Im Brief an die Hebräer 13 schreibt Paulus „Letzte Ermahnungen“. Im Vers 3 geht es dabei konkret um Gefangene und Misshandelte. Da stellte sich mir zuerst die Frage: Was hat das heute noch mit uns zu tun? Wir werden wegen unseres Glaubens nicht eingesperrt und auch nicht misshandelt. Aber nach einigem Nachdenken merkte ich: Es gibt auch ein anderes „gefangen sein“. Gefangen in einer Krankheit, in Einsamkeit, in einer Sucht oder Angst, mit anderen nicht mithalten zu können, und bestimmt noch vieles mehr. Deshalb ermahnt uns Paulus auch HEUTE noch: Gebt acht auf die Menschen um euch herum. Seht nicht weg, kümmert euch und versucht zu helfen. Ich denke, der erste und einfachste Schritt ist, den oder die Menschen im GEBET vor und zu GOTT zu bringen. Es in seine Hände zu legen, die Person(en) aus ihrer „Gefangenschaft und Not“ zu befreien. Aber auch wir (ich) sollten darum bitten, dass GOTT uns Wege zeigt, wo wir selber helfen können. Vielleicht mit einem Besuch, einem Einkauf, mal zuhören oder ein paar freundlichen, Mut machenden, tröstlichen Worten. Aber GOTT hat sicher noch viele andere gute Ideen und Möglichkeiten für uns bereit. Wichtig ist nur, dass wir unsere Mitmenschen neben uns nicht aus den Augen verlieren und GOTT etwas zutrauen. Ich wünsche euch (mir), dass GOTT uns nicht nur im Juni, sondern alle Zeit die Augen und Ohren öffnet für die Menschen, denen wir ein Stück Hilfe sein können. Aber auch, dass wir selber Hilfe erfahren, wenn wir sie nötig haben. Gottes Segen sei mit uns.
Lutz Großmann