ich mich:Wie ist das eigentlich mit meiner Liebe zu Gott? Und dieser Gedanke ließ mich nicht mehr los. Ich ertappte mich dabei, dass ich mitunter etwas oberflächlich damit umgehe, sie als etwas ganz Selbstverständliches hinnehme. Wie oft habe ich davon gesprochen, dass Gott die Menschen so sehr liebt, dass er seinen eingeborenen Sohn dafür hergab, damit unsere Sünden wegwischte, als wären sie nie da gewesen. Gott beansprucht unsere ganze Liebe. Doch nur all zu oft geizen wir damit, wenden uns mehr den irdischen glamourösen Verlockungen zu, die in reicher Fülle ein schier unerschöpfliches Versuchungspotenzial in sich bergen.

 

Keineswegs schätzt Gott die Liebe zum Vater und zur Mutter gering. Im vierten Gebot hat er eine klare Ansage gemacht: Ehre deinen Vater und deine Mutter, wie der Herr, dein Gott, dir befohlen hat, damit du lange lebest und es dir wohlergehe in dem Lande, das der Herr, dein Gott, dir gibt! Die geistige Liebe zu unserem himmlischen Vater ist nicht mit der irdischen zu vergleichen. Sie ist anders. Sie geht tiefer, ist einzigartig und endgültig, sie reicht über den Tod hinaus in die Ewigkeit. An dieser Liebe zu Gott werden wir gemessen ohne ein Wenn und Aber.

 

Gott spricht zum Volk Israel: „Höre, Israel: Der Herr ist unser Gotte, der Herr allein! Du sollst den Herrn, deinen Gott, aus ganzem Herzen, aus ganzer Seele und mit all deiner Kraft lieben. Diese Worte, die ich dir heute befehle, seien in deinem Herzen! (5. Mose 6,4-6)“ Gleiches ist den Christen aufgetragen, denen Gott in Jesus Christus seine Liebe schenkt.

 

Der Apostel Johannes mahnt in seinem 2. Brief an die Gemeinden in Kleinasien: „Liebt nicht die Welt und nicht, was in der Welt ist. Liebt eines die Welt, ist die Liebe des Vaters nicht in ihm (1. Johannes 2,15). Doch die Welt vergeht mitsamt ihrer Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit (1. Johannes 2,17)

Freuen wir uns an der Zusicherung des Apostel Johannes: „Seht, welch große Liebe uns der Vater geschenkt hat. Kinder Gottes heißen wir und sind es. Darum erkennt die Welt uns nicht, weil sie ihn nicht erkannt hat (1.Joh. 3,1). Im Johannesevangelium spricht Jesus Christus: „Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr einander liebt; wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben. Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe habt untereinander (Joh. 13, 34-35).“

 

 

 


Losung für 10.12.2018

Ich will dich loben mein Leben lang und meine Hände in deinem Namen aufheben.